Prognose von Canalys Der Cybersecurity-Markt wächst um 13 Prozent

Von Michael Hase

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Die Ausgaben für Produkte und Services zum Schutz von ITK-Systemen werden sich 2023 weltweit um 13,2 Prozent erhöhen, prognostiziert Canalys. Der stärkste Zuwachs entfällt demnach auf Dienstleistungen, die fast zwei Drittel des Cybersecurity-Markts ausmachen.

Die Nachfrage nach Security-Produkten und -Dienstleistungen steigt wegen der anhaltend hohen Bedrohungslage weiter an.
Die Nachfrage nach Security-Produkten und -Dienstleistungen steigt wegen der anhaltend hohen Bedrohungslage weiter an.
(Bild: ©kras99 - stock.adobe.com)

Cybersecurity zählt seit Jahren zu den schnellst wachsenden Segmenten des ITK-Markts. Daran wird sich auch 2023 nichts ändern, wie die Experten des britischen Marktforschungsunternehmens Canalys prognostizieren. Demnach werden die weltweiten Ausgaben für den Schutz von ITK-Systemen, Netzwerken und Daten weltweit ein Volumen von 223,8 Milliarden Dollar erreichen, was einem Zuwachs um 13,2 Prozent gegenüber 2022 entspricht. Davon wird nicht zuletzt der Channel profitieren. Denn mehr als 90 Prozent des Security-Geschäfts wird den Analysten zufolge über die Vertriebspartner der Anbieter abgewickelt.

Das stärkste Marktwachstum wird nach Erwartung von Canalys auf Dienstleistungen entfallen. Dafür werden Unternehmen und die öffentliche Hand in diesem Jahr weltweit 14,1 Prozent mehr Geld, in Summe 144,3 Milliarden Dollar, ausgeben. Zu den Leistungen zählen Beratung, Outsourcing, Bereitstellung, Integration, Wartung und Managed Services. Unterm Strich werden Services fast zwei Drittel (64,5 %) des gesamten Markts ausmachen. Die Investitionen in Security-Produkte werden sich 2023 um 11,7 Prozent auf 79,5 Milliarden Dollar erhöhen.

Wegen der anhaltend hohen Bedrohungslage besitzt Cybersecurity für Unternehmen weiterhin höchste Priorität. Allerdings steigt laut Canalys der Druck auf Budgetverantwortliche, die Ausgaben zu überprüfen und sich auf die dringendsten Sicherheitsanforderungen zu konzentrieren. Daher rechnen die Marktexperten damit, dass zwar Konzerne und Regierungsbehörden die Investitionen in ihre IT-Sicherheit erhöhen, dass aber kleinere Unternehmen ihre Ausgaben angesichts der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage zurückfahren werden.

Missbrauch von KI-Modellen

Budgetkürzungen hält Matthew Ball, Chief Analyst bei Canalys, jedoch für den falschen Weg: „Unternehmen haben bereits jetzt Schwierigkeiten, mit den aktuellen Bedrohungen umzugehen, und können es sich nicht leisten, ihre Ausgaben zu kürzen, da sie dadurch noch verwundbarer werden.“ Stattdessen sollten sie enger mit ihren Betreuern aus dem Channel zusammenarbeiten, um die finanziellen Mittel intelligenter einzusetzen. Das sei umso notwendiger, als sich die Bedrohungslage nach Einschätzung Balls noch verschärfen wird. „Das Aufkommen und der Missbrauch generativer KI-Modelle wie ChatGPT wird das Risiko im Jahr 2023 auf eine andere Ebene heben." Damit werde es Kriminellen möglich, bösartigen Code in industriellem Maßstab zu erstellen und die Häufigkeit und Reichweite von Angriffen zu erhöhen.

Derweil passen Unternehmen ihre Security-Strategie an die sich verschärfende Bedrohungslage an, „um ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen“, wie Srikara Upadhyaya, Research Analyst bei Canalys, beobachtet. Dabei liege ein Schwerpunkt auf der Implementierung von Zero-Trust-Architekturen. Damit zielten Sicherheitsverantwortliche darauf ab, Schwachstellen zu beheben, die seit Beginn der Pandemie von Hackern erfolgreich ausgenutzt wurden. Dieser Trend werde „zu mehr Beratungsaufträgen für Channel-Partner führen und Möglichkeiten für den Einsatz und die Integration mehrerer Produkte verschiedener Anbieter schaffen“. Zugleich werden Unternehmen laut Upadhyaya vermehrt Managed Security Services beziehen, um die betriebliche Komplexität zu reduzieren.

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