Channel Fokus Energieeffizienz Energieeffizienz: Pflicht, Strategie oder Wettbewerbsvorteil?

Von Mihriban Dincel 2 min Lesedauer

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KI treibt den Strombedarf von Rechenzentren auf Höchststände und der Gesetzgeber verschärft die Anforderungen. Energieeffizienz war lange ein gutes Zusatzargument. Heute ist sie regulatorische Pflicht und kann auch ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein.

Trends und Entwicklungen rund um das Thema Energieeffizienz finden Sie auf unserer Microsite. (Bild:  Vogel IT-Medien)
Trends und Entwicklungen rund um das Thema Energieeffizienz finden Sie auf unserer Microsite.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Weltweit verbrauchen Rechenzentren bereits heute rund 415 Terawattstunden Strom pro Jahr. Laut Internationaler Energieagentur könnte sich dieser Bedarf bis 2030 verdoppeln, getrieben vor allem von KI-Workloads. Gleichzeitig schreibt das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) ab Juli 2026 für neue Rechenzentren einen PUE-Wert von maximal 1,2 vor, ab 2027 gilt eine bilanzielle 100-Prozent-Ökostrom-Pflicht. Energieeffizienz ist damit keine Option mehr. Sie ist Pflicht, wirtschaftliche Notwendigkeit und Wettbewerbsfaktor zugleich. Damit ist die Frage nicht mehr ob, sondern wie und mit welchen Produkten, Strategien und Geschäftsmodellen Effizienz möglich wird.

Unterschiedliche sowie ähnliche Ansätze

Einige Hersteller haben sich diesem Wandel bereits angepasst und stellen Partnern entsprechende Produkte sowie Unterstützung bereit. Dell Technologies setzt hier auf einen ganzheitlichen Ansatz: von der Dimensionierung der Infrastruktur über softwaregestütztes Energiemanagement bis hin zu modernen Flüssigkeitskühlungstechnologien. Der Schlüssel liegt dabei unter anderem im Right-Sizing.

Schneider Electric denkt Energieeffizienz als strategisches Geschäftsmodell. Mit der APC-Produktlinie und der Softwareplattform EcoStruxure sollen Energieverbräuche vom Edge bis ins Rechenzentrum durchgängig messbar und steuerbar werden. Für den Channel bedeutet das einen Wandel weg vom einmaligen Produktverkauf, hin zu datengetriebenen Services.

Fsas Technologies setzt auf die kommende ARM-basierte Monaka CPU als zentralen Effizienzmotor. Sie soll doppelte Performance bei halbiertem Energieverbrauch liefern und diesen Vorteil über das gesamte System multiplizieren. Ergänzt durch die Greenline Primergy Server Edition, Liquid Cooling und End-to-End-Carbon-Footprint-Berechnungen.

Mit dem Portfolio von Vertiv seien bereits heute PUE-Werte von 1,2 und darunter erreichbar. Dennoch rät der Hersteller, insbesondere Bestandsrechenzentren, zur frühzeitigen Analyse, um ineffiziente Komponenten zu identifizieren, zu modernisieren und durch ein Monitoringsystem die Gesamteffizienz zu verbessern.

Online USV-Systeme rückt hier die unterbrechungsfreie Stromversorgung in den Fokus. Mit der DPT-Technologie sollen die Zinto- und Xanto-Anlagen des Anbieters einen zertifizierten Wirkungsgrad von bis zu 99 Prozent erreichen – gegenüber 90 bis 94 Prozent bei älteren Anlagen.

KI als Treiber und Helfer

Was alle fünf Hersteller eint: die Überzeugung, dass KI nicht nur Teil des Problems, sondern auch Teil der Lösung ist. KI-gestütztes Monitoring, Predictive Maintenance, intelligente Laststeuerung und Digital Twins machen Effizienzpotenziale sichtbar und nutzbar, die bislang verborgen blieben.

Weitere Trends und Entwicklungen rund um das Thema Energieeffizienz finden Sie auf unserer Microsite Energieeffizienz.

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