Dynabook: Marktentwicklung und Partnerprogramm Die Marke Dynabook muss bekannter werden

Von Klaus Länger

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Der Markt für Notebooks ist rückläufig. Dynabook reagiert mit einem stärkeren Fokus auf das gehobene Marktsegment und den SMB-Sektor. Zu den Maßnahmen zählen Feintuning am Partnerprogramm und das Steigern der Bekanntheit der Marke bei den Endkunden.

Unter den Endkunden im SMB-Sektor ist Dynabook als Marke immer noch zu wenig bekannt. Diesem Umstand will der Hersteller gemeinsam mit dem Channel abhelfen.
Unter den Endkunden im SMB-Sektor ist Dynabook als Marke immer noch zu wenig bekannt. Diesem Umstand will der Hersteller gemeinsam mit dem Channel abhelfen.
(Bild: Farknot Architect - stock.adobe.com / Dynabook)

Die Nachfrage nach Notebooks ist derzeit rückläufig: Das haben die Marktforscher von Gartner festgestellt und das bestätigt auch Dietrich Büchner, DACH-Chef von Dynabook. Allerdings leiden vor allem der Consumer-Markt und der für günstige Business-Notebooks unter einem inzwischen wieder hohem Angebot und einem Preiskampf einiger Anbieter. Dynabook legt den Fokus daher auf das Mainstream- und Premium-Segment. „Dort sind wir grundsätzlich besser aufgestellt und haben auch bessere Möglichkeiten”, bekräftigt Büchner und verweist auf konkurrenzfähige Preise im Premium-Bereich. Dabei hat Büchner vor allem Endkunden im SMB-Sektor im Auge. Dort ist Dynabook als kleinerer Hersteller besser aufgehoben, als im Ringen um Ausschreibungen für große Stückzahlen für Großunternehmen oder öffentliche Auftraggeber. Bei Kunden im Mittelstand ist Dynabook beweglicher als die Branchenriesen „und sammelt damit Pluspunkte.” Ein Beispiel für die Flexibilität ist die Option, schnelle CPUs wie Intel Core i5 oder AMD Ryzen 5 auch in Entry-Notebooks einzusetzen.

Dietrich Büchner, Business Unit Director bei Dynabook Europe.
Dietrich Büchner, Business Unit Director bei Dynabook Europe.
(Bild: Dynabook)

Dynabook bekannter machen

Potenzielle SMB-Kunden spricht Dynabook inzwischen mit eigenen Leuten an, um so mit dem Generieren von Leads dem Channel unter die Arme zu greifen. Denn Büchner ist bewusst, dass Dynabook als Marke hier bei vielen Menschen noch nicht so gut verankert ist. „Dynabook: kann ich nichts mit anfangen. Ach Toshiba, ja klar, kenn ich” beschreibt der DACH-Chef den Verlauf vieler Gespräche mit Endkunden. Daher weist Dynabook nun explizit darauf hin, dass es aus der ehemaligen PC-Division von Toshiba entstanden ist und deren Tradition weiterführt.

Im Channel ist Dynabook als Marke dagegen inzwischen sehr gut bekannt, und zwar auch bei nicht als Partnern registrierten Händlern. Das Thema Sicherheit ist ein Pfund, mit dem Dynabook bei Partnern und Kunden wuchern will. Denn gerade der Mittelstand leide schwer unter den hohen Schadenssummen als Folge von Cyber-Angriffen. „Deswegen liegt unser Fokus bei Dynabook verstärkt auf Technologien und Produkten mit umfassenden und modernsten Sicherheitsaspekten, die vor aktuellen und künftigen Bedrohungen schützen. Dynabook versteht sich hier als starker und verlässlicher Partner, der gemeinsam mit den Unternehmen im Kampf gegen Cyberkriminalität an einem Strang zieht”, sagt Büchner und verweist auf Produkte wie den Dynabook Mobile Secure Client (DMSC) oder die aktuellen Portégé-Modelle. Der seit Juli erhältliche mobile Thin Client für VDI-Infrastrukturen arbeitet mit einem verschlüsselten Windows-IoT-Betriebssystem und einem Authentifizierungsserver, um unzulässige Zugriffe zu unterbinden. Die Portégé-Serien X30, X30W, X40 und der neue X40L-K sind als Microsoft Secured-Core-PCs klassifiziert, die vor Angriffen auf Firmware-Ebene beim Boot-Vorgang geschützt sind.

Finetuning für das Partnerprogramm

Eine weitere Hilfe für die Partner ist eine Anpassung des Partnerprogramms, die Büchner als „Finetuning” beschreibt. Bereits aktiv ist eine Preisstaffel abhängig vom Partnerstatus. Loyale Partner können so Premium- und Mainstream ab dem ersten Gerät zu günstigeren Konditionen einkaufen. Hier hat der Hersteller sogenannte „Preislistenmaschinen” generiert, also besonders häufig nachgefragte Standardkonfigurationen, die immer in ausreichender Menge verfügbar sind. So kann der Partner die Rechner in kürzester Zeit an die Kunden liefern. Generell ist die Verfügbarkeit bei BTO-Notebooks mit „exotischer Konfiguration” noch angespannt, nicht zuletzt durch den Wegfall der Bahn als Transportmittel, aber generell besser geworden. Hier ist aber auch der Channel gefragt, der rechtzeitig Informationen liefern sollte, um dem Hersteller die Planung zu erleichtern.

Ab Oktober kommt ein überarbeitetes Bonusprogramm für die Partner: Laut Büchner werden neben Platin- auch Goldpartner in den Genuss eines Backend-Bonus kommen. Zusätzlich ist ein „Booster” beim Erreichen der gemeinsamen Ziele geplant. Letztlich will Dynabook durch das attraktivere Partnerprogramm natürlich auch neue Partner gewinnen. Mit kleinen Roadshows in den Regionen, der DACH-Chef nennt sie „Stammtische”, will der Hersteller die Partner über das neue Programm und die Produkte informieren. Zudem will der Hersteller bei den Veranstaltungen Feedback von den Partnern einholen, um zu erfahren, wo diese noch Optimierungspotenzial sehen. Der erste dieser Stammtische ist schon für Ende September geplant.

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Nachdruck und Synergien im Lösungsgeschäft

Das Lösungsgeschäft mit Produkten wie dem DMSC oder dem Dynaedge-Rechnern unterstützt Dynabook durch ein zusätzliches Team. Büchner verweist darauf, dass die kleinen und robusten Dynaedge-PCs inzwischen nicht nur im Zusammenspiel mit einer Datenbrille zum Einsatz kommen, etwa für den Remote-Support am Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana, sondern auch für andere Felder wie Digital Signage genutzt wird. Hier dient er in Projekten als Zuspieler für Großformatdisplays von Sharp und NEC. Dynabook und Sharp/NEC gehören beide zur Sharp-Familie mit Foxconn als Mutterkonzern im Hintergrund. Zukünftig sollen Synergien innerhalb der Familie auf europäischer Ebene intensiver genutzt werden, um die Position beider Marken zu stärken.

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