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Logicalis Global CIO Survey 2018

CIO-Rolle wird strategischer

| Autor: Lisa Jasmin Nieberle

Während CIOs 2017 noch viel Zeit in das Management täglicher IT-Aufgaben investierten, rücken heute strategische Tätigkeiten in den Vordergrund.
Während CIOs 2017 noch viel Zeit in das Management täglicher IT-Aufgaben investierten, rücken heute strategische Tätigkeiten in den Vordergrund. (Bild: ©Gecko Studio - stock.adobe.com)

Im Rahmen der Global CIO Survey hat das Systemhaus Logicalis CIOs weltweit zu ihren Aufgaben befragt. In diesem Jahr beschäftigten sie sich vor allem mit dem zunehmend strategischen Aspekt ihrer Tätigkeit, sowie dem Einsatz von BI und Analytics und der Bekämpfung von Sicherheitsbedrohungen.

Logicalis hat anlässlich der diesjährigen CIO-Studie insgesamt 851 CIOs aus Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien zu ihrer Tätigkeit befragt. Die Kernaussage: Aufgrund der IT-Auslagerung in die Cloud und an externe Dienstleister tritt das Daily Business zunehmend in den Hintergrund, sodass sich CIOs mehr auf strategische Innovationen fokussieren können. 2018 investierten bereits 94 Prozent der Befragten bis zu 50 Prozent ihrer Zeit in strategische Tätigkeiten. Noch im Vorjahr wünschten sich CIOs genau das, da damals die Haupttätigkeit im Management täglicher IT-Aufgaben lag.

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Auch die Leistungsindikatoren, an denen CIOs gemessen werden, haben sich demnach geändert. So ist nach wie vor die Gewährleistung der Systemverfügbarkeit wichtig. Inzwischen spielen aber auch die Einhaltung von Compliance-Vorschriften, Kostenreduzierung sowie die Einführung von Innovationen eine wichtige Rolle. „Wir leben in spannenden Zeiten, in denen CIOs die Akteure der Innovation sind, und wir dazu entschlossen, die Architekten des Wandels zu sein“, kommentiert Mark Rogers, Chief Executive Officer bei der Logicalis Group.

Outsourcing und Cloud

Insgesamt 22 Prozent der IT wird von externen Anbietern verwaltet.
Insgesamt 22 Prozent der IT wird von externen Anbietern verwaltet. (Bild: Logicalis)

Wie kam es zu dieser Rollenverschiebung? Laut Logicalis ist der Grund dafür die zunehmende Auslagerung in die Cloud und an externe Dienstleister. Die Outsourcing-Bereitschaft hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. So wird heute bereits 22 Prozent der IT an externe Anbieter ausgelagert. Nur zwei Drittel der IT wird noch vor Ort gehostet beziehungsweise inhouse verwaltet. Zu den am häufigsten ausgelagerten Services zählen E-Mail-Dienste, sonstige Kommunikations- und Kollaborationstechnologien sowie CRM-Applikationen.

Schutz von migrierten Cloud-Services

Laut Logicalis brauchen CIOs in Zukunft mehr Unterstützung beim Schutz bereits in die Cloud migrierter Services. Zwar bieten Cloud-basierte E-Mail-Dienste Standard-Sicherheitsfunktionen an, hinsichtlich der verschärften IT-Bedrohungslage sind diese aber oft nicht ausreichend und müssen um spezialisierte Cloud-Lösungen ergänzt werden.

„Die steigenden Anforderungen an die Unternehmens-IT haben Unternehmen in den letzten Monaten förmlich dazu gezwungen, in die Cloud und an externe Dienstleister auszulagern“, so Andreas Richter, Director Corporate Communications bei Logicalis Deutschland. „Nur so haben CIOs die Zeit und Flexibilität gewonnen, in wachstumsfördernde Innovationen und Strategien zu investieren.“

Potenzial von BI und Analytics

Aufgeteilt nach Abteilungen wird BI und Analytics am häufigsten von IT-Abteilungen eingesetzt.
Aufgeteilt nach Abteilungen wird BI und Analytics am häufigsten von IT-Abteilungen eingesetzt. (Bild: Logicalis)

Zwar bewertet ein Drittel der befragten CIOs den Einsatz von BI und Analytics im Unternehmen als wirtschaftlich erfolgreich, auf der anderen Seite kann ein Viertel nicht bestätigen, dass sich daraus Vorteile für ihr Unternehmen ergeben. Bedenkt man, dass beide Technologien für die Einführung von Innovationen und für die Bekämpfung von Security-Risiken eine wichtige Rolle spielen, gibt es hier sicherlich noch Luft nach oben.

Risiko Mensch

68 Prozent der CIOs sehen in Malware und Ransomware eine Sicherheitsbedrohung. Auf Platz zwei landet das mangelnde Wissen der Mitarbeiter.
68 Prozent der CIOs sehen in Malware und Ransomware eine Sicherheitsbedrohung. Auf Platz zwei landet das mangelnde Wissen der Mitarbeiter. (Bild: Logicalis)

Direkt auf Malware und Ransomware (68 %) als größtes Sicherheitsrisiko folgt mit 56 Prozent eines, das schon lange bekannt ist: der Mensch beziehungsweise Mitarbeiter. Dementsprechend konzentrieren sich CIOs heute stärker als bisher auf die Bekämpfung interner Bedrohungen. Mangelndes Sicherheitsbewusstsein oder -kenntnisse und daraus resultierende Fehler haben zum Teil gravierende Folgen für ein Unternehmen. Überraschenderweise führen trotzdem nur 58 Prozent der IT-Leiter Schulungen zur Sensibilisierung durch.

Cyberresilienz-Strategien

Das Thema Security ist nach wie vor ein Dauerbrenner unter CIOs. 93 Prozent der Befragten widmen der IT-Sicherheit zwischen 10 und 50 Prozent ihrer Zeit.

„Firmen erkennen, dass rein defensive Ansätze zur Cyberabwehr nicht ausreichen, sondern eine Kombination aus Verteidigung, Erkennung und Wiederherstellung wesentlich ist“, so Richter. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Befragten hält deswegen Cyberresilienz als die wirksamste Strategie gegen IT-Sicherheitsbedrohungen. Diese Cyberresilienz-Taktiken zielen darauf ab, die Steuerungs- und Reaktionsfähigkeit während oder nach Cyberangriffen zu steigern. Trotzdem machen die Ergebnisse deutlich, dass auf Seiten der IT-Leiter in Sachen Sicherheitsframeworks und -standards noch Potenzial besteht.

Die vollständigen Studienergebnisse finden Sie auf der Webseite des Systemhauses.

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