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Gartner-Zahlen zum ersten Quartal Weltweiter PC-Absatz sinkt um 4,6 Prozent

Autor: Sarah Gandorfer

Laut den Marktforschern von Gartner wurden im ersten Quartal 2019 weltweit rund 58,5 Millionen PCs ausgeliefert. Dies entspricht einem Rückgang von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In EMEA beläuft sich der Rückgang auf 2,2 Prozent.

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18 Millionen PCs wurden im ersten Quartal 2019 in EMEA ausgeliefert.
18 Millionen PCs wurden im ersten Quartal 2019 in EMEA ausgeliefert.
(Bild: Scanrail - stock.adobe.com)

Dass der Markt für Endgeräte derzeit eher stagniert, hat Gartner bereits verkündet. Nun geben die Analysten genauere Daten zum PC-Vertrieb bekannt.

„Mitte 2018 war bei den Auslieferungen eine Erholung zu beobachten. Die Märkte und Hersteller erwarteten eine bessere CPU-Verfügbarkeit und stellten sich auf Geschäftsfelder mit stärkeren Margen und das Chromebook-Segment ein“, erklärt Mikako Kitagawa, Senior Principal Analyst bei Gartner. „Der Consumer-Markt stagnierte weiterhin. Dazu bewirkte die Vielfalt der verfügbaren Produkte, dass die Nachfrage weiter zurückging. Die Auslieferungen im Chromebook-Segment stiegen allerdings trotz der Knappheit von Einsteiger-CPUs im Vergleich zum Vorjahr zweistellig. Berücksichtigt man die Chromebook-Lieferungen mit, ging der weltweite PC-Markt im ersten Quartal 2019 um 3,5 Prozent zurück.“

Top-Hersteller

Die Top 3-Hersteller liefern zusammen 61,5 Prozent aller PCs aus.
Die Top 3-Hersteller liefern zusammen 61,5 Prozent aller PCs aus.
(Bild: Gartner)

Top 3 unter den PC-Verkäufern auf dem Weltmarkt im ersten Quartal sind Lenovo, HP und Dell. Sie zeichnen gemeinsam für 61,5 Prozent der Lieferungen verantwortlich – im Vorjahr waren es 56,9 Prozent (siehe Tabelle).

Lenovo hält dabei den ersten Platz mit dem größten jährlichen Wachstum. Dabei profitiert der Hersteller von der Einberechnung der Fujitsu-Lieferungen ab dem zweiten Quartal 2018. HPs globale Auslieferungen wuchsen um 0,8 Prozent in gleichen Zeitraum. Der Hersteller verzeichnet ein Plus bei Desktops während die mobilen PCs stagnieren. Dell vermeldet ein Wachstum für das fünfte Quartal in Folge. Dabei stiegen die Auslieferungszahlen in EMEA, Lateinamerika und Japan, wohingegen sie in Nordamerika und Asien schrumpften.

Die Nachfrage nach Business-PCs ist anhaltend stark. Das liegt vor allem an Windows 10, welches den Verkauf pusht. Allerdings weist Gartner darauf hin, dass 2019 das letzte Jahr sein wird, das von diesem Phänomen profitiert. „Die schwachen Zahlen bei den mobilen PCs sind bereits ein Indikator, dass der Wechsel auf Windows 10 seinen Höhepunkt erreicht hat“, erläutert Kitagawa.

Japan boomt, EMEA rückläufig

Im ersten Quartal 2019 sanken die PC-Lieferungen in den USA um 6,3 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.
Im ersten Quartal 2019 sanken die PC-Lieferungen in den USA um 6,3 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.
(Bild: Gartner)

In den USA belaufen sich die gesamten PC-Auslieferungen auf 11 Millionen Stück im ersten Quartal dieses Jahres. Das ist ein Rückgang um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (siehe Tabelle). HP behielt dort den ersten Platz bei den Lieferzahlen und konnte seinen Marktanteil auf 29,4 Prozent ausbauen. Dell folgt auf Platz zwei mit einem Liefer-Rückgang von 7,1 Prozent und einem Marktanteil von 28,7 Prozent.

Japan ist die einzige Region, die mit 6,8 Prozent ein Wachstum bei den Lieferzahlen verzeichnet. Hier pushten vor allem Business-PCs das Geschäft. Aufgrund politischer Instabilitäten in Lateinamerika schrumpften die Auslieferungszahlen dort um 16,6 Prozent.

Nach EMEA wurden im ersten Quartal 2019 insgesamt 18 Millionen PCs verschifft. Das sind 2,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei verzeichnen Business-PCs im Gegensatz zur Consumer-Variante ein Wachstum aufgrund des Wechsels zu Windows 10.

In der Region Asia/Pacific wurden 20,1 Millionen PCs ausgeliefert und somit 5,1 Prozent weniger als im ersten Quartal 2018, infolge der schlechten Nachfrage in China. Leichte und ultraleichte Premium-Geräte wurden dabei stärker nachgefragt, weshalb Hersteller wie Huawei und Xiaomi hier ansetzen und entsprechende Devices mit einer aggressiven Preispolitik auf den Markt bringen.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS