Reges Interesse fand der Partnertag von Fujitsu Anfang November in München. Denn das Unternehmen informierte über die neue Strategie für das Datacenter- und Hybrid-Cloud-Geschäft. Den Partnern wurden attraktive Bonus-Programme versprochen.
Mit voller Fahrt in die Zukunft: Der Partnertag 2023 in München soll Vertrauen in den neuen Kurs des Unternehmens wecken, damit die Partner beim Fokus auf Server, Storage, Hybrid Cloud und Services an Bord bleiben.
(Bild: danielschoenen - stock.adobe.com)
Knapp 600 Besucher kamen zum Fujitsu Partnertag nach München, so Santosh Wadwa, Head of Product Channel Sales bei Fujitsu. Im Science Congress Center Munich präsentierte das Unternehmen die Details zur neuen Geschäfts- und Channel-Strategie, nachdem sich die Firma nun komplett auf die Geschäftsfelder Datacenter und Hybrid Cloud konzentriert. Das Client-Business in Europa wird ja im April 2024 endgültig eingestellt. „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel neu setzen“: Dieses dem griechischen Philosophen Aristoteles zugeschriebene Zitat passt laut Christian Leutner, Vice President & Head of European Platform Business bei Fujitsu, perfekt zu den Plänen von Fujitsu für den hiesigen Markt. Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds soll nun das lukrativere Geschäft mit Servern, Storage, Cloud-Services und Beratungsleistungen die Firma wieder in sicheres Fahrwasser bringen. Und der Channel soll Fujtsu auf dieser Reise weiter begleiten.
„Bereit für die Zukunft“: So lautete das Motto der Veranstaltung, um den Partnern zu verdeutlichen, dass es nach dem Ende des CCD-Geschäfts im April 2024 nicht nur einfach weiter gehen soll, sondern dass der Konzern mit dem Fokus auf Datacenter, Hybrid Cloud und Services in Europa ehrgeizige Ziele verfolgt und die auch erreichen will. „Wir werden der IT-Anbieter mit dem stärksten Kundenfokus“ verspricht Leutner den in München versammelten Partnern.
Ein maritimes Zitat, diesmal von Seneca, gab es auch von Wadwa bei seinem Part der gemeinsamen Keynote mit Leutner: „Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind der richtige“. Der richtige Hafen ist für den Channel-Chef der Fokus auf die Kunden. Gemeinsam mit einen starken Ökosystem aus Channel- und Technologie-Partnern soll die digitale Transformation bei den Kunden vorangetrieben werden. Mit Consulting-Leistungen will sich Fujitsu von anderen Herstellern abheben.
Somit besteht das Portfolio künftig aus drei Bereichen:
Consulting Services etwa für Felder wie IT-Infrastruktur, Digitalisierung, Datacenter Operations, Cloud oder KI.
Infrastructure Services mit hardwarenahen Dienstleistungen wie Implementierung, Migration, Managed Maintenance, Break & Fix und Remote Management.
Produkte wie Server, Storage-Systeme, HCI-Systeme, Netzwerk, Hybrid-Cloud-, Backup- und Data-Protection-Lösungen sowie Software. Alles auch mit verbrauchsabhängigen Uscale-Bezahlmodellen.
Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland etwa 120 Prozess- und Applikationsberater, die den Partnern helfend unter die Arme greifen sollen. Sie können etwa bei Kunden Analysen von Produktionsprozessen durchführen, um so den besten Weg bei Digitalisierungsprojekten zu finden. Zusätzlich wird die Kooperation mit Technologiepartnern wie Qumulo für Storage-, Juniper- für Netzwerk- und Suse für Kubernetes-Lösungen mit Rancher ausgebaut. Sie werden als OEM-Produkte über Fujitsu und die Partner verkauft.
Deutschland sei mit einem Umsatz von etwa 66 Prozent das Kernland in Europa und Fujitsu „der Channel-Hersteller im deutschsprachigen Raum“, betont Wadwa. Die Zahl der Distributoren hat das Unternehmen in einem intensiven internen Auswahlverfahren allerdings reduziert. Zwischendurch war im Gespräch, dass von den ursprünglichen fünf Distributoren nur drei erhalten bleiben – jetzt sind es doch vier: Api, Bytec, Ingram Micro sowie Siewert & Kau. Von Also hat sich Fujitsu getrennt.
Den Channel-Anteil im Datacenter-Geschäft der momentan noch bei etwa 50 Prozent liegt, soll auf 70 bis 80 Prozent steigen, verspricht Wadwa. Das Channel-Assembly wird von Servern auf Storage-Systeme erweitert.
Zudem wird die Partner- und Kundenbetreuung neu strukturiert: Das Sales-Team soll sich auf die Verkaufsförderung konzentrieren und wird von zusätzlichen Aufgaben entlastet. Nach dem Auftragseingang übernimmt ein Customer-Success-Manager, der das Projekte gemeinsam mit dem Partner zum Abschluss führt. Das regionale Betreuungsmodell für Partner und Kunden bleibt erhalten. Ein neues Partnerprogramm soll am 1.4.2024 starten, gleichzeitig mit dem Stopp des Client-Geschäfts.
Um die Attraktivität für bestehende und neue Partner zu steigen, setzt der Hersteller eine ganze Reihe von Bonusprogrammen auf. Bis zum 31. Januar 2024 läuft noch der „15 Prozent Datacenter-Booster“. Alle Partner erhalten hier unabhängig von der Stufe einen zusätzlichen Back-End-Rabatt von 15 Prozent auf Server der Primergy- und Primequest-Serien sowie auf Eternus-Storage-Systeme.Für das kommende Jahr stellt der Fujitsu-Channel-Chef weitere attraktive Programme in Aussicht, wie etwa kostenlose Trainings.
Stand: 08.12.2025
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Sogar 45 Prozent Rabatt auf den HEK erhalten die Partner im Rahmen der „Anpacken“-Promotion auf ausgewählte Primergy-M7-Server und Eternus-DX- und AF-Modelle, die bei den Distributoren auf Lager liegen. Mehr zu den aktuellen und zukünftigen Bonus-Aktionen finden die Partner auf der Promotion-Landingpage mkt-europe.global.fujitsu.com/datacenter-bereit-fuer-die-zukunft_de.
Neues bei Servern, Storage und Hybrid-Cloud
In München konnten sich die Partner natürlich auch darüber informieren, wie die Zukunft des Server- und Storage-Portfolios aussehen soll. Bei den Primergy-Servern kommen zeitnah Modelle mit kürzeren Gehäusen für den Telekommunikationssektor oder den Edge-Einsatz. Für das zweite Quartal 2024 erwartet der Hersteller die ersten Modelle mit Intels Emerald Rapids, also der 5. Xeon-Scalable-Generation. Die CPU ist sockelkompatibel zu Sapphire Rapids, soll aber durch einen größeren Cache und bis zu 64 Cores mehr Leistung liefern. Die Server werden mit Emerald Rapids weiterhin unter der Bezeichnung „Primergy M7“ laufen und wohl auch keine neue Zertifizierung erfordern. Single-Sockel-Server mit Raprot-Lake-E-CPUs wird es in Europa weiterhin geben.
Die Palette an Servern mit AMD-Epyc-Prozessor wird ausgebaut durch die Modelle RX2450 M2 und RX1450 M2 mit Epyc-CPUs der Genoa-, Genoa-X- oder Bergamo-Familie. Nächstes Jahr kommt mit Turin die Zen-5-Generation der Epyc-Prozessoren. Da sich manche Partner Sorgen bezüglich der Zukunft bei der Eternus-Sparte gemacht haben, gewährte Fujitsu auf dem Partnertag einen detaillierten Blick in die Zukunft der Storage-Systeme, allerdings nur unter NDA.
Ebenfalls für April 2024 ist ein neues Hybrid-Cloud-Angebot geplant, bei dem Fujitsu mit deutschen Cloud-Anbietern kooperiert. Mit zwei BSI-zertifizierten Providern verhandelt der Hersteller bereits, um deren Services in Uscale-Angebote für die hybride Cloud zu integrieren. Die Zusammenarbeit mit den Hyperscalern läuft natürlich weiter, wie Wadwa betont, Fujitsu trete hier aber nicht als Reseller auf.