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Was ist Hyperkonvergenz?

| Autor / Redakteur: otontaube / Michael Hase

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Als Hyperkonvergenz bezeichnet man die Bündelung von Hard- und Software in der IT-Infrastruktur. Sie ist die Weiterentwicklung konvergenter Systeme und soll alle wesentlichen Komponenten in einer einzelnen Appliance vereinen.

Bei hyperkonvergenten Systemen sind alle wichtigen Technologien der Infrastruktur in einem Chassis untergebracht und eng miteinander verzahnt. Das gelingt durch eine entsprechend konfigurierte Software, die den Kern der Hyperkonvergenz bildet. Sie verwaltet insbesondere den Speicher, die Prozessoreinheit und das Netzwerk mit Hilfe geeigneter Management- und Virtualisierungswerkzeuge. Die Anbieter solcher Systeme verwenden in der Regel günstige Standard-Hardware, die von unterschiedlichen Herstellern stammen kann. Die gemeinsame Schnittstelle sorgt dafür, dass es zu keinen Problemen hinsichtlich der Kompatibilität kommen kann.

Hyperkonvergente IT-Systeme sind eine Weiterentwicklung konvergenter Strukturen. Der entscheidende Faktor ist dabei die Software. Neben Storage, Computing, Virtualisierung und Netzwerk sind bei der hyperkonvergenten Infrastruktur meist noch weitere Technologien integriert. Das können zum Beispiel die Datenreplizierung, Backups, die Datenwiederherstellung und die WAN-Optimierung sein. Sämtliche Technologien lassen sich dank der Software-basierten Architektur wie ein einziges System verwalten. Üblicherweise wären dafür weitere Appliances von Nöten, die dank Hyperkonvergenz eingespart werden.

Hyperkonvergenz in der Speicherverwaltung

Vor allem beim Storage bewirkt Hyperkonvergenz signifikante Änderungen. Der physische Speicher ist dabei direkt im Server untergebracht. Speichernetze (SANs) beziehungsweise ans Netzwerk angeschlossene Datei-Server (NAS), die sonst separat betrieben werden, sind in einem solchen System überflüssig. Mit Hilfe der Virtualisierungswerkzeuge lassen sich die einzelnen Massenspeicher zusammenfassen und werden als ein logisches Storage Array verwaltet. Den Speicherplatz aller verbundenen Festplatten kann die Software dabei in Form eines virtuellen Pools bereitstellen und zusätzlich Funktionen wie Deduplizierung und Komprimierung integrieren.

Das Nachrüsten einzelner RAM-Module, Prozessoren oder Speichermedien ist in einem hyperkonvergenten System nicht vorgesehen und deshalb meist auch nicht möglich. Stattdessen setzt man zusätzliche Appliances ein, um das System zu erweitern und den Anforderungen anzupassen. Durch den Einsatz von Standard-Hardware halten sich die Kosten dafür in Grenzen. Die neu hinzugefügten Ressourcen stehen beim hyperkonvergenten System unmittelbar zur Verfügung.

SANs erlauben zwar das Austauschen einzelner Komponenten. Dafür erfordern sie aber zeit- und arbeitsintensive Neukonfigurationen. Bei der Hyperkonvergenz entfällt dieser Mehraufwand, was die Handhabbarkeit im Falle von Systemerweiterungen erheblich reduziert. Einige Hersteller hyperkonvergenter Systeme erlauben indes auch das ressourcenschonende Aufrüsten einzelner Speicher oder Server. Somit verschwimmen die Grenzen zwischen konvergenten und hyperkonvergenten Systemen zusehends.

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