FIT-Kongress 2025 Fit für den digitalen Wandel

Von Margrit Lingner 3 min Lesedauer

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Mut. Machen. Macht. Auf dem FIT-Kongress 2025 in Augsburg haben 220 Frauen aus Business-IT, E-Health sowie E-Government diskutiert, wie sie den digitalen Wandel gestalten – von KI bis Quantencomputing. Vernetzen, Fachwissen austauschen und Feiern standen auch auf dem Programm.

Zum FIT-Kongress 2025 sind über 220 Frauen aus IT, E-Health und E-Governement nach Augsburg gekommen.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Zum FIT-Kongress 2025 sind über 220 Frauen aus IT, E-Health und E-Governement nach Augsburg gekommen.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Wer die Digitale Transformation mitgestalten will, braucht starke Netzwerke. Das betont die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber in ihren Grußworten. Als erste Frau an der Spitze der Stadt hat Weber die Digitalisierung konsequent vorangetrieben und erreicht, dass die Fuggerstadt bei städtischen Online-Services auf Platz 1 steht. Veranstaltungen wie der FIT-Kongress sind ihrer Meinung nach überaus wichtig: nicht nur, weil sie IT-Frauen das Netzwerken ermöglichen, sondern weil sie sie sichtbar machen.

Netzwerken als Erfolgsfaktor

Vernetzen, Fachwissen austauschen und gemeinsames Feiern sind daher laut Weber unverzichtbare Bausteine auf dem nicht immer einfachen Weg zum Mitgestalten der IT.

FIT-Kongress 2025
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Wie Gestalten in unsicheren Zeiten gelingt, in denen KI eine radikale Transformation eingeleitet hat, erläutert Bestseller Autorin Anja Förster. In ihrer Keynote plädiert sie für kreative Höchstleistungen und Mut zum Experimentieren. Sie beruft sich dabei auf Sheryl Sandberg und deren Leitsatz „Done is better than perfect“ – ein Appell, Dinge auszuprobieren und den Status quo zu hinterfragen. Wer im Arbeitsalltag mehr wagen will, solle sich einmal pro Woche fragen: „Was kann ich tun, was ich so noch nie gemacht habe?“ Anders denken und Neues ausprobieren ist die Devise.

Kreatives Denken und Innovation in der KI-Ära

Neues ausprobieren funktioniert auch mit KI als Sparringspartner. Davon ist Annette Brunsmeier, Strategy Lead Digital Responsibility bei Fsas, überzeugt. In ihrer Keynote zeigt sie, dass KI weit mehr kann als schnelle Antworten: Als Vor- und Mitdenkerin weist sie alternative Wege. Für diesen inneren Dialog müssen Ideen jedoch präziser und anders formuliert werden als in Gesprächen mit Menschen. Die Gefahr, dass Menschen ihre Denkfähigkeit verlernen, besteht durchaus – doch ein bewusster, verantwortungsvoller Einsatz von KI kann Innovationen erheblich beschleunigen.

FIT-Kongress 2025: Die Gewinnerinnen
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Möglichkeiten und Grenzen von KI stehen auch im Fokus von Diana Kozachek, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität St. Gallen. Sie zeigt, wie KI-Agenten von passiven Werkzeugen zu autonomen Partnern werden, die Initiative ergreifen und komplexe Aufgaben eigenständig lösen – und demonstrierte dies in ihrer „Prompting Master Class“. Mit dem R.A.C.E.-Framework (Role, Action, Context, Expectation) lassen sich etwa LinkedIn-Posts automatisiert erstellen und zum richtigen Zeitpunkt veröffentlichen.

Fokus, Resilienz, Transformation und Systemkompetenz stand auch in den weiteren Sessions und Workshops im Fokus: Carola Heilemann-Jeschke, CIO der Freien Hansestadt Bremen, zeigte, wie die bewusste Steuerung emotionaler Prozesse als Stärke wirkt – kein Widerspruch zu Klarheit und Durchsetzungskraft. Silke Pütz und Andrea Hammerschick (Computacenter) zeigten, wie Networking, Sichtbarkeit und Communities innerhalb von IT-Unternehmen zünden und Wirkung entfalten. Janka Kreißl (Dunkelblau) ermutigte in „7 Short, 1 Long“ dazu, Männerdomänen selbstbewusst zu betreten, Masterpläne zu schmieden und mutig ins Machen zu kommen.

Zukunftstechnologien und die Stärkung weiblicher Führung

Silke Tolkmitt vermittelte DeepWorkFlows für mehr Female Focus. Daniela Stolz (Sophos) zeigte, wie sich mit NLP „relaxed auf Knopfdruck“ herausfordernde Situationen meistern lassen. Kerstin Haubold (Kyndryl) beleuchtete die Twin Transformation von Digitalisierung und Nachhaltigkeit als Gamechanger. Mit Nicole Dufft stand Systems Thinking auf dem Programm – als Schlüssel, um in Zeiten von Komplexität und Unsicherheit wirksam zu bleiben. Dr. Johanna Ludwig (gematik) diskutierte den Impact der Digitalisierung auf die Gesundheitsversorgung. Ana Klementovic (Herz im Kopf e.U.) lieferte Brainhacks für mehr Energie im Joballtag. Und Dr. Dorit Bosch ermutigte dazu, „raus aus der Opferhaltung – rein in die weibliche Power“ zu gehen.

Zukunftstechnologien und Resilienz der IT adressierten die beiden Abschluss-Keynotes: Prof. Helena Liebelt (TH Deggendorf) sprach in „Ein Quantum Zukunft“ darüber, wie sich mit Quantencomputing schon heute Innovation gestalten und Veränderungen managen lassen. Florian Oelmaier (CTO, IS4IT) stellte zugespitzt die Frage: „Wie kriegsbereit ist die IT in der deutschen Wirtschaft – und was hat das mit uns zu tun?“.

Women of the Year

Den Abschluss bildete das Panel „Beyond Uncertainty: Chancen erkennen, wo andere Risiken sehen – Tech, Leadership & Business souverän gestalten“ mit Moderatorin Nicole Dufft. Diskutiert haben Prof. Helena Liebelt (THD), Ann Cathrin Riedel (Digitalpolitikerin, Geschäftsführerin NexT e.V.), Georgia Voudoulaki (Senior Legal Counsel, Robert Bosch), Dr. med. Johanna Ludwig (Gematik) und Petra Jaschhof (CIO, BWI GmbH).

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Höhepunkt des ebenso abwechslungsreichen wie inspirierenden Tags war das Galadinner und die Verleihung der Awards „Women of the Year“. Gewinnerinnen sind aber nicht nur die in den fünf Kategorien aus den drei Bereichen Business-IT, E-Health und E-Government ausgezeichneten, sondern alle IT-Frauen, die jeden Tag zeigen, dass Frauen fit sind für den digitalen Wandel.

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