Kubernetes und App Modernization VMware geht das ­Knowhow-Problem an

Autor: Dr. Stefan Riedl

In kaum einer anderen Branche ist die Halbwertszeit von Knowhow so gering wie in der IT. Gerade eben wurde auf Teufel komm raus virtualisiert, schon wird auf Container-Technologie umgesattelt. Fehlendes Wissen wird zum limitierenden Faktor. VMware will dies ändern.

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Knowhow ist im Projektgeschäft häufig ein limitierender Faktor.
Knowhow ist im Projektgeschäft häufig ein limitierender Faktor.
(Bild: © Orlando Florin Rosu - stock.adobe.com)

Technologie-Knowhow stellt sich in vielen anstehenden IT-Projekten als eine Art Flaschenhals im Tagesgeschäft dar, beispielsweise bei ehemaligen Nischenthemen wie Kubernetes. Marc Müller, Channel-Chef bei VMware, will diesen limitierenden Faktor soweit möglich aus der Gleichung nehmen. Auch „App Modernization“ sei ein Beispiel.

Marc Müller ist Channel-Chef bei VMware.
Marc Müller ist Channel-Chef bei VMware.
(Foto: Michael Hase)

„Einige hochqualifizierte Partner decken dieses zentrale Geschäftsfeld – Modern Applications – für ihre Kunden sehr gut ab. Um aber die deutlich größere Nachfrage zu bedienen, unterstützten wir weitere Partner auf ihrem Weg zu neuen Qualifikationen“, so Müller. Sowohl das Channel-Team als auch die Value Added Distributoren erstellen gemeinsam mit schulungswilligen Partner individuelle Qualifizierungspläne auf.

Spezialisten arbeiten zusammen

„Wir freuen uns in diesem Jahr das Partnernetzwerk insbesondere für den Lösungsbereich Multi Cloud/Hybrid Cloud und den Lösungsbereich Modern Applications weiter ausbauen zu können“, so der Channel-Chef.

Zur Lösung des Flaschenhals-Problems wird zudem die Zusammenarbeit von mehreren, auf Teilbereichen spezialisierten Partnern bei einen Kunden-Projekt forciert. „Denn kaum ein Partner ist zu jeder Zeit und bei jedem Kunden in der Lage, sämtliche Services zu leisten“, so Müller. Zur Förderung bietet VMware nun ein ­Incentive für das Partnering an, das „Partner-to-Partner-Incentive“. Organisatorisch soll dabei ein Partner das Gesamtprojekt verantworten und spezialisierter Partner übernehmen Teilaufgaben, zum Beispiel die Aktivierung der Cloud-Lösungen.

Bonus-Möglichkeiten

Das Partnerprogramm „Partner Connect“ bleibt in allen wesentlichen Bereichen unverändert. Allerdings wurden Erweiterung des VMware-Portfolios durch Ergänzungen im Partnerprogramm berücksichtigt. So gibt es deutlich mehr Impulse aus dem Vertriebssteuerungsinstrument „Incentives“. „Sehr erfreulich ist die beträchtliche Erhöhung der prozentualen Bonus-Möglichkeiten in vielen Lösungsbereichen der bisherigen Programme“, sagt Müller.

Bei der Incentivierung wird zwischen den einzelnen Projektzyklen unterschieden. Bei VMware wird dabei nach folgendem Modell unterteilt: „Need & Discover“, „­Evaluate“, „Purchase“, „Use/Manage“ und „Expand & Renew“.

Incentives für alle Projektphasen

Für jeden Projekt-Abschnitt gibt es nun mindestens ein Incentive-Programm, welches das Tagesgeschäft mit Bonifizierungen versüßt. „Jetzt könnte man fragen, warum hat VMware dann nicht einfach ein Programm vorgestellt, dass alle Abschnitte abdeckt?“, so Müller und liefert folgende Antwort: „Die unterschiedlichen Bereiche werden zunehmend von unterschiedlichen Partnern abgedeckt.“ Abhängig vom ­erbrachten Service des Partners, wählt dieser dann auch das relevante Incentive. Zum Beispiel kommt bei „Need & Discover“ eine Assessment-Incentive zum Tragen, bei „Evaluate“ die neue „Proof of Concept Incentive“ oder bei „Use/Manage“ das Incentive „Cloud ­Activation Program“.

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Leitender Redakteur