Angetestet: HP Envy Move Der All-in-One-PC zum mitnehmen im Hands-on-Test

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Der Envy Move von HP soll die Vorteile von Desktop-PC und Notebook in einem Gerät vereinen: großes Display und separate Tastatur einerseits, Portabilität und Flexibilität beim Einsatz andererseits. Im Hands-on-Test klären wir, ob der 24-Zoll- All-in-One-PC mit integriertem Akku diesen Spagat auch schafft.

Der 23,8 Zoll große Touchscreen im HP Envy Move stellt 2.560 x 1.440 Bildpunkte dar. Darunter sitzen hinter der Stoffabdeckung zwei B&O-Lautsprecher.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Der 23,8 Zoll große Touchscreen im HP Envy Move stellt 2.560 x 1.440 Bildpunkte dar. Darunter sitzen hinter der Stoffabdeckung zwei B&O-Lautsprecher.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Viele Anwender haben in ihrer Wohnung keinen festen PC-Arbeitsplatz oder ziehen vielleicht auch einen mobilen Rechner vor. Ihnen blieb bisher eigentlich nur ein Notebook als Möglichkeit, auch wenn sie es gar nicht wirklich mobil einsetzen. Damit müssen sie selbst bei einem 17,3-Zöller mit einem relativ kleinen Display auskommen und müssen eine flexibel nutzbare separate kabellose Tastatur als Zusatzgerät erwerben. Diese wohl gar nicht so kleine Nische des PC-Markts will HP mit dem All-in-One-Rechner Envy Move ausfüllen. Der Rechner mit integriertem 23,8-Zoll-Touchscreen basiert auf Notebook-Tech­nologie, verfügt über einen eingebauten Akku und lässt sich mit einem Gewicht von 4,1 kg und einem ergonomischen Klappgriff gut transportieren. Raffiniert sind die beiden Standfüße, die durch eine clevere Federmechanik automatisch einklappen, wenn man den Rechner anhebt, und wieder ausklappen, wenn man ihn abstellt.

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Notebookhardware hinter dem Display

Unser Testgerät zählt zur gehobenen Ausstattungsvariante für 1.299 Euro mit Intel Core i5-1335U, 16 GB DDR4-4800 und einer 512 GB großen SSD. Letztere ist eine WD SN740 im M.2-2280-Format mit TLC-NAND und PCIe-Gen4-Interface. Der Prozessor bietet zwei P- sowie 8 E-Cores und damit eine gute Anwendungsperformance mit 4.629 Punkten im PCMark 10 Extended. Die CPU ist mit ihrer integrierten Iris-Xe-GPU auch für die Grafik zuständig. Für ältere oder grafisch weniger aufwendige Spiele reicht die 3D-Leistung aus, wie die 12.886 Punkte im 3DMark Night Raid belegen. Wenn andere Spiele gefragt sind, dann kann das Display im Envy Move mittels des HDMI-Eingangs auf der rechten Seite des Gehäuses auch als Monitor für eine Spielekonsole verwendet werden. Über der Buchse sitzt eine Taste für die Wahl der Signalquelle. Alternativ man kann Cloud-Gaming-Lösungen wie Nvidia Geforce Now nutzen. Dieser kostenpflichtige Dienst ist auch über den Omen Gaming Hub nutzbar, erfordert aber eine separate Anmeldung.

Toller Sound aber wenige Schnittstellen

Das von HP verwendete IPS-Panel liefert eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel und bis zu 75 Hz Bildwiederholrate. Unter dem Display sind hinter einer Abdeckung aus Stoff zwei B&O-Laut­sprecher mit 5 Watt Leistung untergebracht. Sie sorgen für einen druckvollen Sound, bei dem lediglich etwas die Bässe fehlen. Über dem Panel ist eine mittels Schieber verschließbare 5-MP-Webcam mit IR-­Sensor eingebaut, die eine schnelle Anmeldung mittels Windows Hello erlaubt. Für Videokonferenzen ist der Envy Move also gut gerüstet. Die einzige Netzwerkschnittstelle ist eine Wi-Fi-6E-Karte mit Realtek-RTL8852CE-Chip, die zusätzlich Bluetooth 5.3 unterstützt. Etwas mager ist die Schnittstellenausstattung. Hier bietet der Rechner nur eine USB-C- und eine USB-A-Schnittstelle, beide mit USB 3.2 Gen2 und damit 10 Gbps Datenrate. Über USB-C kann auch ein weiterer Monitor am Rechner angeschlossen werden.

Zum Lieferumfang des Envy Move gehört ein kompaktes Bluetooth-Keyboard, bei dem rechts neben dem Tastenfeld ein sehr großes Touchpad sitzt. So kann man den All-in-One-PC auch aus der Entfernung bedienen, etwa beim Video-Streaming. Praktisch: Eine Netztasche auf der Rück­seite des Rechners bietet beim Transport Platz für das Keyboard und USB-Sticks.

Die große Besonderheit beim Envy Move ist der 83-Wh-Akku, der eine flexible Nutzung ohne Steckdose ermöglicht. Bedingt durch das große und helle Display ist die Akkulaufzeit natürlich geringer als bei einem Notebook mit gleicher CPU. Aber die vier Stunden Laufzeit im PC Mark10 Office-Benchmark reichen in der Praxis für Heimanwender vollkommen aus. Zudem bleibt der unter Windows 11 Home laufende Rechner im Betrieb angenehm leise. Die Software MyHP bündelt Tools und Optionen für die Systemanpassung für Heimnanwender.

Praktischer und schicker Rechner für Anwender ohne festen PC-Arbeitsplatz

Unser Fazit aus dem Hands-on-Test: HP hat es mit dem Envy Move tatsächlich geschafft, einen flexibel und portablen All-in-One-PC für Heimanwender zu entwickeln, der trotzdem ein großes Display und einen guten Sound bietet. Die Leistung für Homeoffice- und Multimedia-Anwendungen ist gut, die Akkulaufzeit für die typische Nutzung absolut ausreichend. Spielen geht aber auf dem Envy Move mit seiner integrierten Grafik nur eingeschränkt. Mehr Schnittstellen und Thunderbolt 4 wären schön gewesen.

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