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Digital Transformation

Verkaufszahlen, Strategien und Fallstricke

Arbeitsplatz 4.0

| Autor: Sylvia Lösel

Wie sollte der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen? Es gilt, zahlreiche Themen bei der Planung zu berücksichtigen.
Wie sollte der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen? Es gilt, zahlreiche Themen bei der Planung zu berücksichtigen. (Bild: © sdecoret-stock.adobe.com)

Ob mobil oder stationär – der digitale Arbeitsplatz ist in aller Munde. Der Einsatz aktueller Hardware ist ein Faktor, wenn man dieses Modell erfolgreich umsetzen möchte. Doch es gibt weitere wichtige Bausteine.

Eine wesentliche Rolle bei der Digitalen Transformation spielt die Digitalisierung des Arbeitsplatzes. Durch die Bereitstellung einer zentralen Arbeitsplattform sollen die vernetzte Zusammenarbeit und effiziente Arbeitsweisen im Unternehmen gefördert werden.

Der Digital Workplace stellt Anwendungen, Informationen und Services bereit, die auch ortsungebunden über mobile Zugänge erreichbar sind. Die zentrale Plattform kann als eine Weiterentwicklung des Intranets betrachtet werden, die den Informationsaustausch und die kollaborative Zusammenarbeit fördert. Im Digital Workplace sind die verschiedenen Unternehmensanwendungen wie beispielsweise Customer Relationship Management (CRM) oder Enterprise Resource Planning (ERP) integriert. Zudem stehen Unified Messaging Services zur Verfügung. Damit der Digital Workplace seine Möglichkeiten voll ausschöpfen kann, sind zusätzlich Rahmenbedingungen zu schaffen, die beispielsweise die Arbeitszeitmodelle und die Unternehmenskultur betreffen. Nicht zu vergessen sind dabei aber auch die Endgeräte. Diese können bei einem digitalen Arbeitsplatz von Notebooks und Displays über ein „echtes“ Telefon bis zu Tablet und Smartphone reichen.

Verkaufszahlen von Smartphones und Co.

All diese Geräte sollten dazu beitragen, eine zentrale Forderung an den Digital Workplace zu erfüllen: nämlich zeit- und ortsunabhängige Zugriffsmöglichkeiten auf alle benötigten Anwendungen und Daten zu gewähren. Und nicht nur dies: oft stellt die mobile Nutzung beim Digital Workplace den vorherrschenden Modus der Arbeit dar. Der digitale Arbeitsplatz soll daher mit voller Leistungsfähigkeit von den mobilen Endgeräten aus nutzbar sein.

Zwei Märkte werden das Gesamtwachstum der Devices den Marktforschern von Gartner zufolge im Jahr 2018 vorantreiben: Zum einen der Mobiltelefon-Markt, angeführt vom Highend-Smartphone-Segment, und zum anderen der Premium-Ultramobilmarkt, wo dünne und leichte Apple- und Microsoft-Windows-10-Geräte eine höhere Nachfrage ankurbeln. Von traditionellen PCs (Desktops und Notebooks) wurden 2017 weltweit 204 Millionen Einheiten verkauft. 2018 sollen es nur noch 193 Millionen werden. Bei den Premium-Ultramobiles (zum Beispiel Microsofts Surface Pro, Lenovo Yoga 3 Pro oder Apples MacBook Air) gingen 2017 weltweit 59 Millionen über die Ladentheken. Im laufenden Jahr rechnet Gartner mit 70 Millionen verkauften Geräten.

An Basic- und Utility-Ultramobiles (einfachere Tablets) wurden 2017 160 Millionen Stück verkauft. In diesem Jahr könnten die Verkaufszahlen auf 159 Millionen sinken. Bei den Mobiltelefonen rechnet Gartner im kommenden Jahr wieder mit ansteigenden Verkaufszahlen. 2017 waren es noch 1,855 Milliarden Mobiltelefone weltweit, 2018 sollen es 1,903 Milliarden Geräte sein.

Ergänzendes zum Thema
 
Diese Themen sollte eine Digital-Workplace-Strategie abdecken:

Workflow und Personalisierung

Eine Grundvoraussetzung für die Digitalisierung des Arbeitsplatzes stellt die Datenintegration dar. Durch eine einheitliche Benutzeroberfläche und die dort verfügbaren Anwendungen und Informationen lässt sich die Komplexität heutiger Systeme wesentlich verringern. Konnektoren und Schnittstellen sorgen dafür, dass sich heterogene Systeme anbinden lassen. Hierfür ist es aber notwendig, dass alle benötigten Workflows klar definiert sind und direkt aus dem Dashboard der Mitarbeiter erledigt werden können.

Um personalisierte Arbeitsplätze zu schaffen, die einzelnen Mitarbeitern genau die von ihnen benötigten Anwendungen und Informationen bereitstellen, ist es wichtig, dass sich der Digital Workplace individuell gestalten lässt. „Und doch bleiben viele Entwicklungen im ständigen Beta-Status oder liefern teilweise erschreckende Ergebnisse. So auch die Nutzung von Kommunikationswerkzeugen am Arbeitsplatz: Eine McKinsey-Umfrage aus 2017 unter mehr als 2.000 Führungskräften aus allen Regionen, Branchen und Firmengrößen belegt, dass Social Tools in den Unternehmen zwar integrierter denn je sind, doch ältere Technologien wie das Telefon und E-Mail, ja sogar das Fax, weiterhin mit Abstand dominieren“, befindet ein Report von Microsoft zum Digital Workplace.

Der digitale Arbeitsplatz ist allerdings durchaus in den Köpfen angekommen, wie eine Studie der Initiative D21 belegt. So arbeitet bereits jeder Fünfte auch in „virtuellen Teams“, die nicht Standort-gebunden sind. Zudem steigt das Interesse an mobilen Arbeitsformen: Nur noch rund 20 Prozent geben an, sich dafür nicht zu interessieren. Zugleich schwindet die Sorge, durch mobiles Arbeiten in der Summe eine Mehrbelastung zu riskieren (minus fünf Prozentpunkte). Insgesamt sehen die Befragten in der Digitalisierung eindeutig einen Gewinn für ihren Beruf und insbesondere für neue Jobentwicklungen in ihrer Branche. Ein weiteres Studienergebnis zeigt, dass das Smartphone die Liste der favorisierten Endgeräte anführt. Dem steigenden Interesse steht jedoch ein geringes Angebot an Lösungen für den mobilen Arbeitsplatz entgegen. Insgesamt nur 16 Prozent aller Befragten haben derzeit die Möglichkeit, mobile Workspaces zu nutzen – auch bei reinen Bürotätigkeiten ist es weniger als ein Drittel. Hier steht die Wirtschaft im eigenen Interesse in der Pflicht, erklärt Oliver Schorer, Mitglied des Vorstands und CIO bei CHG-Meridian: „Unternehmen müssen einen stärkeren Beitrag zur Digitalisierung ihrer Mitarbeiter leisten. Sonst werden sie langfristig im Wettbewerb abgehängt.“

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