Homematic IP von eQ-3 Intelligentes Routing für stabilere Smart-Home-Verbindungen

Autor: Ann-Marie Struck

Die Kommunikation im smarten Zuhause funktioniert leider oft nicht reibungslos, denn zwischen den einzelnen Systemen kommt es zu Funkproblemen. Dafür hat eQ-3 eine Lösung gefunden: Advanced Routing. Zudem soll dadurch auch die Reichweite steigen.

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Intelligentes Routing mit Homematic IP.
Intelligentes Routing mit Homematic IP.
(Bild: eQ-3)

Der Traum vom intelligentem Heim nimmt zunehmend Gestalt an, jedoch hapert es hin und wieder bei der Kommunikation der Systeme untereinander und es kommt zu Störungen. Das wiederum schränkt die Nutzererfahrung ein. Laut eQ-3 kann dieses Problem nun mit intelligentem Routing behoben werden. Mit einem Update seines Gesamtsystems sollen in der Homematic IP die Grenzen zwischen Funk und Bus im Smart Home verschwinden. Bus übertragen die Steuerdaten von Tastern und Sensoren via Datenleitung. Advanced Routing ermöglicht somit den kombinierten Betrieb von Homematic IP Funk- und Wired-Geräten mit der Homematic IP Cloud. Gesteuert werden diese über die App oder mit der Smart-Home-Zentrale CCU3. Cloud und App sollen laut dem Hersteller weiterhin kostenlos bleiben.

Mittels Advanced Routing kommunizieren die Funk- und Wired-Geräte vollkommen transparent miteinander. Voraussetzung für den kombinierten Betrieb sind jeweils ein Funk Access Point (HAP) und ein Wired Access Point für die Hutschiene (DRAP), die über das LAN des Hauses verbunden werden.

Dank des Updates können Nutzer nun auch mehrere Access Points mit der Cloud oder der CCU3 betreiben. Die initiale Vertriebsfreigabe gilt zunächst für 2 HAPs oder 1 HAP + 1 DRAP innerhalb einer Homematic IP Installation. Im nächsten Schritt ist die Integration von bis zu acht Access Points geplant.

Ausfallsicherheit und Reichweite

Durch Advanced Routing soll es zudem eine hohe Ausfallsicherheit geben, denn ein Ausfall eines HAPs wird durch einen anderen HAP in Reichweite automatisch aufgefangen. Selbst wenn der mit der Cloud verbundene HAP ausfallen sollte, baut ein anderer eine Backup-Verbindung auf und stellt so sicher, dass auch alle Funktionen der Cloud weiter aufrecht erhalten bleiben. Zudem kann laut eQ-3 auch parallel ein LTE-Router im Haus eingesetzt werden, um so Ausfälle von DSL oder Kabel zu überbrücken. Gleichzeitig steigt mit der Anzahl der HAPs auch die Funk-Reichweite: Diese kann mit mehreren HAPs in einem Homematic IP Netz auf beliebig große Gebäude ausgeweitet werden.

Des Weiteren soll sich auch die IP-Vergabe vereinfachen, denn anstatt die IP-Adressen der Access Points manuell einzugeben, werden diese beim intelligenten Routing einfach mit der Stromversorgung und dem Netzwerk verbunden und per App angelernt. Alles Weitere erfolgt laut dem Hersteller vollautomatisch. Dabei ist das Anlernen der Geräte nicht an einen bestimmten Bereich im Homematic IP Netz gebunden. Die Geräte definieren selbst, ob eine direkte Kommunikation möglich oder Routing nötig ist.

Außerdem soll im Q1 2021 mithilfe von Advanced Routing das Limit der Gerätezahl in der Cloud abgeschafft werden. Ferner sind Firmware-Updates der WLAN Access Points geplant, sodass diese ebenfalls intelligentes Routing unterstützen.

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