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IT-Executive Summit 2020

Die Resilienz des IT-Channels

| Autor: Michael Hase

Die Kreativität des IT-Channels bewährt sich oft in der Krise, wie derzeit das Beispiel von Systemhäusern zeigt, die Remote-Arbeitsplätze für ihre Kunden einrichten.
Die Kreativität des IT-Channels bewährt sich oft in der Krise, wie derzeit das Beispiel von Systemhäusern zeigt, die Remote-Arbeitsplätze für ihre Kunden einrichten. (Bild: Ingo Bartussek - stock.adobe.com)

IT-Dienstleister waren von vergangenen Konjunkturkrisen weniger stark betroffen als andere Verticals. So lautete eine Erkenntnis beim IT-Executive Summit 2020. Gute Chancen also, dass der Channel auch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bewältigen wird.

Der IT-Executive Summit 2020 war bereits von der aufziehenden Corona-Pandemie überschattet, fand aber noch statt, bevor die Welle der Absagen von Branchenevents einsetzte. Einmal mehr waren Geschäftsführer und Vorstände der wichtigsten Systemhäuser und IT-Dienstleister zusammengekommen, um über Trends auf dem ITK-Markt ebenso wie über aktuelle Herausforderungen zu diskutieren.

Beim IT-Executive Summit 2020 waren erneut die Verantwortlichen der wichtigsten Systemhäuser und Dienstleister vertreten.
Beim IT-Executive Summit 2020 waren erneut die Verantwortlichen der wichtigsten Systemhäuser und Dienstleister vertreten. (Bild: Vogel IT-Medien)

Zu diesen Herausforderungen gehört zweifellos die Coronakrise, auf die der Konjunkturforscher Timo Wollmershäuser, Professor am Münchner Ifo Institut, in der Eröffnungs-Keynote „Wie geht es weiter mit der deutschen Wirtschaft?“ einging. Die Pandemie werde deutsche Unternehmen massiv belasten und die konjunkturelle Erholung nach dem derzeitigen Abschwung zeitlich nach hinten verschieben, sagte der Experte. In vergangenen Krisen hat sich nach seinen Worten allerdings gezeigt, dass IT-Dienstleister von den Auswirkungen weit weniger betroffen waren als Unternehmen anderer Branchen. Wollmershäuser rechnet damit, dass das auch diesmal der Fall sein wird.

Digitale Zukunft

„Enabling Future Economy in a Digital Age“, war der diesjährige Summit überschrieben. Mehr als 30 Executives aus dem ITK-Channel kamen am 5. und 6. März zu dem Event, das die Vogel IT-Akademie bereits zum 16. Mal ausrichtete, ins Schlusshotel Kronberg im Taunus. Moderiert wurde die Veranstaltung wie schon im Vorjahr von der Beraterin Nicole Dufft, Partner bei Fibonacci & Friends.

Zinssenkungen könnten die Folgen des Virus‘ nicht therapieren, knüpfte Gunther Schnabl, Professor an der Universität Leipzig, direkt an die Ausführungen Wollmershäusers an. Vielmehr wirke sich eine „anhaltend lockere Geldpolitik“ negativ auf Wirtschaft und Gesellschaft aus, legte der Makroökonom dar. Sie schädige langfristig den Bankensektor und führe zu einer Konzentration von Marktmacht, zu sinkender Produktivität, zu steigenden Vermögenspreisen und letztlich zu einer stärkeren Polarisierung der Gesellschaft.

Näher am Kerngeschäft der Teilnehmer bewegte sich Carlo Velten, CEO bei Crisp Research, mit seinem Vortrag zu „Cloud Native meets the Enterprise“. Der Analyst wies darauf hin, dass derzeit auch der Mittelstand in Technologie investiert, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Die „digitale Resilienz“, die Unternehmen so aufbauen wollen, birgt Potenzial für den Channel. Eine künftige Aufgabe von Systemhäusern sieht Velten darin, die Anwendungen ihrer Kunden mit Hilfe von Container-Technologien zu modernisieren.

Chancen und Risiken

Auf die Chancen, die leistungsabhängige Preismodelle bieten, ging Olaf Plötner, Professor an der European School of Management and Technology in Berlin, ein. Wer diese Chancen nutzen will, muss allerdings die Wertschöpfungsprozesse seiner Kunden verstehen und die Risiken kennen, die darin für ein Output-based Pricing lauern. Um ein zweischneidiges Schwert handelt es sich auch bei Bimodaler IT, wie Daniel Fiebig, Berater bei der Berliner Agentur Torben, Lucie und die Gelbe Gefahr, ausführte. Denn häufig bringen Unternehmen die beiden Stränge, alte und moderne IT, nicht mehr zusammen.

Aus Endkundensicht berichteten Claudia Plattner, CIO bei DB Systel, der ITK-Tochter der Deutschen Bahn, und Anna Biesenthal, CIO und Generalbevollmächtigte bei CG Car-Garantie, einer Beteiligung der Gothaer Versicherung, über die Herausforderungen bei der Digitalen Transformation ihrer Konzernorganisationen.

Sponsoren

Unterstützt wurde der IT-Executive Summit 2020 durch die Hersteller Fujitsu, Hewlett Packard Enterprise, Kaspersky und Lenovo sowie die MRM Distribution, die als Sponsoren auftraten.

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