Nutanix Next 2023 Die Multi-Cloud steht bei Nutanix im Fokus

Von Dr. Jakob Jung 6 min Lesedauer

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Nutanix bietet jetzt Data Services für Kubernetes und Snapshot-Technologien sowie ein zentrales Management für hybride Multi-Cloud-Umgebungen. Mit dem Projekt Beacon stellt der Hersteller Lösungen für die Entwicklung portabler Multi-Cloud-Anwendungen in Aussicht.

Bei der Nutanix Next in Chicago standen Lösungen für die Multi-Cloud im Vordergrund.(Bild:  Nutanix)
Bei der Nutanix Next in Chicago standen Lösungen für die Multi-Cloud im Vordergrund.
(Bild: Nutanix)

Auf der Konferenz „Nutanix Next“ am 9. und 10. Mai in Chicago stellte das Unternehmen die Speicherung von Multi-Clouds mittels Snapshots von Hyperscalern und Kubernetes in den Mittelpunkt. Dafür kündigte das Unternehmen auch neue Funktionen in der Nutanix Cloud Platform an, um leistungsfähigere und sicherere Anwendungen und Daten zu unterstützen - die alle über Nutanix Central verwaltet werden. Nutanix Data Services for Kubernetes (NDK) sollen Kunden die Kontrolle über Cloud-native Anwendungen und Daten in großem Umfang geben.

Nutanix stellt NDK als Teil seiner Nutanix Cloud Infrastructure (NCI) vor und bietet nun Storage, Snapshots und Disaster-Recovery auch in Kubernetes. So soll die Entwicklung containerisierter Anwendungen für Stateful-Arbeitslasten beschleunigt werden. Mit NDK profitieren Kubernetes-Entwickler von Self-Service-Funktionalitäten, um Speicher- und Datendienste zu managen, und die IT-Abteilung von einem transparenten Ressourcenverbrauch inklusive Governance. Zudem ist NDK auch für die Nutzung mit Red Hat OpenShift konzipiert.

Außerdem neu ist die Multicloud Snapshot Technology (MST) für Cloud-übergreifende Datenmobilität. Snapshots sind damit direkt in nativen Cloud-Objektspeichern, beginnend mit AWS S3, und später Microsoft Azure möglich. MST wird diverse Anwendungsszenarien unterstützen, darunter Disaster Recovery und Back-up für containerisierte wie auch virtualisierte Anwendungen, die Fähigkeit, einen Snapshot zu erstellen und diesen sofort in einer beliebigen Umgebung wiederherzustellen, oder Cloud-übergreifende Datenmigration. Dazu kommen unter anderem die Möglichkeit, Daten für Workflows wie Test/Dev zu teilen, sowie die Langzeitarchivierung aus Compliance-Gründen.

Zusätzlich zu diesen neuen Funktionalitäten bietet Nutanix Objects Storage jetzt eine Integration mit Snowflake, dem Data-Cloud-Spezialisten, um Unternehmen die Nutzung der Snowflake Data Cloud und damit die Analyse der Daten direkt auf Nutanix Objects Storage zu ermöglichen. So bleiben die Daten lokal verfügbar, verkürzen sich Markteinführungszeiten und liegen Erkenntnisse aus Analysen schneller vor. Darüber hinaus vereinfacht ein gemeinsamer Namensraum im Objektspeicher den Zugriff auf global verteilte Daten.

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Fokus Multi-Cloud

Außerdem steht das Thema Multi-Cloud ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Verwaltung mehrerer Cloud-Umgebungen ist keine leichte Aufgabe. IT-Administratoren oder ihre externen Dienstleister müssen auf jeden Cloud-Anbieter über ein anderes Portal zugreifen. Das kostet nicht nur Zeit, sondern erhöht auch die Sicherheitsrisiken und die Kosten.

Wir sind ein völlig anderes Unternehmen als noch vor zwei Jahren.

Rajiv Ramaswami, Chief Executive Officer, Nutanix

Der Hersteller will diese Probleme mit Nutanix Central lösen. Zu den Funktionen gehören ein föderiertes Identitäts- und Zugriffsmanagement, ein globales Flottenmanagement sowie globale Projekte und Kategorien. Nutanix Central ist eine Cloud-Lösung, die eine einzige Konsole für die Transparenz, Überwachung und Verwaltung von Public Cloud-, On-Premises-, gehosteten oder Edge-Infrastrukturen bietet.

Damit wird das universelle Cloud-Betriebsmodell der Nutanix Cloud Platform erweitert, um Silos aufzubrechen und die konsistente Verwaltung von Anwendungen und Daten überall zu vereinfachen. Das Unternehmen sagt, dass die meisten Unternehmen heute mit der Komplexität der Verwaltung einer zunehmenden Anzahl von Umgebungen in den Bereichen On-Premises, Public Cloud und Edge zu kämpfen haben, was zu Verwaltungssilos, Kosten und Sicherheitsrisiken führt.

Dies bedeutet, dass ein konsistentes Management über alle Endpunkte hinweg, integrierte Sicherheit, Self-Service und On-Demand-Ressourcen, Governance und vollständige eine Lizenzportabilität erreicht werden müssen, damit Kunden Anwendungen und Daten überall ausführen können. Nutanix Central zielt somit darauf ab, die Verwaltung auf einer großen, föderierten Skala über Endpunkte hinweg zu vereinfachen.

„Die Realität für die meisten Unternehmenskunden ist heute, dass sie eine große Anzahl von Anwendungen in verschiedenen Umgebungen verwalten. Dies führt zu erheblichen Management-Herausforderungen, die mit der Zunahme hybrider Multi-Cloud-Implementierungen nur noch zunehmen werden“, sagt Thomas Cornely, SVP of Product Management bei Nutanix. „Mit Nutanix Central werden wir unsere hybride Multi-Cloud-Plattform erweitern, um ein wirklich universelles Cloud-Betriebsmodell zu liefern, das ein konsistentes Management über öffentliche Clouds, On-Premises, gehostete und Edge-Umgebungen hinweg ermöglicht.“

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Nutanix Central bietet ein einheitliches Management und Reporting der gesamten Nutanix-Umgebung, die über private, öffentliche und Edge-Clouds verteilt ist, an einem einzigen Ort.

Skalierbarkeit per Selbstbedienung

Nutanix Central wird auch Anwendungsfälle mit mehreren Domänen unterstützen, darunter föderiertes Identitäts- und Zugriffsmanagement (IAM), globale Projekte und Kategorien sowie globales Flottenmanagement, so dass IT-Teams eine skalierbare Self-Service-Infrastruktur bereitstellen und gleichzeitig die Kontrolle über Governance und Sicherheit behalten können.

Über das Nutanix Central Dashboard können Kunden auf Metriken auf Domain- und Clusterebene zugreifen, einschließlich Kapazitätsauslastung und zusammenfassende Alarmstatistiken, um einen schnellen Überblick über den Zustand jeder Domain zu erhalten. Diese Funktionalität ermöglicht auch eine nahtlose Navigation zu einzelnen Domains, basierend auf der rollenbasierten Zugriffskontrolle (RBAC) der einzelnen Benutzer, über alle registrierten Domains hinweg.

Darüber hinaus werden Kunden in der Lage sein, Nutanix-Lösungen und interoperable Partnerlösungen zu entdecken, einzusetzen und zu verwalten. Nutanix Central wird den Kunden als Teil ihrer Nutanix Cloud Infrastructure (NCI) Lizenz zur Verfügung stehen.

Universelles Cloud-Betriebsmodell

Unternehmen, die mit der Verwaltung von Anwendungen und Daten in verschiedenen Umgebungen zu kämpfen haben, darunter mehrere öffentliche Clouds, On-Premises, gehostete Rechenzentren und Edge-Endpunkte, werden von Nutanix Central und einem universellen Cloud-Betriebsmodell profitieren.

Ein Unternehmen mit gehosteten Rechenzentren an mehreren Standorten und verschiedenen Public-Cloud-Anbietern in verschiedenen Regionen kann beispielsweise ein zentralisiertes Governance- und Sicherheitsprogramm aktivieren. Auch Einzelhändler mit einer großen Anzahl von Filialen würden von einer einzigen Steuerungsebene zur Verwaltung der Edge-Standorte profitieren.

Project Beacon

Das neu angekündigt Project Beacon ist derzeit noch Zukunftsmusik und wird wohl erst in einigen Jahren marktreif sein. Ziel ist ein Portfolio an datenzentrierten Platform-as-a-Service (PaaS)-Diensten, die sich überall zur Verfügung stellen lassen – auf Nutanix-Systemen ebenso wie in nativen Public-Cloud-Umgebungen. So soll die Art und Weise, wie datenzentrierte Plattformdienste entwickelt und den Kunden zur Verfügung gestellt werden, neu gestaltet werden. Die Vision dieses mehrjährigen Projekts ist es, diese Datendienste von der zugrundeliegenden Infrastruktur, auf der sie laufen, zu entkoppeln und so eine echte Anwendungsportabilität zu ermöglichen.

Durch die Entkopplung von Anwendungen und ihren Daten von der zugrundeliegenden Infrastruktur will Project Beacon Entwicklungsteams in die Lage versetzen, Applikationen nur einmal zu schreiben und überall zu betreiben.

Die ersten Bemühungen werden sich darauf konzentrieren, Nutanix Database Service als Database-as-a-Service-Angebot nativ in jeder der öffentlichen Clouds verfügbar zu machen, leicht über Cloud-Marktplätze zugänglich zu machen und auf der öffentlichen Cloud-Infrastruktur laufen zu lassen. Danach plant Nutanix, das Angebot auf andere Datenservices wie Daten-Streaming, Messaging, Caching und KI/ML auszuweiten.

„Project Beacon ist unsere Vision, Entwicklungsteams zu ermöglichen, Anwendungen nur einmal zu schreiben und überall zu betreiben. Zu diesem Zweck wollen wir datengesteuerte PaaS-Dienste liefern, die nicht mehr länger an einen einzigen Infrastrukturanbieter gebunden sind“, so Rajiv Ramaswami, President und CEO von Nutanix. „Wir hoffen, dass die Unternehmen dadurch die Vorteile der hybriden Multi-Cloud voll ausschöpfen können – nicht nur auf Infrastrukturebene, sondern auch auf der Ebene der Anwendungsdaten.“

Channel im Fokus

Von den Partnern fordert Christian Goffi, VP Americas Channel Sales bei Nutanix, mehr Engagement. „Wir müssen besser werden im Renewal-Geschäft. Es dauert zu lange, bis Abos verlängert werden. Wir müssen die Transparenz für uns selbst und unsere Partner erhöhen.“ Dieser und andere Schwachpunkte sollen mit einem erneuerten Partnerprogramm unter dem Schlagwort „Channel-Powered Selling“ adressiert werden, das zum Beginn des nächsten Fiskaljahres im August 2023 an den Start gebracht werden soll.

„Es ist unverzichtbar, dass wir auf das Renewal-Geschäft stärkeres Gewicht legen und ebenso auf die Gewinnung von Neukunden. Dazu müssen wir unsere Partner stärker einbeziehen und besser zusammenarbeiten“, so Goffi. Ein neues Dashboard soll einen besseren Überblick schaffen, wann Abos auslaufen und wann Partner sich für einen Verlängerung einsetzen sollten.

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