Förderung von Frauen in der IT Mehr Vertrauen in die Frauen

Von Barbara Gribl 2 min Lesedauer

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Dass deutlich weniger Frauen als Männer technische Berufe ausüben, ist nichts Neues. Auch lässt das Engagement für eine höhere Frauenquote zu wünschen übrig. ISACA gibt Impulse, welche Initiativen Unternehmen hier ergreifen können.

Laut ISACA-Studie haben nur 41 Prozent der Unternehmen Programme, um mehr Frauen im Bereich Technik einzustellen.(Bild:  Ibnu - stock.adobe.com / KI-generiert)
Laut ISACA-Studie haben nur 41 Prozent der Unternehmen Programme, um mehr Frauen im Bereich Technik einzustellen.
(Bild: Ibnu - stock.adobe.com / KI-generiert)

„Frauen regieren die Welt“ heißt es in einem Lied von Roger Cicero. Im naturwissenschaftlichen Berufssektor ist dies allerdings noch nicht allzu lautstark durchgedrungen. Die Mehrheit der IT-Fachleute ist der Meinung, dass es in ihrer Branche an geschlechtsspezifischer Vielfalt mangelt. Dies stellt der Berufsverband ISACA in einer Studie fest.

Den Anteil von Frauen im IT- und Technologiesektor zu erhöhen, „wird nicht nur dazu beitragen, die globale Qualifikationslücke zu schließen und die Produktivität in der Branche zu steigern, sondern auch ein integrativeres und vielfältigeres Arbeitsumfeld zu schaffen“, erklärt Julia Kanouse, Chief Membership Officer bei ISACA und Leiterin des SheLeadsTech-Programms des Verbandes.

Dennoch hat laut der ISACA-Studie weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen Programme zur Einstellung von mehr Frauen.

Für den ISACA-Bericht „Tech Workplace and Culture“ wurden 7.726 Tech-Profis weltweit zwischen dem 27. September und dem 12. Oktober 2024 befragt. Der Berufsverband ISACA versteht sich als Experte darin, die Karriere von Einzelpersonen im Bereich des digitalen Vertrauens voranzutreiben.

Frauen in technischen Berufen immer noch unterrepräsentiert

Meistens fehlen IT-Vorbilder, und wenn, dann sind diese männlich. Dies geben 43 Prozent der weiblichen Befragten an (21 % der Männer). Ihr Gefühl der Autorität schätzen Männer in bestimmten Bereichen ihrer derzeitigen Rolle höher ein, während Frauen eher niedrigere Bewertungen abgeben.

Die Befragten glauben, dass Bildungseinrichtungen mehr tun können, um die Geschlechterintegration voranzutreiben. Dazu gehört eben die Bereitstellung von Vorbildern oder Mentoren (52 %). Weitere Ideen sind:

  • Einrichtung von Tech-Clubs und/oder Organisationen zur Vernetzung von Frauen (42 %)
  • Einstellung von mehr Professorinnen im Bereich Technik (31 %)

Dabei zeigen Frauen sich mit ihrer Berufswahl und Entwicklung durchaus zufrieden. Sarah Orton, Leiterin der ISACA-Initiative SheLeadsTech für das Vereinigte Königreich und Europa, sagte: „Frauen sind mit ihrem beruflichen Fortkommen fast genauso zufrieden wie ihre männlichen Kollegen und haben in den letzten zwei Jahren etwas häufiger eine Gehaltserhöhung oder eine Beförderung erhalten.“

Die Zahlen der ISACA-Studie belegen dies:

  • 68 Prozent der befragten Frauen und 72 Prozent der Männer geben an, dass sie mit ihrer beruflichen Entwicklung äußerst oder sehr zufrieden sind.
  • 73 Prozent der Frauen und 71 Prozent der Männer geben an, dass sie in den letzten zwei Jahren eine Gehaltserhöhung und/oder eine Beförderung erhalten haben.

Weitere Informationen zur Umfrage gibt es hier.

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