HPE Discover 2022 ARM-Server und mehr Greenlake-Services

Von Klaus Länger

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Auf der Discover 2022 präsentiert HPE den ersten Proliant-Server mit ARM-Prozessor von Ampere mit bis zu 128 Cores bei einer CPU. Zusätzlich stellt der Hersteller weitere Greenlake-Services vor. Zu ihnen zählt eine flexible Private-Cloud-Lösung.

Die HPE-Server der Proliant RL Gen11 Familie sind vor allem für Service Provider und für Unternehmen bestimmt, die Cloud-native Anwendungen entwickeln. Die Geräte basieren auf den ARM-Prozessoren Altra und Altra Max von Ampere.
Die HPE-Server der Proliant RL Gen11 Familie sind vor allem für Service Provider und für Unternehmen bestimmt, die Cloud-native Anwendungen entwickeln. Die Geräte basieren auf den ARM-Prozessoren Altra und Altra Max von Ampere.
(Bild: HPE )

Server mit ARM-Prozessoren sind bei den Hyperscalern schon seit einiger Zeit für bestimmte Anwendungen im Einsatz. AWS setzt dabei auf die eigenen Chips der Graviton-Familie, Oracle und Microsoft auf Altra-Prozessoren von Ampere. Ebenfalls mit Ampere-Altra und Altra-Max-Prozessoren sind bei auf der Discover 2022 gezeigten Server der Proliant RL300 Gen11 Familie bestückt. Mit diesen 1U-Single-Socket-Maschinen ist HPE der erste große Server-Hersteller, der ARM-basierte Geräte anbietet. Der Prozessorhersteller Ampere wurde erst vor vier Jahren von Renee James gegründet. James ist allerdings eine Veteranin im CPU-Geschäft. Sie war von 1988 bis 2016 bei Intel, zuletzt als Präsidentin. Die ARM-Prozessoren der Altra-Familie basieren ebenso wie AWS Graviton auf ARM-Neoverse-N1-Cores. Zum Einsatz kommen dabei zwischen 32 und 80 64-Bit-Prozessorkerne. Beim 2021 vorgestellten Altra Max finden auf dem bei TSMC hergestellten Die sogar bis zu 128 Cores Platz. Dazu kommen bei beiden Prozessortypen acht DDR4-Speicherkanäle und 128 PCIe-Gen4-Lanes in der von HPE genutzten Single-Socket-Konfiguration.

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Der Proliant RL300 Gen11 mit ARM-Prozessor soll laut Hersteller eine ganze Reihe von Anwendungsszenarien wie Cloud-, Online-Services oder Media-Streaming abdecken. Als potenzielle Kunden nennt HPE vor allem Service Provider und Unternehmen, die mit Cloud-nativen Anwendungen arbeiten. „Service Provider und Digital-First-Unternehmen sind die Vorreiter des nächsten großen Ausbaus der Server-Infrastruktur. Diese Unternehmen wissen, dass Agilität, Flexibilität und Innovation mit den Compute-Fähigkeiten beginnen“, sagt Neil MacDonald, der als Executive Vice President und General Manager den Compute-Geschäftsbereich von HPE leitet. „Sie wissen auch, dass herkömmliche ODM-Boxen nicht mehr ausreichen in einem Markt, der nach Differenzierung, Leistung, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kontrolle verlangt. Genau hier setzt HPE an und deshalb haben wir uns für Ampere entschieden.“

Ein Proliant RL300 Gen11 Server kann mit bis zu vier TB DDR4-3200 als Arbeitsspeicher bestückt werden und bietet Platz für bis zu 10 SFF-SSDs mit NVMe-Interface sowie zwei M.2-SSDs. Zudem bietet er drei Steckplätze für Single-Slot-PCIe-4.0-Karten und zwei Einschübe für OCP-3.0-Karten.

Die Server sollen im dritten Quartal des Jahres verfügbar sein, und zwar sowohl zum Kauf als auch über HPE Greenlake als Service.

Weitere Greenlake-Dienste

Die Zahl der Greenlake-Dienste steigt immer weiter: Mehr als 70 Services aus allen möglichen Bereichen von Analytics, Compute und Containern, über Edge und KI bis hin zu SAP, Storage und virtuellen Desktops bietet HPE mittlerweile an. Die wichtigste Ankündigung aus dem Services-Sektor auf der Discover ist Greenlake for Private Cloud Enterprise. Laut HPE sollen sich damit Private Clouds realisieren lassen, die flexibler, einfacher und besser skalierbar sein sollen, als bisherige Lösungen. Unterstützt werden als Basis neben VMs nun auch Bare Metal und Container. Zudem werden SLAs angeboten, die den kompletten Lebenszyklus der Infrastruktur abdecken, die Kunden können sich auf die Workloads konzentrieren und über den Marketplace auch für Greenlake getestete Software von Drittanbietern nutzen. Daneben verspricht HPE eine weitgehende DevOps-Integration und Automatisierung. Greenlake for Private Cloud Enterprise soll ab September verfügbar sein.

Weitere neue Services für Datacenter und Hybride Cloud sind unter anderem Greenlake for Data Fabric, Greenlake für HCI, Greenlake for Payment und Greenlake for Block Storage. Hier verspricht der Hersteller eine Datenverfügbarkeit von 100 Prozent.

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