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Interview mit ACP-Geschäftsführer Günther Schiller

ACP positioniert sich als „Systemhaus der Unternehmer“

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Michael Hase / Michael Hase

Günther Schiller, Geschäftsführer der ACP Holding Deutschland, gehört dem Unternehmen seit dessen Eintritt in den deutschen Markt im Jahr 2003 an.
Günther Schiller, Geschäftsführer der ACP Holding Deutschland, gehört dem Unternehmen seit dessen Eintritt in den deutschen Markt im Jahr 2003 an. ( ACP)

Als Chef der deutschen ACP Holding treibt Günther Schiller den Ausbau der Geschäftsfelder und die Expansion voran. Nach der Gründung einer Geschäftsstelle in Köln im Juni plant das Systemhaus für 2013 zwei weitere Neueröffnungen, wie der Manager ankündigt. ACP-Schwerpunkte bleiben Microsoft, Datacenter und Cloud.

ITB: Im Mai hat ACP in Wien das 20-jährige Bestehen gefeiert. Einen Monat zuvor kauften Mitarbeiter den Anteil des Investors Capvis in Höhe von 54 Prozent zurück. Hat sich das Unternehmen damit selbst ein vorgezogenes Jubiläumsgeschenk gemacht?

Schiller: Ja, wenn Sie so wollen. Mit der Übernahme der Capvis-Anteile ist ACP das einzige größere Systemhaus im deutschsprachigen Raum, das sich komplett im Besitz von Mitarbeitern, Managern und Gründern befindet. Zugleich war der Rückkauf ein Schritt, der sehr gut zur Unternehmenskultur passt.

ITB: Inwiefern? Ähnlich wie Bechtle ist ACP dezentral aufgestellt. Die Geschäftsstellen agieren eigenständig, ohne dass sich die Zentrale in Wien oder die deutsche Holding stark einmischen würden. Selbst Einkauf und Buchhaltung wickeln die Häuser in Eigenregie ab.

Schiller: Ja, das ist bei Häusern, die wir in Deutschland übernommen haben, tatsächlich so. Dort haben wir die Strukturen belassen. Die einzelnen Geschäftsstellen, etwa ACP Oberbayern, könnten auch als eigenständige Einheit am Markt bestehen. Bei Neugründungen bieten wir allerdings Einkauf und Buchhaltung als zentrale Services an. Das dezentrale Prinzip zeigt sich bei uns aber noch in anderer Hinsicht: ACP ist das einzige grö­ßere Systemhaus, das bei Neugründungen ­eine Minderheitsbeteiligung der Gründer zulässt. Damit ermöglichen wir IT-Profis, die gemeinsam mit uns einen neuen Systemhausstandort aufbauen möchten, den Weg in die Selbständigkeit.

ITB: Aus diesem Modell ergibt sich zwangsläufig eine individuelle Ausprägung der einzelnen Häuser. Worin besteht die übergreifende Kultur von ACP?

Schiller: Die übergreifende Klammer ist das Unternehmertum. Bei ACP fühlen sich Unternehmer wohl, die möglichst viel ­eigenständig entscheiden wollen. In der Gruppe bieten wir ihnen den Größenvorteil, durch den sie beispielsweise die Zertifizierungsanforderungen der Hersteller einfacher erfüllen oder größere Investitionen leichter bewältigen können. Umgekehrt bilden wir durch die Individualität der Häuser den Markt viel besser ab, als wir das mit einem zentralistischen Modell könnten. Denn es gibt nicht den IT-Markt. Der ist in Passau ein anderer als in Stuttgart oder Hannover. Selbst zwischen München und Rosenheim gibt es Unterschiede. Deshalb lassen wir die Schiffe allein schwimmen und tun gleichzeitig in der Gruppe alles das, was für die Gruppe als ganze sinnvoll ist.

ITB: ACP dominiert den Markt in Österreich. Deutschland ist für das Systemhaus vor allem ein Wachstumsmarkt. Anfang Juni haben Sie eine neue Geschäftsstelle in Köln eröffnet. Nördlich von Hannover gibt es bislang allerdings keinen Standort. Wie viele neue Geschäftsstellen planen sie noch für das laufende Jahr?

Ergänzendes zum Thema
 
Zur Person
 
Kommentar Wenn Mitarbeiter zu Unternehmern werden

Schiller: Wenn man die Landkarte anschaut, können wir eine gewisse Südlastigkeit nicht leugnen. Insgesamt wollen wir in diesem Jahr mindestens drei neue Geschäftsstellen eröffnen. Es wird auf eine Kombination von Zukäufen und Neugründungen hinauslaufen. Allerdings sind Akquisitionen schwer zu steuern. Die Häuser müssen zu uns passen. Aber wir werden alles dafür tun, um den Markt geografisch noch besser abzudecken. Daneben ist uns jeder Zukauf willkommen, der uns technologisch weiterbringt, und wir führen Gespräche mit Häusern, die beim Vertriebsansatz ein wenig anders ticken als wir.

Wo die Stärken von ACP in Deutschland liegen, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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