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Schnellerer Wandel zum MSP Teamix wird von schwedischer Proact-Gruppe übernommen

Autor: Michael Hase

Die Nürnberger Teamix wird Teil von Proact IT. Durch den Verkauf an die schwedische Gruppe will das fränkische Systemhaus den Wandel zum Managed Service Provider beschleunigen.

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Die Teamix-Geschäftsführer Oliver Kügow (l.) und Richard Müller übernehmen künftig Führungsrollen in der Proact-Gruppe.
Die Teamix-Geschäftsführer Oliver Kügow (l.) und Richard Müller übernehmen künftig Führungsrollen in der Proact-Gruppe.
(Bild: Teamix)

Teamix geht mit dem heutigen Tag zu 100 Prozent an die schwedische Proact IT Group. Das Nürnberger Systemhaus verspricht sich von dem Verkauf an die skandinavische Gruppe mehr Tempo beim Wandel zu einem deutschlandweiten Managed Service Provider (MSP), wie das Unternehmen mitteilt. Proact tritt in 15 europäischen Ländern als MSP auf. Die Gruppe, die 720 Mitarbeiter beschäftigt, möchte durch den Zukauf ihre Position im deutschen Markt stärken.

Teamix bietet seit 15 Jahren Infrastrukturlösungen und Dienstleistungen im deutschen Markt an. Neben dem klassischen Vertrieb von Storage-, Netzwerk-, Security- und Virtualisierungsprodukten stellen die Franken seit etwa vier Jahren auch Managed Services für ihre Endkunden bereit. Dazu haben sie in Nürnberg gemeinsam mit den Datacenter-Partnern Noris Network und QSC eine entsprechende Infrastruktur aufgebaut. 2016 erwirtschaftete Teamix mit 85 Mitarbeitern an vier Standorten einen Umsatz von 35 Millionen Euro.

Durch die Integration in die Proact-Gruppe gewinnt das Systemhaus nun eine breitere Basis an standardisierten Managed Services. Oliver Kügow und Richard Müller, beide Gründer und Geschäftsführer von Teamix, versprechen sich davon ein schnelleres Wachstum in diesem Geschäftsfeld. „Die Zusammenarbeit mit Proact ermöglicht es uns, größere und thematisch breiter aufgestellte Projekte durchzuführen.“ Den Endkunden würden insbesondere das Managed-Services-Portfolio und die Software-Tools der Schweden zugute kommen.

Ausbau der Netzwerkkompetenz

Proact wiederum möchte durch die Netzwerkexpertise von Teamix seine Kompetenz in diesem Technologiefeld stärken und setzt nicht zuletzt darauf, vom guten Ruf des Systemhauses im deutschen Markt zu profitieren. „In Hinblick auf Unternehmenskultur und technische Kernkompetenzen ist Teamix der ideale Partner für Proact“, betont Jason Clark, CEO der schwedischen Gruppe. Besonders wertvoll seien für ihn die Fähigkeit der Nürnberger, größere IT-Projekte erfolgreich abzuschließen, und ihr konsequenter Fokus auf den Geschäftsnutzen von IT-Lösungen.

Oliver Kügow wird künftig in Personalunion die Geschäfte von Teamix und Proact IT Germany führen. Richard Müller wird in der Position eines Geschäftsführers die Aufgabe übernehmen, das Netzwerkgeschäft der Proact-Gruppe in Deutschland und international weiterzuentwickeln.

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