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Was sind immersive Technologien?

| Autor: Sarah Gandorfer

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Wenn der Nutzer ins virtuelle Geschehen mit Hilfe einer Technologie eintauchen kann, nennt sich diese immersiv. Früher reichte dafür bereits der Fernseher, heute ist das Ganze umfassender – die virtuelle Realität wird nicht nur in 3D sichtbar sondern zum Teil auch spürbar. In Zukunft könnte das Gehirn sogar via sogenannter Human Machine Interfaces (HMI) mit diversen Technologien verbunden werden.

Mit den ersten Fernsehübertragungen am Anfang des 20. Jahrhunderts begann die Immersion ( lateinisch für Eintauchen) in eine virtuelle Realität. Damals war die Technik noch weit entfernt vom Eintauchen in eine virtuelle Welt, wie wir sie heutzutage beispielsweise mit einer Virtual-Reality-Brille erleben können. Immersive Technologien bilden die Realität entweder komplett virtuell ab (VR) oder reichern sie mit ausgewählten virtuellen Informationen an, letzteres wird als Augmented Reality (AR) bezeichnet.

Alltag

Der Aufwärtstrend von Virtual Reality wird von Facebook Oculus, HTC Vive und Sony Playstation VR getrieben.
Der Aufwärtstrend von Virtual Reality wird von Facebook Oculus, HTC Vive und Sony Playstation VR getrieben. (Bild: Reply)

Mittlerweile durchdringt Augmented Reality und die dazu notwendige Technik immer mehr Lebensbereiche. Sie ist beispielsweise in Spielzeugen zu finden und lässt virtuelle Welten über entsprechende Endgeräte auf Spielteppichen entstehen oder die altbewährte Spielzeugeisenbahn virtuell über den Schienen fahren.

Auch die Industrie nutzt immersive Technologien. So sind Virtual und Augmented Reality bereits seit 2018 Bestandteil in der Aus- und Weiterbildung bei der Deutschen Bahn. Wie das Unternehmen auf seinen Webseiten schreibt, erfordern Bahnberufe im digitalen Zeitalter zunehmend spezifisches Fachwissen. Bahnanlagen werden ständig weiterentwickelt, neue Technologien müssen rasch erlernt werden. Die DB setzt dafür auf die selbst entwickelte Virtual Reality-Anwendung EVE (Engaging Virtual Education) zur Qualifikation ihrer Mitarbeiter.

Auch bei großen Logistikunternehmen und Autobauern gehören Wearables zur Anzeige von Produktionsdaten oder Lagerplätzen bereits zum Inventar und Arbeitsalltag. Diverse tragbare Endgeräte in Form von Datenbrillen oder anderen Anzeigelösungen am Kopf oder Körper des Arbeiters in der Logistik oder an der Produktionsstrecke sind bereits am Markt.

Die Grafik zeigt eine Übersicht von Trends rund um HMI, basierend auf Patenten und Publikationen in den Medien.
Die Grafik zeigt eine Übersicht von Trends rund um HMI, basierend auf Patenten und Publikationen in den Medien. (Bild: Rply)

Technologie wird zunehmend zum Werkzeug für die Erweiterung der menschlichen Sinne und Fähigkeiten. In eine Studie versucht Reply die Trends für Schnittstellenkonzepte zwischen Mensch und Computer, sogenannte Human Machine Interfaces (HMI), herauszuarbeiten. Dabei beobachtete der Dienstleister, wann entsprechende Patente auf den Markt kamen und in welchem Ausmaß die Medien darüber berichteten. Als Trend wurden Themen identifiziert, welche von einem geringen, aber ansteigenden Aufkommen in Expertenartikeln es bis in die stark diskutierten Massenmedien gebracht haben (siehe Graphik).

Das könnte die Zukunft sein

So genannte Full-Immersion-Technologien erlauben den unmittelbaren Informationsaustausch zwischen Mensch und Maschine. Fortschritte in vollständig immersiven Technologien und Neurowissenschaften zeigen, dass künftig Menschen mit Computern verbunden sein können. Wissenschaftliche Forschungen in der Medizin weisen den Weg in eine Richtung, in der das menschliche Gehirn Computer mit bloßen Gedanken steuern und Ideen über Headsets oder Hirnimplantate austauschen kann.

Bereits im Herbst 2016 gelang es Forschern des Swiss Federal Institute of Technology in Lausanne (Schweiz) mithilfe eines Hirnchips, dass ein gelähmter Affe wieder laufen konnte. Das System überbrückt die zerstörten Leitungsbahnen im Rückenmark und schafft so eine Verbindung zwischen dem Gehirn und dem Bein - und zwar völlig kabellos. Die Geschwindigkeit, mit der Hirn-Schnittstellen entwickelt werden, sei enorm, beschreiben es die Wissenschaftler.

Derzeit arbeiten Unternehmen an neural gesteuerten Interfaces. Diese sollen direkte Kommunikationswege zwischen einem vernetzten Gehirn und externen Geräten offerieren. Als weitere Stufe dieser Entwicklung zielen Trendtechnologien im Bereich Augmented Body darauf ab, den menschlichen Körper und seine Leistungsfähigkeit durch Mittel wie Implantate oder elektronische Tattoos zu verstärken.

Mensch-Maschine-Interaktion via Gedankenübertragung

Die Revolution von Human Machine Interfaces

Mensch-Maschine-Interaktion via Gedankenübertragung

26.03.19 - Das Sprach- und Gestensteuerung bald manuelle Eingaben ersetzen, können sich zumindest diejenigen vorstellen, die Siri, Alexa und Co. regelmäßig nutzen. Doch welche Rolle kommt immersiven Technologien künftig beispielsweise bei der Heilung von Krankheiten wie Parkinson zu? Eine Reply-Studie zeigt die Trends bei Human Machine Interfaces (HMI) auf. lesen

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