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5G-Geräte und -Tarife verfügbar

Deutsche Telekom startet mit 5G-Vermarktung

| Autor: Sarah Böttcher

Dirk Wössner, Vorstand der Telekom Deutschland, erläuterte bei der 5G-Pressekonferenz das weitere Vorgehen des Telekommunikationskonzerns.
Dirk Wössner, Vorstand der Telekom Deutschland, erläuterte bei der 5G-Pressekonferenz das weitere Vorgehen des Telekommunikationskonzerns. (Bild: Deutsche Telekom)

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Trotz zahlreicher offener Fragen startet die Deutsche Telekom mit ersten Geräten und Tarifen mit der Vermarktung sowie dem Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G. Großes Potenzial sieht der TK-Konzern nicht nur für die industrielle Nutzung, sondern auch für Privatkunden.

Nur drei Wochen nach dem Ende der längsten und teuersten Frequenzauktion in Deutschland, hat die Deutsche Telekom, als erster deutscher Netzbetreiber, mit der kommerziellen 5G-Vermarktung begonnen. „Mit der Frequenzauktion haben wir das Ticket für die 5G-Zukunft gelöst. Nun wollen wir 5G möglichst schnell auf die Straße, zu unseren Kunden, bringen. Es ist unser Anspruch, immer das beste Netz zu haben – das gilt auch für 5G“, betont Dirk Wössner, Vorstand der Telekom Deutschland.

Bis Jahresende sollen rund 300 5G-Antennen an mehr als 100 Standorten gebaut und in Betrieb genommen werden. Der Ausbau startet in sechs deutschen Städten: Zunächst in Berlin und Bonn, dann folgen Darmstadt, Hamburg, Leipzig und München. Zu Beginn wird 5G allerdings nur lokal begrenzt verfügbar sein. In den nächsten 18 Monaten sollen die 20 größten Städte Deutschlands mit 5G angebunden werden. Erst dann wird der Telekommunikationsriese das Netz sukzessive in weniger dicht besiedelte Gebiete ausweiten.

Fehlende Rahmenbedingungen

Dem 5G-Ausbau stehen jedoch noch einige offene Fragen im Weg: „Wir brauchen klare Rahmenbedingungen und Pragmatismus auf Seiten der Behörden. Besonders bei Fragen zu regionalem Spektrum, lokalem Roaming, der Verwendung der Auktionserlöse sowie den Genehmigungsverfahren, die in Deutschland zu lange dauern.“

Der LTE-Ausbau soll nicht unter der Forcierung von 5G leiden. Laut eigenen Angaben wird die Telekom allein dieses Jahr etwas 2.000 Mobilfunkstandorte aufbauen, mit dem Ziel, vor allem die Funklöcher im ländlichen Raum zu schließen.

5G-Geräte und -Tarife verfügbar

Erstanwender können ab sofort 5G-Geräte und -Tarife der Deutschen Telekom beziehen. Das erste 5G-Smartphone der Telekom ist das Samsung Galaxy S10 5G. Es ist ab sofort in den Telekom-Shops verfügbar. Das S10 5G kostet im Tarif Magenta Mobil XL Special 899,95 Euro. Auf Wunsch können Kunden ihr altes Smartphone für 200 Euro in Zahlung geben. Zusätzlich lobt die Telekom noch einem Frühstarter-Vorteil in Höhe von 100 Euro aus. Der neue Unlimited Tarif bietet für 84,95 Euro im Monat unbegrenztes Surfen. Kunden nutzen das LTE-Netz der Telekom und zukünftig 5G. Die Freischaltung für 5G erfolgt automatisch.

Der HTC 5G Hub funktioniert wie ein tragbarer Hotspot und kann bis zu 20 Geräte parallel mit dem Netz verbinden. Die Spitzengeschwindigkeit pro Anwender soll je nach verwendeter Technik bis zu 1 GBit/s betragen. Als Betriebssystem wurde Android aufgespielt. Das Gerät kostet 555,55 Euro im Tarif Magenta Mobil Speedbox XL und ist ab sofort erhältlich. Beim dazugehörigen Tarif handelt es sich um den ersten reine Datentarif mit unbegrenztem Datenvolumen, zukünftig auch für 5G. Er kostet monatlich 74,95 Euro.

Im Endkundengeschäft sieht der Konzern vor allem den Unterhaltungs-Sektor (Gaming, VR, etc.) als Umsatzbringer. Laut Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden bei Telekom Deutschland, wird, „aufbauend auf 5G, eine andere Dimension der multimedialen Nutzung, eine neue Art von Entertainment kommen.“

Zusammenarbeit mit Industrie und Startups

Zum einen arbeitet die Telekom aktuell mit Industrieunternehmen, wie dem Beleuchtungshersteller Osram oder dem Automobilzulieferer ZF, zusammen, um den Netzausbau dem konkreten Bedarf der Geschäftskunden anzupassen. Zum anderen steht der Konzern in Gesprächen mit einigen Startups, die sich unter anderem auf 5G-Technologien für den Unterhaltungs-Sektor spezialisiert haben.

Die Telekom gilt – mit 13 Frequenzblöcken für 2,17 Milliarden Euro – als klarer Gewinner der Frequenzauktion. Trotzdem sei das Unternehmen auf die Zusammenarbeit – nicht nur aufgrund der Forderungen der Bundesnetzagentur – mit den Wettbewerbern angewiesen. So äußerte sich der Telekom-Vorstand deutlich für eine Zusammenarbeit mit den Konkurrenten. Nur mit diesen würde die 5G-Abdeckung Deutschlands voranschreiten.

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