Channel Fokus: UCC & TK Im Service liegt das Geschäft

Von Ann-Marie Struck

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UCC-Tools sind in Unternehmen angekommen, existieren jedoch oft parallel zur herkömmlichen Telefonie. Steffen Ebner, Vertriebsvorstand bei Komsa, sieht in der Synchronisation von Kommunikationssystemen einen Treiber für das B2B-Geschäft.

Steffen Ebner, Vertriebsvorstand bei Komsa
Steffen Ebner, Vertriebsvorstand bei Komsa
(Bild: Marty Anger )

Komsa ist Distributionspartner von Microsoft. Wieso Microsoft?

Ebner: Microsoft hat in Europa einen Marktanteil von über 80 Prozent bei der Bürosoftware und Teams ist mittlerweile zur internen Kommunikation weit verbreitet, jedoch haben Kunden oft noch eine klassische TK-Anlage im Unternehmen stehen, die nicht einfach abgeschaltet wird, weil es jetzt Teams gibt. Viele Unternehmen suchen eine Lösung, um auch über Teams extern telefonieren zu können. Hinzu kommt, dass der deutsche Mittelstand immer noch sehr zögerlich ist, was Public Cloud-Lösungen und -Telefonie angeht und wird es aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen sicher auch bleiben. Dementsprechend hoch ist die Nachfrage nach einer Integration beider Welten. Dieser Prozess wird in den kommenden Jahren einer der Treiber fürs Geschäft mit Unternehmenskunden sein.

Welche Herausforderungen liegen in der Integration für Partner?

Ebner: Dass alles reibungslos funktioniert. Die Integration von MS Teams in bestehende Kommunikationssysteme zieht einen Rattenschwanz nach sich beziehungsweise bedarf einer gründlichen Planung. Es geht bei den Projekten meist um mehrere hundert oder tausend Telefone. Das Zusammenführen ist kein Selbstläufer, sondern hochkomplex, man muss wissen, welche Hardware und welche Systeme miteinander kompatibel sind und wie man sie miteinander verheiratet, um auch ein gute Basis für künftige Erweiterungen zu haben

Was ist ihre Rolle als Distributor?

Ebner: Unterstützen und die Partner technisch begleiten. Von Hotline Service über Schulungen bis hin zu Professional Service, bei dem die Integration im Namen unserer Partner übernehmen. Wir sind das Bindeglied zwischen dem Hersteller, dem Vertriebspartner und dem Endkunden.

Und wo geht der Markt Ihrer Meinung nach hin?

Ebner: Im Service liegt das künftige ­Geschäft der Systemhäuser. Die Kunden fordern in der Telefonie und Kommunikation den Fortschritt. Das muss jemand umsetzen und eben diese Dienstleistung sollte vermarktet werden. Die Lizenz wird künftig eher den Einstieg in das Kundengespräch sein, das eigentliche Geschäft wird aber mit der Dienstleistung gemacht.

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