Aktueller Channel Fokus:

Managed Services

Pauker und Admin in ­Personalunion?

DigitalPakt-Konzepte sichern IT-Umsatz im Klassenraum

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Der Digitalpakt soll den Weg ins digitale Klassenzimmer ebnen.
Der Digitalpakt soll den Weg ins digitale Klassenzimmer ebnen. (Bild: © mast3r - stock.adobe.com)

Der DigitalPakt ist in Kraft. Damit Schulen an Fördergelder kommen, müssen Konzepte beim jeweiligen Bundesland eingereicht werden. Hier kann sich der Fachhandel einbringen, „­Admins aus dem Lehrerzimmer“ entlasten und sich selbst dauerhaft Umsätze sichern.

Wie der Bitkom in einer Umfrage herausgefunden haben will, würde hierzulande zwar jeder zweite Lehrer (54 %) gerne digitale Medien einsetzen, kann dies aber nicht. Was die Gründe angeht, so führen die 503 befragten Lehrer bei möglichen Mehrfachnennungen auf:

  • 58 Prozent: „An meiner Schule fehlen entsprechende Geräte für die Nutzung im Unterricht.“
  • 36 Prozent: „Ich habe Sorge, dass die Technik im Unterricht versagt.“
  • 13 Prozent: „Ich habe kein tragfähiges pädagogisches Konzept.“
  • 12 Prozent: „Meine Technik-Kenntnisse reichen dafür nicht aus.“
  • 7 Prozent: „Es gibt dafür kein geeignetes Lehrmaterial.“

Konzepte für Fördergelder erarbeiten

Ein Umkehrschluss ist, dass für 88 Prozent der befragten Lehrkräfte der Stand der Technik-Kenntnisse kein nennenswertes Hindernis darstellt. Dennoch, so Bitkom Research, wünschen sich viele Lehrer eine bessere Aus- und Weiterbildung speziell in Hinblick auf Digitalthemen. Seit März ist der „DigitalPakt Schule“ in Kraft und könnte sowohl bei fehlenden Geräten als auch bei der Lehrerfortbildung helfen. Eine Voraussetzung für die Beantragung von Mitteln aus dem DigitalPakt ist die Vorlage ­eines technisch-pädagogischen Konzepts jeder einzelnen Schule, also zum Beispiel ein Medien-Entwicklungsplan. Die Details hierfür werden in den Förderbekanntmachungen der Bundesländer festgelegt. Der DigitalPakt Schule folgt dem Grundsatz „Kein Geld ohne Konzept“. Erarbeitet werden diese Konzepte in der Regel von der Schulleitung. Allerdngs sind ­dezidierte IT-Administratoren an Deutschlands Schulen unüblich. Meist übernimmt ein technikversierter Lehrer diese Aufgabe.

Lehrer oder externer IT-Dienstleister?

Bei rund einer Million Unterrichtsräumen in Deutschland, die sich im Spektrum zwischen „Kreidetafel und 60-Watt-Birne“ bis hin zum High-Tech-Classroom in der ­Regel eher noch im klassischen Bereich bewegen, sind Handlungsdruck und Umsatzpotenzial groß. Der IT-Fachhandel kann bei der Konzeption helfen und als Berater die angedachten pädagogischen Konzepte mit IT-Knowhow unterfüttern.

Firmen wie Jamf setzen auf die Zielgruppe der „Pauker und Admins in Personalunion“. Die (Apple-)Geräteverwaltung „Jamf Pro“ ist für Nicht-IT-Fachleute ausgelegt. Die durchschnittliche IT-versierte Lehrkraft könne damit neue Geräte bereitstellen und auch Bestandsaufnahme, Konfiguration von Profilen, das Einrichten von Nutzungsrichtlinien sowie die Verwaltung von Apps sowie die Themen Sicherheit und Datenschutz seien für die Zielgruppe durchaus zu stemmen.

„Classroom as a Service“

Im Windows-Umfeld und mit externem Service bewegt sich hingegen „Classroom as a Service“ (CaaS) aus dem Hause des Distributors Also. Fachhandelspartner können hierbei über den „Also Cloud Marketplace“ Lösungspakete aus Hardware, Software, Support und Finanzdienstleistungen zusammenstellen und diese über ein Mietmodell-Verfahren anbieten. Der „Pauker und Admin in Personalunion“ kann dabei gleich in der Konzeptionsphase für die Fördermittelantragstellung durch eingeplante externe Dienste zugunsten des Channels entlastet werden. Die CaaS-Pakete umfassen neben Hardware wie Notebooks auch Software wie beispielsweise Microsoft Office 365 sowie einen 24x7-Support-, Reparatur- und Austausch-Service. Sie stehen zu einem monatlichen Mietbetrag über ­eine flexible Laufzeit zur Verfügung. CaaS-Partner können zudem den WaaS-Self-Service (Workplace as a Service) mit einer intuitiven Benutzeroberfläche, ihrem Logo und eigener Corporate Identity nutzen.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45925058 / Digital Transformation)