Dell startet Rise-Initiative für kleine und mittlere Reseller Aufstiegshilfe für Authorized Partners

Autor: Klaus Länger

Mit dem Rise-Programm sollen kleinere und mittlere Dell-Partner auf dem Authorized-Level dazu motiviert werden, ihr Geschäft mit Client- und Server-Lösungen anzukurbeln. Als Belohnung winken Prämien und der Aufstieg in eine Metall-Partnerstufe.

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Mit dem Rise-Programm sollen Authorized Partner gefördert werden, um ihr Geschäft weiter auszubauen und damit eine Perspektive bekommen, in eine der Metal-Stufen des Partnerprogramms aufzusteigen.
Mit dem Rise-Programm sollen Authorized Partner gefördert werden, um ihr Geschäft weiter auszubauen und damit eine Perspektive bekommen, in eine der Metal-Stufen des Partnerprogramms aufzusteigen.
(Bild: emerald_media - stock.adobe.com)

Etwa 2.000 Reseller der Authorized-Stufe hat Dell derzeit in Deutschland, so Robert Laurim, Vice President und General Manager Channel bei Dell Technologies Deutschland. Diese kleinen und mittelständischen Partner will der Hersteller mit der Rise-Initiative dazu anspornen, ihr Geschäft mit ihm weiter auszubauen. „Unser EMEA-Geschäft verändert sich rasant, weil immer mehr unserer Kunden aufgrund der Corona-Pandemie speziell in Remote-Work-Lösungen und in die Ausfallsicherheit verteilter Systeme investieren“, sagt dazu Laurim. „Mit Rise bieten wir unseren Partnern jetzt einen Weg, an diesem Aufschwung teilzuhaben und gemeinsam mit uns zu wachsen.“ Das Programm fasst bisher für einzelne Länder unterschiedliche Angebote für die Partner in einem einheitlichen Programm über die komplette EMEA-Region hinweg zusammen.

Für die Authorized Partners werden damit vier neue Level eingeführt: „Ignite“, „Boost“, „Advanced“ und „Elite“. Sie bekommen damit Zugang zu einem progressiven Belohnungsmodell, bei dem die Partner auf „Dollars-per-Box“-Basis für die Umsätze vergütet werden, die sie über einen der autorisierten Distributoren gemacht haben. Die Prämien können sich Ignite- und Boost-Partner als E-Voucher auszahlen lassen, während sie Advanced- und Elite-Partnern als Gutschriften beim Distributor zur Verfügung stehen. Bestehende Partner müssen selbst nicht aktiv werden, sondern werden automatisch in das Rise-Programm integriert.

Prämien für Client- und Server-Lösungen

Robert Laurim, Vice President und General Manager Channel bei Dell Technologies Deutschland., will mit dem Rise-Programm vor allem kleinere und mittlere Authorized Partners mit einem progressiven Belohnungsmodell fördern.
Robert Laurim, Vice President und General Manager Channel bei Dell Technologies Deutschland., will mit dem Rise-Programm vor allem kleinere und mittlere Authorized Partners mit einem progressiven Belohnungsmodell fördern.
(Bild: Dell)

Die Prämien können die Partner durch den Verkauf einer ganzen Reihe von Produkten und Services erwerben. Zu ihnen zählen Latitude-Notebooks, OptiPlex- und Precision-Workstations, XPS-Desktops, Displays, After- oder Near-Point-of-Sale-Services (APoS/ NPoS), PowerEdge-Server und das Software-Lizenzprogramm Microsoft Reseller Option Kit (ROK). Mit dem Programm will man bei Dell zusätzliche Authorized Partners gewinnen und den bestehenden Partnern dieser Stufe den Aufstieg in die Ebene der Metall-Stufen erleichtern. Dort winken ihnen diverse Leistungen wie Basisrabatte, erhöhte Rabatte für den Verkauf von fokussierten Produkten, Servicerabatte und Boni für das Gewinnen von Neukunden. Laut Laurim hat der Hersteller die Regelwerke entschärft und die Untergrenze des Umsatzes gesenkt.

Gleichzeitig wurde der Kreis der für das Power-Up-Programm relevanten Kunden erweitert. Ein starker Fokus liegt hier weiterhin auf dem Storage-Geschäft, bei dem Kunden zum Umstieg auf Dell-Produkte bewegt werden sollen. Der Hersteller weitet seine im November 2020 für Powerstore-Produkte aufs Gleis gesetzte Initiative auf Powerscale- und Isilon-Geräte aus und erhöht gleichzeitig die Front-End-Rabatte für alle Produktkategorien.

Für den derzeit immer wichtigeren Education-Sektor hat Dell kein spezielles Programm, arbeitet aber eng mit Partnern und Distributoren zusammen, die hier bereits Erfahrung haben. Allerdings, so Max Arnreiter, Direktor Distribution beim Hersteller, sind die K12-Edu-Produkte seit März auch auf der Standard-Preisliste enthalten und über die Distributoren verfügbar.

Größerer Partnerkreis für den VMWare-Vertrieb über Dell

Der Vertrieb von VMware über Dell – es geht dabei um große und beratungsintensive Projekte – war bislang einem handverlesenen Kreis von Partnern vorbehalten. Seit Februar steht dieses Geschäft nebst den damit verbundenen Rabatten nun allen Titanium und Platinum-Partnern offen. Sie müssen allerdings bei VMware Partner Direct angemeldet sein und einen Direktverkaufsvertrag mit Dell haben. Zum Projekt Apex, mit dem alle Lösungen als On-Demand-Angebote verfügbar gemacht werden sollen, hat der Hersteller keine Neuigkeiten parat. Hier wird es erst auf der Dell Techworld im Mai weitere Einzelheiten geben.

Verbesserte Tools im Partnerportal

Laurim betont, dass Dell zudem weiter an den Tools für die Partner gearbeitet hat, um diesen die Bedienung zu erleichtern. So gibt es nun ein neues Incentive-Center, bei dem die Reseller alle relevanten Informationen in einem Dashboard übersichtlich präsentiert bekommen. Zudem hat der Hersteller den Online Solution Configurator verbessert, damit sich die Partner hier passende Lösungen für ihre Kunden schneller zusammenstellen können.

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