Blick in die Glaskugel Fünf Zukunftstrends für 2021 und danach

Autor: Ann-Marie Struck

Die Coronapandemie hat die Welt auf den Kopf gestellt und viele Dinge, vor allem in puncto Digitalisierung, beschleunigt. Welche Technologien in diesem Jahr und auch künftig von Relevanz sein werden, weiß der US-Amerikanische Netzwerkausrüster Cisco.

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Wohin geht der Weg der IT-Branche und welche Technologien werden auch in Zukunft noch von Relevanz sein?
Wohin geht der Weg der IT-Branche und welche Technologien werden auch in Zukunft noch von Relevanz sein?
(Bild: Photocreo Bednarek - stock.adobe.com)

Krisen gelten im Allgemeinen als Beschleuniger und auch die Coronakrise wird bereits als Katalysator für die Digitalisierung bezeichnet. Insbesondere Netzwerke, Cloud, Sicherheit, Collaboration und andere digitale Technologien haben im letzten Jahr eine große Rolle gespielt, um die Welt am Laufen zu halten. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Der Netzwerksausrüster Cisco hat fünf Technologie-Trends zusammengestellt, die den Weg in die Zukunft weisen.

1. Vernetzung, Vernetzung, Vernetzung

Konnektivität ist alles, sei es in der Wirtschaft, im Bildungssektor oder im Gesundheitswesen. Dennoch hat laut Angaben von Cisco die Hälfte der Weltbevölkerung mit einer mangelhaften Vernetzung zu kämpfen, vor allem in ländlichen und ärmeren Regionen. Die nächste Generation drahtloser Technologien wie 5G und WiFi 6 soll dieses Defizit schließen.

2. Im Fokus: Sensoren

Das Internet der Dinge ist keine Neuheit in der IT-Welt. Jedoch wurde Cisco zufolge im letzten Jahr die Möglichkeiten von Sensortechnik erstmals bewusst und durch neue Innovationen wie fortschrittlicher Netzwerktechnologien, Wireless der nächsten Generation und KI Wirklichkeit. Hinzu kommen billige, intelligente und bald allgegenwärtige Sensoren.Ein Beispiel hierfür sind Wearables, die viele Menschen bereits in ihrer Freizeit nutzen.

Ein Einsatzort von Sensoren für mehr Sicherheit und Gesundheit ist künftig das Büro. Zum Beispiel könnten Kollaborationsplattformen sowohl für Videokonferenzen genutzt werden, als auch mit Hilfe von Sensoren überfüllte Räume identifizieren und die Auslastung steuern. Außerdem können sie Bedingungen wie Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität und Licht überwachen und Verhaltens- oder Warnhinweise geben.

3. Security: simple und Passwort-frei

„Safety first“ ist eine altbekannte Weisheit, vor allem in der IT. Durch die vielen Anwendungen und digitalen Services, die wir täglich nutzen, brauchen wir auch eine große Menge an unterschiedlichen Passwörtern, insbesondere, wenn im Homeoffice neue Sicherheitskonzepte greifen. Doch wer kann sich die alle noch merken?

Nach wie vor sind gestohlene oder verlorene Zugangsdaten eine häufige Ursache für Sicherheitsvorfälle. Cisco zufolge werden in Zukunft Passwörter aussterben und von biometrischen Merkmale wie dem Fingerabdruck zur Identifizierung ersetzt.

4. Zahle für das, was du brauchst

Software as a Service (SaaS) gehört die Zukunft. Bisher haben Unternehmen oft in technische Lösungen investiert, die für alle gleich aussahen. Dabei haben sie auch für Funktionen und Kapazitäten bezahlt, die sie vielleicht nie brauchen. Bei SaaS zahlen Unternehmen nur für die Funktionen, die sie aktuell benötigen. Daher werden Pay-as-you-consume-Modelle auch immer beliebter, denn die Kosten können flexibel an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.

5. App und Cloud

Flexibilität ist oft Trumpf, vor allem in Krisenzeiten. Mit Cloud-Applikationen gelingt es, deutlich besser agil und flexibel zu handeln. Darüber hinaus sorgen immer mehr mobile Apps dafür, dass Unternehmen und öffentliche Einrichtungen Prozesse digitalisieren und mit Kunden und Mitarbeitern im Kontakt bleiben können. In Zukunft sollen Observability-Lösungen die Arbeit der IT erleichtern, indem sie aus dieser wachsenden Datenflut genau die Erkenntnisse filtern, die passgenaue Services per App ermöglichen. Individualisierung und vorausschauende Problemlösung sichert auch in Zukunft Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum.

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Redakteurin