Angetestet: Microsoft Surface Laptop Go 3 Das kleine Microsoft-Notebook wird erwachsen

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Microsoft stattet das Surface Laptop Go in der dritten Generation mit einem stärkeren Alder-Lake-Prozessor von Intel aus. Wir haben uns das 12,4 Zoll große Einstiegsmodell im Hands-on-Test angesehen, und festgestellt, dass das kleine Surface erwachsen geworden ist.

Das kompakte Microsoft Surface Laptop Go 3 bringt 1,13 kg auf die Waage. Wir hatten die gehobene Ausstattungvariante mit 16 GB RAM im Hands-on-Test.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Das kompakte Microsoft Surface Laptop Go 3 bringt 1,13 kg auf die Waage. Wir hatten die gehobene Ausstattungvariante mit 16 GB RAM im Hands-on-Test.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Mit seinem 12,4-Zoll-Display und einem Gewicht von 1,13 kg ist das Surface Laptop 3 das kleinste unter den klassischen Notebooks und Convertibles von Microsoft. Mit einem Preis ab 899 Euro ist es auch das günstigste, wobei der Preis im Vergleich zu Geräten ähnlicher Größe anderer Hersteller hoch erscheint. Im Hands-on-Test wollten wir daher klären, ob der kleine Mobilrechner sein Geld wert ist.

Während in der zweiten Generation des Surface Laptop Go ein Intel Core i5-1135G7 mit vier Kernen aus der Tiger-Lake-Generation für Rechenleistung und Grafik zuständig war, ist es nun ein Core i5-1235U aus der Alder-Lake-Familie. Dieser wartet mit insgesamt zehn Kernen auf; zwei davon sind schnelle P-Cores mit Hyperthreading, die anderen acht sind sparsamere E-Cores mit geringerer Leistung. Aktuell wäre zwar der Core i5-1335U, aber die Unterschiede sind mit einer minimal höheren Taktrate und dem zusätzlichen Deep Learning Boost gering. Letzterer spielt bei typischen Notebook-Anwendungen keine Rolle.

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Ordentliche Leistung für typische Office-Anwendungen

Mit 3.914 Punkten im Anwendungsbenchmark PCMark 10 liefert der kleine Mobilcomputer eine durchaus erwachsene Leistung ab. Dazu trägt auch der 16 Gigabyte große DDR5-Arbeitsspeicher im Testgerät seinen Teil bei. Damit ausgestattet ist das Notebook allerdings mit 1.149 Euro ein gutes Stück teurer. Die 256 Gigabyte große SSD ist im Gegensatz zum RAM nicht aufgelötet, sondern gesteckt. Microsoft verwendet eine M.2-2230-SSD der BG5-Serie von Kioxia. Die DRAM-lose SSD mit PCIe-Gen4-Interface schafft im Test 3.300 MB/s beim sequenziellen Lesen.

Für die Grafik zeichnet die im Prozessor integrierte Xe-GPU mit 80 Ausführungseinheiten verantwortlich. Sie füttert das 12,4 Zoll große Touch-Display mit der unüblichen Auflösung von 1.536 x 1.024 Pixel. Trotz der niedrigen horizontalen Auflösung ist das 3:2-Display subjektiv sehr gut. Laut Microsoft ist das PixelSense-Panel individuell kalibriert und bis zu 320 cd/m² hell. Entspiegelt ist es allerdings nicht und damit unter freiem Himmel nur eingeschränkt ablesbar.

Der dünne Rahmen über dem Display lässt nur Platz für eine winzige Kamera mit HD-Auflösung, die aber ein brauchbares Bild liefert, wenn es nicht zu dunkel im Raum ist. Die unter dem Keyboard verborgenen Lautsprecher sind für ein so kleines Notebook erstaunlich gut, selbst bei der Bass-Wiedergabe. Dank großer Tasten mit angenehmen Druckpunkt und Tastenhub gefällt auch die Tastatur. Allerdings fehlt eine Hintergrundbeleuchtung. Das Touchpad ist präzise und mit einer angenehmen Oberfläche ausgestattet.

Im Gehäuse sitzt ein 41 Wh starker Akku, der im Test für eine gute Laufzeit von 9,3 Stunden sorgt. Für die Stromversorgung ist ein kleines Netzteil mit Surface-Connect-Anschluss zuständig. Der magnetische Konnektor kann auch für eine Microsoft-Docking-Station genutzt werden. Ansonsten bietet das kleine Notebook nur eine USB-Typ-A-Buchse und einen Typ-C-Anschluss, der auch als DisplayPort und Ladebuchse fungieren kann. Thunderbolt gibt es nicht. Der Prozessorlüfter ist nur aktiv, wenn das Gerät mit sehr hoher Last arbeitet. Ansonsten arbeitet das Surface lautlos.

Während die Surface-Rechner früher zu den Geräten zählten, bei denen das Gehäuse verklebt und praktisch alle Komponenten einschließlich der SSD verlötet waren, lässt sich das Surface Laptop 3 nun besser warten oder aufrüsten. Als WLAN-Adapter für Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2 setzt Microsoft den Intel AX201 allerdings in einer mit dem Mainboard verlöteten Variante ein. Für Reparaturen, den Tausch der SSD oder des Akkus bietet Microsoft ein detailliertes Service-Handbuch mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen an. Allerdings sitzen die Schrauben, mit denen die Unterseite des Gehäuses befestigt sind, unter zwei Gummileisten, die sich nicht entfernen lassen, ohne dabei beschädigt zu werden. Sie müssen also als Ersatzteil besorgt werden.

Hoher Preis für die gebotene Ausstattung

Mit einem Preis von 1.149 Euro ist das Surface Laptop 3 für ein Gerät der Einsteigerklasse sehr kostspielig, aber das ist man von Microsoft-Geräten gewohnt. Dafür ist der Rechner sehr kompakt und mit 1,13 Kilogramm auch leicht. Zudem ist das kleine Surface ausgesprochen schick, in verschiedenen Farbvarianten erhältlich und mit dem Alder-Lake-U-Prozessor sowie 16 Gigabyte RAM für den normalen Office- oder Homeoffice-Einsatz auch recht flott. Die Akkulaufzeit reicht für einen kompletten Arbeitstag gut aus. Die vom Hersteller versprochenen 15 Stunden werden aber nicht erreicht. Das kleine Display ist trotz der nominell niedrigen Auflösung erstaunlich gut, Keyboard und Touchpad überzeugen bei der Bedienung ebenfalls.

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Schwer verständlich bleibt, dass bei dieser Preisklasse eine Hintergrundbeleuchtung für das Keyboard oder ein Thunderbolt-4-Anschluss fehlen.

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