HubSpot-Studie Vier-Tage-Woche statt Gehaltserhöhung

Von Heidi Schuster

Liebäugeln Sie auch mit einer Vier-Tage-Woche? Dann sind Sie nicht alleine, wie eine Umfrage von HubSpot zeigt. Die Mehrheit der befragten Arbeitnehmer aus Deutschland würde dafür auf mehr Geld verzichten. International sieht es aber anders aus.

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Die deutschen Arbeitnehmer würden gerne weniger arbeiten.
Die deutschen Arbeitnehmer würden gerne weniger arbeiten.
(Bild: alexandra - stock.adobe.com)

Hätten die Arbeitnehmer in Deutschland die Wahl, würde über die Hälfte (54 %) eine Vier-Tage-Woche einer Gehaltserhöhung vorziehen. Damit stehen die Bundesbürger im internationalen Vergleich jedoch fast allein da: Nur Arbeitnehmer aus Irland würden genauso entscheiden, wie die HubSpot-Studie „Hybrides Arbeiten 2022“ aufzeigt. Dafür befragt wurden weltweit 4.008 Vollzeitbeschäftigte, davon 501 aus Deutschland. Wichtigstes Merkmal einer funktionierenden Unternehmenskultur stellt für 40 Prozent der deutschen Befragten die Work-Life-Balance dar.

Es hapert an der Kommunikation

Für ein effektives Miteinander, egal ob im Büro, im Homeoffice, einer Mischung aus beidem, brauchen Arbeitnehmer die richtigen Systeme und Tools. Allerdings haben nur 30 Prozent der deutschen Befragten Richtlinien für die einheitliche Nutzung von Kommunikations- und Kollaborationstools erhalten. Nur eine effektive Kommunikation kann langfristig für Produktivität sorgen, mahnt HubSpot. Dass diese noch lange nicht gegeben ist, beklagt mehr als ein Drittel (35 %) der flexibel Arbeitenden: Sie gehen ins Büro, um effektiver mit ihren Kolleginnen und Kollegen zu kommunizieren. Nur 49 Prozent stimmen der Aussage zu, dass ihr Team in einer hybriden Umgebung effektiv arbeitet.

Zu viele unnötige Meetings

Aufgrund der hybriden Arbeitsweise läuft die Kommunikation innerhalb von Unternehmen vermehrt über Messaging-Tools oder Videokonferenzen ab. 67 Prozent der Studienteilnehmer in Deutschland geben an, sich aufgrund zu vieler Telefonate und Videokonferenzen nicht konzentrieren zu können. 51 Prozent finden außerdem, dass mindestens die Hälfte der Meetings, an denen sie vor Ort oder remote teilnehmen, durch E-Mails ersetzt werden könnten. Die E-Mail ist trotz der Fülle an Kommunikationskanälen für 37 Prozent das favorisierte Kommunikationsmittel, wenn sich die Arbeitnehmer für ein Tool entscheiden müssten. 29 Prozent favorisieren Videokonferenz-Tools wie Zoom und ein Drittel (21 %) Telefonate.

Management-Schulungen und Teambuilding-Maßnahmen

Die hybride Arbeitswelt bringt nicht nur Herausforderungen in der Kommunikation, sondern auch für die Unternehmenskultur. Um den Zusammenhalt zu fördern, wünschen sich 32 Prozent der deutschen Befragten spezielle Trainings für Manager. 27 Prozent halten Investitionen in Teambuilding-Maßnahmen für sinnvoll. Ein Viertel (23 %) gibt in der Umfrage an, dass ihr Unternehmen in Kommunikations- und Kollaborationstools investieren sollte.

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