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ITB: Wie wurden Sie von Red Hat und Magirus auf diesem Weg unterstützt, mit der Extend-it auch als Rechenzentrumsbetreiber für Kunden tätig zu werden?
Döderlein: Unsere Entwicklung in Richtung Hosting, die wir als einer der größten Red-Hat-Partner schon eingeschlagen hatten, wurde sicherlich beschleunigt durch Red Hat und Magirus, weil wir die Hosting-Subscriptions hier ebenfalls beziehen konnten. Wir hatten Kunden, die teilweise eine Farm von 300 bis 400 physikalischen Servern auf sieben oder acht Racks in angemieteten Flächen betrieben haben. Ihnen konnten wir mit Red Hat ein dynamisches Subscriptions-Modell anbieten auf Basis des Red-Hat-Hosting-Angebots der Inox-Tech. Schritt für Schritt können wir jetzt die physikalischen Systeme des Kunden auf unsere virtuelle Infrastruktur im Rechenzentrum in Passau migrieren. Dieses Hosting-Modell bietet uns mit Sicherheit eine große Chance. Im Falle eines dieser erwähnten Kunden wandert nun im ersten Schritt ein Drittel der Kundensysteme auf unsere Hosting-Plattform. Damit er kann dieses neue Modell testen, Vertrauen gewinnen – und das ist der große Schlüssel bei der Umsetzung von Cloud-Modellen. Die Möglichkeit, die Lizenzen so einfach und schrittweise in Hosting-Lizenzen zu verwandeln, gibt es meines Erachtens nur bei Red Hat.

Wildeboer: Hier zahlt es sich aus, dass Red Hat hat bei der Virtualisierung von Anfang darauf Wert gelegt hat, dass es für den Kunden keinen Unterschied zwischen einer physischen und einer virtuellen Installation gibt. Die Workflows müssen Eins zu Eins transportierbar sein zwischen beiden Welten. Das erleichtert Partnern die Konvertierung von On-Premise-Installationen in eine virtualisierte Version enorm.
ITB: Das bedeutet, der Kunde muss erst einmal nichts aktiv verändern?
Döderlein: Im Falle des Red Hat Hostings ist das richtig, außer dass nicht mehr der Kunde der Eigentümer der Subscription ist, sondern wir als Dienstleister sind der Owner.
ITB: Welche Folgen hat das für den Kunden?
Döderlein: Er kann bei Red Hat keine Service-Requests mehr eröffnen, sondern muss sich im Support-Fall direkt an uns wenden. Für Red Hat Linux stehen ihm in unserem First-Level-Support bereits sieben RHCEs, Red Hat Certified Engineers, zur Verfügung die auch schon mit den Kundensystemen vertraut sind. Dadurch haben wir eine ausgezeichnete und schnelle Erstlösungsquote, worauf der Kunde vertraut. Über das Red-Hat-Hosting-Programm können wir zusätzlich Probleme sehr zielgerichtet an den Support des Herstellers eskalieren. Darauf vertraut der Kunde.
Wildeboer: Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Wenn man sich den Linux-Markt in der Vergangenheit ansieht, dann war für uns als Hersteller das Prinzip: „Der Partner muss verstehen, was er tut“, ein sehr wichtiges Kriterium. Der Knowledge-Transfer zum Anwender hin lag uns immer sehr am Herzen. Wir erwarten auch, dass der Partner seine Mitarbeiter zum Red Hat Certified Engineer (RHCE) ausbildet, weil das den Support wesentlich vereinfacht und beschleunigt. Was wir feststellen ist, dass aufgrund dieses Vorgehens das Know-how jetzt bei Firmen wie Inox-Tech beziehungsweise deren Tochter Extend-it gebündelt wird, und dass dieses Team genau weiß, was im Fall des Falles zu tun ist. Denn der Partner kennt die individuelle Situation und die Systeme beim Endkunden natürlich sehr viel genauer als unser Support. Für ihn ändert sich durch die Auslagerung seiner IT an den Partner im täglichen Betrieb nichts, aber er kann dadurch den großen Kostenblock, der durch die Systemwartung und Konfigurationen, des Anpassens der Security-Einstellungen et cetera entsteht, vertrauensvoll in die Hände eines Partners übergeben.
Wie sich Extend-IT gegenüber Amazon behauptet, erfahren Sie auf der nächsten Seite.
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