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Innovationsdruck in der Software-Entwicklung

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Geschäftsanwendungen müssen in einem sich schnell wandelnden Markt auf dem Laufenden bleiben.
Geschäftsanwendungen müssen in einem sich schnell wandelnden Markt auf dem Laufenden bleiben. (Bild: iconimage - stock.adobe.com)

Das Year-on-Year-Umsatzwachstum beim Businss-Software-Hersteller MyFactory betrug zuletzt 23 Prozent, was schnelleres Wachstum als der Markt bedeutet, so der Chef des Unternehmens, David Lauchenauer. Geschenkt gibt es in der Branche allerdings nichts.

Geschäftsanwendungen müssen stets Up-to-Date sein. Gemeint ist damit aber nicht nur, dass immer alle Sicherheits-Updates, Patches oder Hotfixes aufgespielt werden, sondern es geht auch um inhaltliche Anpassungen – beispielsweise wenn gesetzliche Änderungen (beispielsweise DSGVO) oder technische Impulse umgesetzt werden müssen (beispielsweise das Internet-of-Things). Hersteller MyFactory führt in diesem Marktumfeld den Ansatz einer webbasierten Business-Software für Handel, Produktion oder Dienstleistung.

David Lauchenauer, Geschäftsführer der Myfactory Gruppe
David Lauchenauer, Geschäftsführer der Myfactory Gruppe (Bild: Myfacrory)

„Das Thema DSGVO haben wir von Anfang an groß geschrieben und entsprechende Funktionalitäten und Grundlagen geschaffen“, blickt David Lauchenauer, der Geschäftsführer der MyFactory Gruppe, zurück. „Alle Kundendaten und Backups derselben sind in Deutschland angesiedelt und vor dem ­Hintergrund des Rechts auf Vergessenwerden, machen wir es unseren Nutzern leicht, nach bestimmten personenbezogenen Daten zu suchen und mit einem Anonymisierungsassistenten zu bearbeiten.“

Technologische Impulse

Andere Impulse entspringen sich wandelnden Kundenanforderungen. Collaboration beispielsweise: „Erweitert haben wir die Zusammenarbeit über unsere Software über Unternehmensgrenzen hinweg, wenn es beispielsweise darum geht, Freelancer, Lieferanten, Reparaturwerkstätten oder ähnliche externe Stellen ohne Medienbruch in die Prozesse einzubinden – Stichwort Plattformökonomie“, so Lauchenauer. Technologisch ähnlich gelagert sei das Thema Internet of Things (IoT), also dem Abfragen und Verarbeiten von Gerätestatusmeldungen oder Sensordaten. Der Bedarf hierfür ist inzwischen da und das Thema gewinnt derzeit enorm an Bedeutung, so die Einschätzung des MyFactory-Chefs. „Ein wichtiger Trend in der Zukunft wird das Thema KI, beziehungsweise maschinelles Lernen sein. Beispielsweise im Bereich der Tourenoptimierung in der Logistik oder dem Außendienst. Hier spielen nämlich viel mehr Erfahrungswerte mit rein, als Kartenmaterial hergibt, beispielsweise Öffnungszeiten und Verkehrsflüsse.“ Nicht alle Themen bearbeitet MyFactory selbst. Partner können Erweiterungen und Module entwickeln und nach Prüfung durch MyFactory im hauseigenen Marketplace vermarkten. So hat ein Partner beispielsweise eine Sprachsteuerungslösung für die Business-Software auf den Markt gebracht. Partner legen hier völlig eigenständig den Preis fest und MyFactory nimmt keinen Anteil am Umsatz.

So bleiben Partner am Ball

Vom Selbstverständnis her, sollte im ­MyFactory-Umfeld jeder Partner im Prinzip alle Belange rund um die Software beherrschen, weswegen es auch keine Stufen im Partnerprogramm gibt. Damit dies ­gewährleistet ist, wurde nun das Schulungs- und Zertifizierungskonzept neu aufgesetzt. Neben vertiefenden Modulschulungen, zum Beispiel ERP, CRM, ­Service, MiS oder FiBu wird hierbei auch Projektmanagement-Wissen und Konfigurationsmöglichkeiten des Systems gelehrt. „Das jetzige Konzept sieht eine für neue Partner verpflichtende Standard-Schulung mit anschließendem Test vor“, sagt Lauchenauer. Der Test zur Zertifizierung findet online statt und wird nach eigener Zeiteinteilung nicht am Stück absolviert. Immerhin dauert der Test etwa sechs bis sieben Stunden und umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil. „Der theoretische Teil beschäftigt sich mit den Modulen sowie den Themen Konfiguration und Projektmanagement. Der praktische Teil findet direkt in einer Testumgebung statt, in der sich der Prüfling einloggt“, führt der MyFactory-Manager aus.

MyFactory betreibt in Deutschland, Österreich und den Niederlanden kein Direktgeschäft. In der Schweiz schon. Eine weitere Expansion in andere Länder steht derzeit nicht auf der Agenda. „DACH bietet noch viel Potenzial“, sagt Lauchenauer.

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