Großes Treffen in Fulda Compass Gruppe entdeckt eWLAN als Umsatzbringer

Autor: Sarah Gandorfer

Bei der Compass Gruppe setzt man schon lange auf Managed Services. Die jüngste Idee in dieser Richtung nennt sich eWLAN, ein Management-Konzept für drahtlose Unternehmensnetze.

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WLAN wird von vielen IT-Abteilungen wie ein Stiefkind behandelt.
WLAN wird von vielen IT-Abteilungen wie ein Stiefkind behandelt.
(Bild: © Rawpixel - Fotolia.com)

Alle zwei Jahre bietet die Compass Gruppe ihren Industrie- und Distributionspartnern an, die oberste Führungsebene der Verbundmitglieder auf Messeständen und in Vorträgen über ihre Konzepte, Produkte und Lösungen zu informieren. Mehr als 250 leitende Mitarbeiter aus den Bereichen Geschäftsführung, Einkauf, Service, Support und Projektmanagement sowie über 100 Teilnehmer von 32 Vertragspartnern reisten dazu zur mittlerweile fünften Compass Business Convention nach Fulda.

Zwei Drittel des Geschäfts der Compass Gruppe macht zwar nach wie vor die Infrastruktur aus, doch liegt ein klarer Fokus auf Managed Services. Zu Beginn waren das Managed Printing Services, da diese sich klassischerweise auf Infrastruktur begründen. „Der Ansatz passte, zumal gerade Drucker das Stiefkind der IT-Abteilungen sind. Die Überwachung und Materialbeschaffung bedeuten für diese, Ressourcen abzustellen, die bei anderen unternehmenswichtigen Prozessen, wie etwa einer SAP-Einführung, dann fehlen“, erläutert Dirk Henniges, Geschäftsführer der Compass Gruppe.

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Stiefkind: WLAN

Nun hat der Systemhausverbund ein weiteres „ungeliebtes Kind“ gefunden, das er sich zu eigen machen möchte: das „Enterprise WLAN“ – als Dachmarke vom Verbund eWLAN getauft. Was Henniges und die bisher 17 eWLAN-Partner-Unternehmen darunter verstehen, haben sie den Kooperationsmitgliedern im Juni auf der Convention vorgestellt. eWLAN ist ein Managed Service, der speziell auf die Bedürfnisse von Unternehmen ausgelegt ist, die ein hochverfügbares WLAN benötigen. In Zeiten von Industrie 4.0, dem Internet der Dinge, der Cloud sowie dem zunehmendem Einsatz von Smartphones und Tablets, birgt die Idee großes Potenzial. Gleichzeitig steigen die Sicherheitsansprüche an solch ein Firmennetzwerk.

Gartner hat in den USA für die WLAN-Technologie eine jährliche Wachstumsrate von rund 30 Prozent prognostiziert. Zum ersten Mal treten die Gruppenmitglieder hier unter einer gemeinsamen Marke mit eigenem Logo und Webauftritt auf (www.ewlan.de) Das Konzept des Verbunds beinhaltet die Analyse der Kundenbedürfnisse und die Erstellung einer passenden Lösung. Vor Ort übernimmt dann ein so genannter eWLAN-Premiumpartner das Management des Netzwerks im späteren Betrieb. „Somit erhält der Kunde eine bedarfsgerechte, überwachte und jederzeit flexible WLAN-Infrastruktur, die seine Prozesse stabil und sicher laufen lässt und seine IT-Ressource entlastet“, führt der Geschäftsführer aus. „Dabei ermöglichen einheitliche Standards einen standortübergreifenden Service.“ Laut Henniges setzen die meisten Hersteller von WLAN-Produkten auf „Kistenschieben“, indem sie nur auf den Vertrieb ihrer eigenen Technologien beharren: „Kaum ein Hersteller bietet ein umfassendes Konzept für Unternehmenskunden, das sowohl den Einsatz der Geräte wie später deren Management beinhaltet. Hier können wir unsere Stärke nutzen, denn die Compass-Partner haben das technische Knowhow und sind in der Nähe.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Voraussetzungen Interessenten mitbringen müssen.

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 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS