Cyberangriffe Wenn Compliance auf dem Papier gut aussieht, in der Produktion aber versagt
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Viele Hersteller erfüllen Compliance-Vorgaben, bestehen Audits und können Maßnahmen nachweisen. Doch gerade in Produktionsumgebungen bleiben oft Sicherheitslücken, die Cyberangriffe ermöglichen.
Hersteller müssen ihre Cybersicherheitsreife zunehmend nachweisen. Vorschriften wie NIS2 und IEC 62443 sowie strengere Lieferkettenprüfungen verlangen operative Resilienz ebenso wie regulatorische Compliance. Viele Unternehmen investieren deshalb erheblich in ihre Sicherheitsmaßnahmen. Dennoch sinkt das tatsächliche Risiko oft nicht im gleichen Maß – selbst dann nicht, wenn alle Compliance-Anforderungen erfüllt werden. Widerstandsfähigkeit hängt in der Praxis weniger davon ab, jeden Vorfall zu verhindern, als ihn schnell zu erkennen und einzudämmen.
Das Problem ist selten ein Tool-Mangel, sondern ein strukturelles. Die meisten Unternehmen verfügen über ein breites Sicherheitsportfolio, das IT, zunehmend Betriebstechnik (OT) sowie Perimeter und Endpunkte abdeckt, häufig jedoch fragmentiert bleibt. Viele Strategien konzentrieren sich weiterhin auf Schwachstellenmanagement und periodische Compliance statt auf kontinuierliches Risikomanagement. Ein zunehmend wichtiger Ansatz ist Universal Zero Trust Network Access (UZTNA), der Zero-Trust-Prinzipien konsistent über IT- und Betriebsumgebungen hinweg anwendet und nicht patchbare Systeme über risiko- und kontextbasierte Kontrollen schützt.
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