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Industrie 4.0 und Internet of Things

Tresmo und die IoT-Revolution

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Das Internet der Dinge ist eng mit dem Begriff „Industrie 4.0“ verknüpft.
Das Internet der Dinge ist eng mit dem Begriff „Industrie 4.0“ verknüpft. (Bild: Bobboz - Fotolia.com)

Das Internet of Things ist in aller Munde, beispielsweise wenn es um die vielbeschworene „Industrie 4.0“ geht. Der IT-Dienstleister Tresmo hat sich in diesem Umfeld einen Namen erarbeitet.

Wenn Industrie 4.0 die nächste industrielle Revolution ist, dann sind Jan Rodig (CEO), Bernd Behler (CTO), Thilo Wolter und Martin Obmann sozusagen Revolutionäre. Denn ihr im Jahr 2012 gegründeter IT-Dienstleister Tresmo beschäftigt sich mit dem Bereich aus der IT, der Industrie 4.0 ermöglichen soll: Das Internet of Things (IoT) im industriellen Einsatz. Mit 25 Mitarbeitern im Hauptsitz in Augsburg und Büros in Berlin und Leipzig hat sich das Unternehmen in so ziemlich alle IoT-Segmente reingefuchst, die in den Fokusbranchen Maschinen- und Anlagenbau sowie Elektrotechnik eine Rolle spielen (siehe Kasten). Zu den Tresmo-Kunden zählen mittelständische aber auch große, international aufgestellte Unternehmen wie BMW, Wilo, Viessmann, Trumpf und Velux.

Beratung und Umsetzung

Wie sehen die Unternehmen der Zukunft aus?
Wie sehen die Unternehmen der Zukunft aus? (Bild: sittinan - Fotolia.com)

Grundsätzlich ist Tresmo in zwei unterschiedlichen Projekttypen tätig. Das eine sind strategische Beratungsprojekte, bei denen es darum geht IoT-Strategien und -Geschäftsmodelle für Unternehmen zu entwickeln. Dabei können aber auch neue IoT-Produkte und -Services herauskommen. Darauf aufbauend folgen in der Regel Projekte des zweiten Typs: „Dabei setzen wir die IoT-Lösungen dann für unsere Kunden technisch um, insbesondere durch Softwareentwicklung in den Bereichen Firmware, Cloud, Web und Apps sowie die Auswahl der optimalen IoT-Plattform und deren Einrichtung“, so Jan Rodig, Mitgründer und CEO des Unternehmens.

Mittlerweile hat Tresmo mehr als 30 IoT-Projekte realisiert, darunter Smart-Home-Lösungen, Condition Monitoring für Werkzeugmaschinen, Predictive Maintenance für einen Anlagenbauer sowie ein IoT-Dienstleistungskonzept.

Knowhow ist das A und O

Das Internet der Dinge ist in den Augen von Rodig der nächste große logische Entwicklungsschritt der digitalen Transformation. Daher hat sich Tresmo bereits vor mehr als vier Jahren auf entsprechende Projekte fokussiert. „Einerseits haben wir großen Spaß an komplexen, anspruchsvollen Softwareentwicklungs-Aufgaben und andererseits hatte unser Kern-Team mit über zwanzig Jahren gemeinsamer Erfahrung in der Entwicklung individueller Enterprise-Softwarelösungen in den Bereichen Cloud, Web und Apps eine solide Knowhow-Basis, auf der wir perfekt aufsetzen konnten“, so der Tresmo-CEO.

Ergänzendes zum Thema
 
Der IoT-Deinstleister Tremso im Überblick

Schattenseiten der IoT-Branche

Doch die IoT-Branche hat auch ihre Schattenseiten, weiß man bei Tresmo. IoT wird häufig im gleichen Atemzug mit Cybersecurity und DDoS-Angriffen genannt – wenn es um die Einbindung von Geräten in Bot-Netzwerke geht. Das größte Problem ist in dem Zusammenhang aber gar kein technisches, findet Rodig und erläutert: „Vor allem im B2C-Bereich ist aufgrund des enormen Preis- und Zeitdrucks schlicht kaum ein Anbieter von IoT-Lösungen bereit, viel Geld für Cybersecurity auszugeben. Weiterhin schert es die meisten User nicht, ob ihr smartes Babyphone oder ihre Webcam durch eine DDoS-Attacke in irgendeinem fernen Land das Internet lahmlegen. Sie wollen nicht fünf Euro mehr ausgeben, um so etwas möglicherweise zu verhindern.“

DDoS-Attacken via Babyphones und Co.

Jan Rodig, CEO, Tresmo
Jan Rodig, CEO, Tresmo (Bild: Tresmo)

Rodig geht davon aus, dass es vor diesem Hintergrund mit zunehmender Verbreitung von IoT-Geräten auch immer öfter zu Angriffen kommen wird. „Die recht prominente DDoS-Attacke im letzten Oktober in den USA war sicherlich erst der Anfang – und dabei ging es auch nur um eine überschaubare Anzahl gekaperter Geräte von gerade einmal circa 100.000 bis 140.000 Devices“, so der Manager. Daher brauche es unbedingt regulatorische Vorgaben, um in diesem Bereich ein signifikant höheres Sicherheitsniveau zu erreichen, fordert Rodig, „Von allein wird der Markt das meines Erachtens nicht schaffen.“

Nichts geht über Projektarbeit

Tresmo ist inzwischen ein etablierter Akteur im IoT-Umfeld. Wie man sich als IT-Dienstleister in diesem Bereich fortbildet und Fuß fasst, ist für Rodig in erster Linie eine Frage der Praxis: „Am sinnvollsten ist das durch direkte Projektarbeit, da viele Dinge zwar in der Theorie funktionieren, aber in der Praxis dann doch nicht. Auch sind die Werbematerialien der Technologie- und Plattformanbieter häufig der Realität weit voraus und der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Trotz dreißig großer, erfolgreich bewältigter IoT-Projekte lernen wir in jedem neuen Projekt noch etwas dazu.“

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