Jubiläums-Aktion fand großen Anklang Wave feiert 20-jähriges Bestehen

Redakteur: Regina Böckle

Die Top-Seller-Aktion zum zwanzigjährigen Firmen-Jubiläum von Wave war ein voller Erfolg. Damit will es der Lindener Distributor nicht bewenden lassen. Er verspricht Resellern, weiter in Personal und Support zu investieren.

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Seit 1996 ist die Philipp-Reis-Straße 9 Firmenzentrale und Geschäftssitz von Wave.
Seit 1996 ist die Philipp-Reis-Straße 9 Firmenzentrale und Geschäftssitz von Wave.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit den Ergebnissen der Fachhandels-Aktion, die der Lindener Distributor zu seinem 20-jährigen Geburtstag aufgelegt hatte, zeigt sich Vertriebsleiter Gaylord Link mehr als zufrieden: „Mit Unterstützung der Hersteller konnten wir die Produktpreise im Aktionszeitraum teils um bis zu zwanzig Prozentpunkte senken. Unsere Geburtstagsangebote sind von unseren Fachhandelskunden sehr gut angenommen worden: Trotz exzellenter Verfügbarkeit waren einige der Produkte schon nach wenigen Tagen ausverkauft. Mit einem solchen Ansturm hatten wir nicht gerechnet.“

Zufrieden ist das Unternehmen auch mit der Entwicklung der vergangenen 20 Jahre, in denen der Lindener Distributor sein Produkt- und Service-Spektrum kontinuierlich ausgebaut hat. Zu den Kunden zählen Fachhändler, Systemhäuser, Assemblierer, Einkaufsverbände und E-Tailer.

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Ihnen bietet Wave feste Ansprechpartner, Fulfillment-Dienstleistungen, Projektunterstützung, Support bei der Software-Lizenzierung sowie BTO- und Serienfertigung in der hauseigenen PC-Produktion.

Personal und Umsatz aufstocken

Die bisherige Strategie hat sich offenbar bewährt: „Wir setzen auch weiterhin auf kontrolliertes Wachstum. Dazu werden wir unsere Sortimentsbreite und -tiefe weiter sinnvoll ausbauen und verstärkt neue asiatische Hersteller mit innovativen Technologien importieren. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse unserer Kunden“, so Link.

Um diese Ziele umzusetzen, plant Wave, das Vertriebs-Teams personell aufzustocken und zusätzliche Dienstleistungen anzubieten. Und nicht zuletzt wollen die Lindener ihren Kundenkreis erweitern: Zu den 10.000 monatlich bestellenden Kunden will der Wave-Vertriebs-Chef mindestens weitere 5.000 dazu gewinnen.

Vom Hardware-Lieferant zum Vollsortimenter

Gestartet war Wave 1990 als Hardware-Distributor in der Gießener Innenstadt mit einer Handvoll Mitarbeiter sowie beengtem Büro- und Lagerplatz. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 500 fest angestellte Mitarbeiter und zählt sich zu den Vollsortimentern.

Das 25.000 Artikel umfassende Portfolio, das in zwei Logistikzentren umgeschlagen wird, umfasst allerdings längst nicht mehr nur IT-Hardware, Software und Komponenten, sondern inzwischen auch ein umfangreiches Sortiment in den Bereichen Telekommunikation und Home Entertainment.

Kundenklientel erweitert

Anfangs beschränkte sich Wave noch auf regionale Kundschaft. Zunehmende Anfragen aus dem gesamten Bundesgebiet führten bereits zwei Jahre nach der Gründung zum Start des Versandhandels mit eigenem Callcenter. Gleichzeitig verstärkte das Unternehmen seinen Fokus auf den Reseller-Markt.

Zu Beginn der Neunzigerjahre machten Commodore- und Atari-Rechner samt Zubehör- und Software-Angebot einen wesentlichen Geschäftsbereich aus. Parallel fasste das Unternehmen jedoch auch auf dem anwachsenden PC-Markt Fuß und hielt so dem Niedergang des Heim-Computermarktes stand.

Vertriebserfolge bei PC- und Mac-Usern verzeichnete Wave vor allem mit SCSI-Komponenten und mit seinen nach Kundenspezifikation gefertigten „Speedfiles“ – externen SCSI-Gehäusen mit eingebauter Festplatte, Wechselplatte oder optischem Laufwerk.

Immer wieder angebaut

Der kontinuierliche Markterfolg erforderte bis heute wiederholt räumliche Expansionen. Mehrmals musste bis zur Fertigstellung des nächsten eigenen Gebäudes externer Lagerplatz dazu gemietet werden.

1994 bezog Wave größere Geschäftsräume in Gießen, 1996 folgte der Umzug in das neu errichtete Domizil im Gewerbegebiet der Nachbarstadt Linden.

Der Start des Webshops im Jahr 1998 eröffnete Wave einen zusätzlichen Vertriebskanal. Als Folge der weiter steigenden Auftragszahlen errichtete das Unternehmen im Jahr 2000 am Unternehmenssitz ein eigenes Logistikzentrum mit 3.500 Quadratmetern Lagerfläche und automatischem Kleinteilelager. Nur vier Jahre später wurden die Lagerkapazitäten durch einen Anbau um 2.300 Quadratmeter erweitert. Die jüngste lokale Expansion erfolgte 2008 in Gestalt des Logistikzentrums II, das die Gesamtlagerfläche auf rund 14.000 Quadratmeter erhöhte. Pro Tag schlagen die beiden Logistikzentren heute rund 100 Tonnen Ware um und versenden bis zu 10.000 Pakete.

Ökologische Standards integriert

Bei der baulichen Umsetzung des Logistikzentrums II legte Wave großen Wert darauf, dass das Gebäude die Standards der gesetzlichen Energie-Einsparverordnung deutlich unterschreitet. Das Gebäude wird deshalb mit geothermischer Energie klimatisiert. Eine Wärmepumpenanlage mit vierzig 120 Meter tiefen Erdwärmesonden versorgt das Gebäude mit natürlicher Wärme aus dem Erdboden. Auch die unvermeidbare Server-Abwärme dient hier verlustfrei zur Beheizung.

In Linden betreibt Wave außerdem vier Photovoltaik-Anlagen und hat daraus im Jahr 2009 727.474 Kilowattstunden Solarstrom ins öffentliche Netz gespeist. Das Brauchwasser für beide Logistikzentren wird aus firmeneigenen Regenwasserzisternen bezogen. In Büros und Logistik wird der Müll getrennt. Das elektronische Ordnersystems hilft, unnötige Papierausdrucke zu vermeiden. Beim Versand kommt laut eigenen Angaben ausschließlich umweltfreundliches Verpackungs- und Füllmaterial zum Einsatz.

Expansion ins Ausland

Seit 2006 betreut die eigenständige Niederlassung Wave Computers Nederland CV in Ridderkerk den niederländischen Markt. Zudem unterstützt eine eigene Niederlassung in Taiwan den Import bei Marktanalyse, Produktbeschaffung und Vertragsverhandlungen mit den asiatischen Herstellern. Bei 180 der rund 300 Hersteller im Portfolio bezieht Wave direkt, darunter A-Brands wie Asus, Acer, Canon, Gigabyte, Samsung und Zalman.

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