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Wie Systeme wieder anlaufen
Im Mittelpunkt des Managements von IT-Notfallsituationen stehen Offline-Werkzeuge zur Steuerung des Wiederanlaufs der Systeme. Mithilfe dieser auf Basis von MS Office entwickelten Tools wird im Ernstfall die aktuelle Notfallsituation konkret abgebildet, um damit verbindliche Handlungsanweisungen ableiten zu können. Auf das jeweils eingetretene Szenario bezogen werden die Abhängigkeiten von Geschäftsprozessen, Teilprozessen, Applikationen und IT-Services berücksichtigt. Auf der Grundlage der Vorgabewerte aus der Business Impact Analyse (Wiederanlaufklassen) erfolgt die Ermittlung der präzisen Reihenfolge der Wiederherstellung. Für die Planung des Wiederherstellungsprozesses werden die voraussichtlich benötigte Zeit und die personellen Ressourcen errechnet und abgebildet. Somit ist die Sparkasse Oberhessen in einem IT-Notfall handlungs- und auskunftsfähig.
Die Handhabung der Wiederanlaufwerkzeuge erfordert keine speziellen Kenntnisse. Sie sind selbstverständlich ohne Rechenzentrumsinfrastruktur verwendbar. Optional besteht eine Schnittstelle zum Business Continuity Management-Tool (BCM-Tool) der Finanz Informatik, die es gestattet, die darin abgebildeten Prozesse, Teilprozesse, Anwendungen und Systeme mit den sie unterstützenden IT-Services vernetzt und redundanzfrei in die Offline-Werkzeuge zur Steuerung des Wiederanlaufs zu integrieren. Zum Mengengerüst zählen mehr als 120 IT-Services, 230 Anwendungen und 60 Prozesse.
Der Prozess für IT-Notfallvorsorge und IT-Notfallbewältigung ist in einem Handbuch dokumentiert. Mit dem IT-Notfallprozess wird den Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht an die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), des Kreditwesengesetzes und denen der Wirtschaftsprüfer zur Etablierung eines funktionsfähigen IT-Notfallprozesses sowie den Sicherheitskonzepten der Finanz Informatik „Sicherer IT-Betrieb“ im Detail entsprochen. Das Handbuch stellt somit ein verbindliches Regelwerk für den Umgang mit IT-Notfällen bei der Sparkasse Oberhessen dar.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche organisatiorischen Grundlagen für die Notfallbewältigung wichtig sind.
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