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Enterprise Workspace Summit 2020 – Teil 2 Wertschöpfung mit offenem Mindset

| Autor: Ann-Marie Struck

Um das Konzept „New Work“ zum Fliegen zu bringen, reicht es nicht aus, die richtigen Tools anzuschaffen. Es bedarf auch ­einer offenen Einstellung. So der Tenor der Keynote- und Fokus-Keynote-Speaker des „Enterprise Workspace Summit 2020“.

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Der Arbeitsplatz wandelt sich getrieben von neuen Technologien. Dafür wird auch ein passendes Mindset benötigt.
Der Arbeitsplatz wandelt sich getrieben von neuen Technologien. Dafür wird auch ein passendes Mindset benötigt.
(Bild: S_Chatcharin - stock.adobe.com)

Videokonferenzen, File-Sharing, Messaging – es gibt eine Vielzahl an Tools, um die Zusammenarbeit innerhalb von Unternehmen zu verbessern. Doch oft werden Sie nicht genutzt. Im zweiten Teil des Roundtables zum „Enterprise Workspace Summit 2020“ der Vogel IT-Akademie diskutieren die Keynote- und Fokus-Keynote-Speaker über die Wichtigkeit von Technologien sowie dem passenden Mindset am modernen Arbeitsplatz.

Mit dabei waren dieses Mal Anna Biesenthal, Vorständin Operations und IT Car-Garantie Versicherungs-AG, Christopher Grader, Head of Workplace bei Osram Continental, Mathias Meyenburg, Geschäftsführer und technischer Leiter bei Vleet und Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl, Institutsleiterin & Lehrstuhlinhaberin KIT Fraunhofer ISI.

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Durch die Digitalisierung ist die ­Arbeitswelt im Wandel. Jedoch ist es mit dem bloßen Einsatz der Technologien noch nicht getan. Wie verändert man Verhalten- und Arbeitsweise von Mitarbeitern langfristig?

Meyenburg: Ich bin der Meinung, dass das Mindset der Mitarbeiter nur schwer zu ­verändern ist. Wenn, dann geht es nur von der Führungsriege her. Der „Modern Workplace“ muss vorgelebt werden. Ich denke, auch hier hat die Krise einen Push gegeben und das Mindset geändert. Jetzt mussten die Führungskräfte darauf vertrauen, dass ihre Mitarbeiter im Homeoffice genauso arbeiten werden wie im Büro – wenn nicht sogar produktiver. Der Trend geht weiter zu einem dauerhaften Homeoffice, da sich die Mitarbeiter in Großstädten Pendelzeiten sparen, was die Produktivität steigert. Früher ist das Homeoffice leider oft am Misstrauen der Chefs gescheitert. Ich denke, auf lange Sicht brauchen wir neue Parameter, wie wir Arbeit messen. Vielleicht nicht nach Zeit, sondern nach einer ergebnisorientierten Tätigkeit.

Grader: Das Feedback zum Thema ist allgemein gleich, und durch die Situation hat sich das Mindset innerhalb der Unternehmen auch geändert. Jetzt ist das Verständnis, dass eine Anwesenheit im Büro nicht gleichzusetzen ist mit effizientem oder produktivem Arbeiten, in den Köpfen der Chefs angekommen. Dazu kam jetzt auch die Erkenntnis, dass sich das Vertrauen in die Mitarbeiter durchaus auszahlt. Das ist vielleicht ein guter Nebeneffekt der Coronakrise.

Biesenthal: Dazu kann ich nur ergänzen, dass das Homeoffice das große Vertrauen in die Mitarbeiter bestätigt hat. Jetzt kommt es darauf an, die Qualität der heimischen Arbeitsumgebungen zu steigern, indem wir nicht nur technologisch aufrüsten und für eine hervorragende Ergonomie sorgen, sondern zugleich die Menschen fit machen für diese neue Welt. Das Mindset guter Arbeit ist im virtuellen Raum kein ­anderes als im Firmenbüro. Der Preis der größeren Freiheit am Heimarbeitsplatz ist allerdings ein gewisser Wegfall von äußeren Strukturen, mit dem nicht jeder Mensch gleichermaßen zurechtkommt. Dies mit Disziplin auszugleichen, ist weniger eine Frage der inneren Einstellung, obwohl viele es so behandeln, sondern mehr eine Frage der Einübung.

Jedoch geht es beim modernen Arbeitsplatz nicht ganz ohne Technologien. Denn das Ziel ist es doch, eine breite Mobilisierung der Geschäftsprozesse zu erreichen.

Grader: Das ist ein mehrgleisiges Thema, dass man nicht nur aus einer Sicht sehen kann. Es gibt hinter jeder Technologie oft eine Strategie, und bei der muss man die Mitarbeiter mitnehmen. Das ist wieder komplett individuell und hat nichts mit ­Alter oder Technikaffinität zu tun. Die Herausforderung besteht darin, das Team mitzunehmen. Zunächst muss die richtige Technik zur Strategie gewählt werden, um dann im nächsten Schritt die Belegschaft in diesem Prozess mitzunehmen.

Meyenburg: Grundsätzlich muss immer das ganze Team hinter einer Technologie stehen. Die ganze Technik bringt nichts, wenn die Mitarbeiter sie nicht benutzen. Der ­moderne Arbeitsplatz ist ein Gesamt­paket. Zudem gibt es nicht eine Lösung, die für alle funktioniert.

Weissenberger-Eibl: Es ist nicht die Technologie allein, die den Wandel herbeiführt. Es geht darum, was wir daraus machen. ­Unsere Ideen sind gefragt, damit wir die Technologie lösungs- und bedarfsorientiert weiterentwickeln und sie den größtmöglichen Nutzen für unsere Gesellschaft bringen kann. Die Krise hat gezeigt, dass die Digitalisierung für einen Großteil der Menschen noch wie eine neue Sprache ist, die wir noch nicht beherrschen. Doch genau wie neue Sprachen können wir lernen, mit der Digitalisierung umzugehen. Dabei sind Motivation und Mindset entscheidend.

IT-BUSINESS ist Mitveranstalter und Medienpartner des Enterprise Workspace Summits 2020. Wenn Sie das Event live erleben wollen, sichern Sie sich ein VIP-Ticket zum Sonderpreis.

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin