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Die Gefahr ist bekannt, doch die Abwehr läuft schleppend

Wie man digitale Disruption aufhält

| Autor: Sarah Gandorfer

Manche Unternehmen sind durch die digitale Disruption gefährdet.
Manche Unternehmen sind durch die digitale Disruption gefährdet. (Bild: Pixabay / CC0)

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind gefährdet, Opfer der digitalen Disruption, des Wirtschaftswandels und der behördlichen Vorschriften zu werden – so das Fazit einer Studie von Ricoh Europe. Die Studie identifiziert drei Schlüsselbereiche, in denen Investitionen sinnvoll sind, um Unternehmen vor dieser Misere zu schützen.

Die digitale Disruption zeigt sich unter anderem dadurch, dass beispielsweise der Einzelhandel durch neue Marktplayer wie Amazon Umsatz verliert, Berufsbilder verschwinden und komplett neue Denkweisen Unternehmen erobern – Stichwort: digitale Transformation. Es gibt keine Branche, die nicht durch disruptive Kräfte erschüttert wird.

Im Rahmen einer Untersuchung von Ricoh Europe, durchgeführt von Coleman Parkes, wird erörtert, welchen Ansatz europäische Geschäftsführer von KMU in Bezug auf Innovation verfolgen, einschließlich der Notwendigkeit einer Weiterentwicklung, um ihre Überlebenschancen zu verbessern. Dabei sagten 34 Prozent der 3.300 befragten Führungskräfte aus, dass sie bis 2020 ihre Geschäftsaktivitäten einstellen müssen, wenn sie es nicht schaffen, als Reaktion auf diese Veränderungen in Innovationen zu investieren.

Weckruf für proakives Handeln

Es ist kaum verwunderlich, dass 56 Prozent der Teilnehmer versuchen, ihren Gewinn zu steigern und 54 Prozent, ihre Geschäftstätigkeit auszuweiten. Obwohl mit 92 Prozent die meisten die Auswirkungen der digitalen Disruption in ihrem Sektor erkennen, sind dennoch 59 Prozent derzeit nicht in der Lage, die Vorteile zu nutzen. Darüber hinaus prognostiziert ein Viertel der Unternehmen, dass sie in den nächsten zwei Jahren nicht in der Lage sein werden, schnell genug auf veränderte staatliche Vorschriften und das Wachstum der Automatisierung zu reagieren (20 %).

„Die Studie ist eine Art Weckruf, aber die gute Nachricht ist, dass die KMU-Führungskräfte sich der Marktveränderung und der Notwendigkeit von Innovationen bewusst sind. Jetzt ist es an der Zeit, eine proaktive Haltung einzunehmen und der digitalen Disruption entgegenzutreten. Jedes Unternehmen, das die Anpassung seiner Prozesse und Strategien falsch einschätzt, riskiert, seine Zukunft dem Zufall zu überlassen“, erklärt David Mills, CEO bei Ricoh Europe.

Drei Schlüsselbereiche für Investitionen

Die Studie identifiziert drei Schlüsselbereiche, in denen KMU in neue Technologien investieren sollten, um ihren Fokus neu auszurichten:

  • 1. KMU müssen engere Kundenbeziehungen aufbauen, indem sie Technologien einsetzen, die die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen vereinfachen und vorantreiben. Laut Umfrage sind sich 54 Prozent der KMU der Tatsache bewusst, dass sie kontinuierlich Beziehungen zu ihren Kunden ausweiten müssen.
  • 2. KMU müssen intelligentere Arbeitsplatztechnologie einsetzen, um Prozesse umzugestalten, die Agilität zu verbessern und die Effizienz zu steigern. Hier sagen 74 Prozent der Führungskräfte, dass Technologie ihre Innovationsfähigkeit unterstützt.
  • 3. KMU müssen das volle Potenzial an Talenten ausschöpfen, indem sie Technologien einsetzen, die Mitarbeiter fördern und kreatives Denken ermöglichen. 42 Prozent der befragten Führungskräfte planen deshalb, sichere Räume für Experimente fördern, um zu sehen, ob Ideen erfolgreich sind.
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