Bremer Inkasso: Zinsen verlangen und richtig berechnen Verzugszinsen stehen Ihnen zu!

Redakteur: Heidi Schuster

Unternehmer können ihr Metier noch so gut beherrschen, Probleme mit Kunden, die ihre Rechnungen zu spät zahlen, kennen dennoch alle. Dabei ist es egal, ob es sich um Klein- oder Großunternehmen handelt.

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Verzugszinsen - Gläubiger sollten sie laut Bremer Inkasso unbedingt einfordern, denn das ist ihr gutes Recht.
Verzugszinsen - Gläubiger sollten sie laut Bremer Inkasso unbedingt einfordern, denn das ist ihr gutes Recht.
(Bild: Andrey Popov-Fotolia.com)

Oft leidet die eigene Liquidität, wenn Kunden ihre Rechnungen nicht rechtzeitig begleichen und nicht selten sind Unternehmen deshalb sogar selbst auf die Inanspruchnahme von Bankkrediten angewiesen. Während sich der Kunde auf der einen Seite durch späte Zahlung einen vermeintlich günstigen Lieferantenkredit beschafft, führt das auf der anderen Seite bei den Unternehmern zu Zinsbelastungen, welche die oft ohnehin geringen Erträge zusätzlich schmälern, so Bremer Inkasso.

Doch für einen Unternehmer gibt es Möglichkeiten, sich den entstandenen Zinsschaden vom Kunden ersetzen zu lassen. Nachfolgend beantwortet Bernd Drumann, Geschäftsführer von Bremer Inkasso, die häufigsten Fragen rund um das Thema Zinsen:

Ab wann kann man Verzugszinsen verlangen?

„Ab dem Tag, an dem der Kunde mit der Zahlung der Rechnung in Verzug gerät, kann man Verzugszinsen sowie einen gegebenenfalls höheren Schaden geltend machen. In Verzug kommen kann ein Kunde 1. mit Zugang einer Mahnung des Gläubigers, in der dieser ihn zur Zahlung der fälligen Forderung auffordert. Ein Kunde kommt 2. in Verzug, wenn ein nach dem Kalender bestimmbarer Zahlungstermin überschritten wurde. Allerdings muss der Zahlungstermin zuvor vertraglich vereinbart worden sein. Allein die einseitige Angabe auf der Rechnung ist hingegen nicht ausreichend. Hier bedarf es dann keiner Mahnung. Und ein Kunde kommt 3. grundsätzlich 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung in Zahlungsverzug, wenn es Geschäfte zwischen Unternehmern sind. Bei Verbrauchern gilt diese 30-Tage-Frist nur, wenn in der Rechnung ausdrücklich darauf hingewiesen wurde.“

In welcher Höhe können Verzugszinsen verlangt werden?

„Grundlage für die Berechnung von Verzugszinsen ist der Basiszinssatz. Dieser wird gemäß § 247 BGB seit 1. Januar 2002 von der Deutschen Bundesbank jeweils zum 1. Januar und zum 1. Juli eines Jahres neu berechnet und im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Seit 1. Januar 2015 und jedenfalls bis zum 31. Dezember 2015 beträgt der Basiszinssatz -0,83 Prozent. Der Zinssatz, den man regelmäßig als Verzugszinsen auf Geldforderungen verlangen kann, beträgt fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz pro Jahr. Für den Geltungszeitraum 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 also 4,17 Prozent. Ein höherer Zinssatz gilt für Entgeltforderungen, beispielsweise den Preis für Lieferungen oder sonstige Leistungen, bei Rechtsgeschäften zwischen Unternehmern. Also ohne Verbraucherbeteiligung – hier beträgt er 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz pro Jahr. Für den Geltungszeitraum 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 also 8,17 Prozent.“

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