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#ITfightsCorona Covid-19 und die veränderte Arbeitssituation

Autor: Heidemarie Schuster

Netigate, Anbieter für Online-Umfragen und Feedback-Management, hat Arbeitnehmer zu ihrer „Arbeitssituation in Zeiten der COVID-19-Pandemie“ befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass über die Hälfte der deutschen Angestellten weiterhin an ihrem gewohnten Arbeitsplatz im Büro arbeiten.

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Trotz der Corona-Pandemie arbeitet über die Hälfte der Angestellten noch im Büro.
Trotz der Corona-Pandemie arbeitet über die Hälfte der Angestellten noch im Büro.
(Bild: vegefox.com - stock.adobe.com)

Obwohl die Bundesregierung empfohlen hat, dass Personen, die von zuhause aus arbeiten können, dies wegen der Corona-Pandemie auch tun sollten, gehen der Netigate-Umfrage „Arbeitssituation in Zeiten der COVID-19-Pandemie“ zufolge 54 Prozent der deutschen Angestellten wie gewohnt ins Büro. Lediglich 27 Prozent der Befragten gaben an, vom Homeoffice aus zu arbeiten und 19 Prozent sind derzeit sowohl von zuhause als auch vom Büro tätig.

Die aktuelle Arbeitssituation

Unabhängig davon, von wo aus gearbeitet wird, fühlen sich die Arbeitnehmer in Deutschland, mit Blick auf ihre aktuelle Arbeitssituation, gut aufgestellt. So gaben 87 Prozent an, ihre Arbeitsaufgaben während der Krise genau zu kennen. Nur 11 Prozent fühlen sich nicht ausreichend über die aktuellen Abläufe in ihrer Organisation informiert. Die Arbeitsproduktivität im Homeoffice wird von den Arbeitnehmern insgesamt positiv bewertet. So haben 81 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice einen dezidierten Arbeitsplatz, an dem sie effizient arbeiten können. Hingegen gaben 11 Prozent an, zu Hause nicht so effizient arbeiten zu können wie an ihrem üblichen Arbeitsplatz. Arbeitnehmer mit Kindern merkten häufiger an, dass ihnen im Homeoffice die „Ruhe“ fehle, um ihre Arbeit effizient auszuführen, da die Kinder zurzeit ebenfalls zuhause sind und Unterstützung benötigen.

Die Arbeitnehmer zeigen sich mehrheitlich zufrieden mit dem Agieren ihres Arbeitgebers in der aktuellen Situation. So haben 74 Prozent der Befragten von ihrem Arbeitgeber klare Richtlinien im Hinblick auf die COVID-19-Pandemie erhalten. Nur 12 Prozent sind nicht zufrieden. Sorgen und Unsicherheiten bestehen bei den Arbeitnehmern vor allem hinsichtlich ihrer beruflichen und finanziellen Zukunft. Laut der Netigate-Studie haben Beschäftigte die größten Sorgen bezüglich finanzieller Verluste des Arbeitgebers, des Wegfalls von Kunden und Aufträgen, des Einflusses behördlicher Entscheidungen auf die Arbeitstätigkeit und selbstverständlich des Verlusts der eigenen Arbeitsstelle. Einige Arbeitnehmer haben kundgetan, dass für sie unklar ist, wie es im eigenen Unternehmen weitergeht. Hier wurden Aspekte wie Kurzarbeit und der Umgang mit laufenden Projekten genannt. Insgesamt fühlt sich jedoch eine große Mehrheit von 93 Prozent der Befragten gut über interne Prozesse informiert.

Kontakt zu Kollegen fehlt

Auf die offene Frage, was den Arbeitnehmern beim Arbeiten vom Homeoffice aus am meisten fehlt, wurden vor allem verschiedene Softwareanwendungen, das Arbeitsnetzwerk, schnelles Internet sowie technisches Arbeitsmaterial wie Drucker oder Monitore genannt. Auch ergonomisches Arbeitsmaterial wie ein Bürostuhl oder ein größerer Bildschirm wurden angegeben. Alles in allem wird deutlich, dass vielen Beschäftigten vor allem der Kontakt zu den Arbeitskollegen fehlt. So wurden Teamwork und der tägliche Austausch mit den Kollegen vom Großteil der Befragten als Vorteile der Präsenz im Büro genannt. Experten sind sich einig, dass ein kontinuierlicher Austausch unter den Mitarbeitern wichtig ist, um deren Arbeitsmotivation auch im Homeoffice zu fördern.

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