An Formfaktoren und Displays ändert sich bei der jüngsten Generation von Surface Pro, Laptop und Studio nichts. Aber es gibt mehr Leistung durch neue Prozessoren, neue Features für hybrides Arbeiten und neue Farben, vor allem beim Surface Pro 9.
Beim Surface Pro 9 und dem Surface Laptop 5 vollzieht Microsoft den Schritt zu Alder-Lake-U-Prozessoren von Intel. Das Pro 9 kommt zusätzlich mit dem neuen ARM-Prozessor SQ3. Beim Desktop-Rechner Surface Studio 2+ gibt es ein lang ersehntes Upgrade auf Tiger Lake H35.
(Bild: Microsoft)
Die Änderungen bei den neuen Surface-Modellen Pro 9, Laptop 5 und Studio 2+ spielen sich vor allem unter der Haube und bei der Farbgebung ab. Ansonsten hält Microsoft an den bewähren Konzepten fest und optimiert nur im Detail. Neben den neuen Mobilcomputern präsentiert der Hersteller noch Zubehör für hybrides Arbeiten wie das Audio Dock und den Presenter+. Zudem sollen die Microsoft Adaptive Accessories Menschen mit körperlichen Einschränkungen die Nutzung der Surface-Geräte erleichtern.
Das Surface Pro 9 ist wie sein direkter Vorgänger ein Windows-Tablet mit 13-Zoll-Panel und optionalem Keyboard und Stift. Das PixelSense-Flow-Panel mit 3:2-Seitenverhältnis liefert weiterhin eine Auflösung von 2.880 x 1.920 Pixel mit bis zu 120 Hz dynamischer Bildwiederholfrequenz. Neu sind die Prozessoren: Microsoft bietet das flache und unter 900 Gramm leichte Gerät nun mit Intel-Alder-Lake-U- oder mit dem eigenen SQ3-ARM-Prozessor an. Bei den Intel-Modellen haben Consumer die Wahl zwischen dem Core i5-1235U und dem i7-1255U. Bei den Business-Modellen gibt es den i5-1245U und den i7-1265U zur Auswahl. Letztere unterscheiden sich primär durch die Unterstützung von vPro Enterprise statt vPro Essentials. Alle vier CPUs sind Hybrid-Modelle mit zwei Performance-Cores und acht zusätzlichen Efficient-Cores. Die i7-Modelle liefern höhere Taktraten und eine schnellere Iris-Xe-Grafikeinheit mit 96 statt 80 Ausführungseinheiten. Zudem ist in den Intel-Tablets Thunderbolt 4 vorhanden.
Der Microsoft-Prozessor SQ3 basiert wohl auf dem QualcommSnapdragon 8cx Gen3 mit vier schnellen Cortex-X1- und vier sparsamen Cortex-X78-Cores. Für die Grafik sorgt eine integrierte Adreno-GPU. Zusätzlich verfügt das ARM-Modell über eine Neural Processing Unit für KI-Funktionen. So sorgen die Windows-Studio-Effekte mit Hilfe der NPU bei Videokonferenzen mit der Full-HD-Webcam für ein automatisches Framing und für eine Blickkontaktverfolgung.
Ferner ist das SQ3-Modell mit Wi-Fi 6E und 5G sowie GPS ausgestattet. Die Intel-Versionen können dagegen nur mit Wi-Fi 6E aufwarten. Dafür gibt es sie mit bis zu 32 GB LPDDR5 als Arbeitsspeicher während das ARM-Modell mit maximal 16 GB LPDDR4x ausgestattet ist. Die wechselbare M.2-SSD ist beim Intel-Modell maximal ein TB groß und bei der SQ3-Variante 512 GB. Diese soll dafür mit einer Akkuladung bis zu 19 Stunden lang durchhalten, während das Alder-Lake-Surface-Pro bis zu 15,5 Stunden mit einer Akkuladung durchhält. Das Tablet und die passenden Surface Pro Signature Keyboards gibt es nun in vier Farbvarianten: Platinum, Graphite, Sapphire, Forest. Die Platinum-Farbe ist allerdings für die 5G-Variante mit SQ3-Prozessor reserviert. Anlässlich des 10jährigen Surface-Jubiläums kommt zusätzlich eine blaue Sonderversion mit einem floralen Design und Lasergravur vom Londoner Designstudio Liberty.
Das Surface Pro 9 kommt ab dem 9. November auf den Markt. Der Startpreis für die Consumer-Variante mit Intel-CPU liegt bei 1.299 Euro (UVP), die Business-Version kosten 100 Euro mehr. Das 5G-Modell mit SQ3-Prozessor kostet ab 1.649 Euro (UVP).
Surface Laptop 5
Das Surface Laptop 5 wird, wie gehabt, in einer 13,5- und einer 15-Zoll-Version auf den Markt kommen. Die Auflösungen der Touch-Panels betragen weiterhin 2.256 x 1.504 Pixel beziehungsweise 2.496 x 1.664 Pixel. Allerdings gibt es die Notebooks nur noch mit Intel-CPU: Den 13,5-Zöller mit der selben CPU-Auswahl wie das Surface Pro 9 in der Intel-Variante, den 15-Zöller entweder mit Core i7-1255U (Consumer) oder Core i7-1265U (Commercial). Gegenüber dem Surface Laptop 4 verspricht Microsoft eine um 50 Prozent höhere Leistung. Zudem bietet es nun einen Thunderbolt-4-Port zusätzlich zur USB-Typ-A-Buchse. Die Akkulaufzeit soll beim 13,5-Zöller bis zu 18 Stunden betragen und bei 15-Zoll-Modell bis zu 17 Stunden (bei typischer Gerätenutzung). . Als Termin für die Verfügbarkeit nennt Microsoft hier bereits den 25. Oktober mit Preisen an 1.179 Euro (UVP 13,5 Zoll) und 1.529 Euro (UVP 15 Zoll) für die Consumer-Versionen. Die Einstiegspreise für die Unternehmenskunden liegen auch hier 100 Euro höher.
Surface Studio 2+
Der gelenkige Desktop-Rechner Surface 2+ bekommt gegenüber seinem direkten Vorgänger nur das +-Suffix verpasst, macht aber beim Prozessor tatsächlich den größten Sprung. Basierte der Surface 2 noch auf einem Core-Prozessor des 7ten Generation, also Kaby Lake, ist das neue Modell mit der Tiger-Lake-CPU Core i7-11370H bestückt. Unterstützt wird die Quadcore-Mobile-CPU mit 35 Watt TDP durch eine Nvidia Geforce RTX 3060 in der Mobile-Variante mit 6 GB GDDR6. Auch sie liefert eine deutlich höhere Performance als die Geforce GTX 1060 oder 1070 im Vorgänger. Der DDR4-Arbeitsspeicher ist 32 GB groß, die SSD fasst ein TB. Das kalibrierte 28 Zoll große PixelSense-Display mit Touch- und Stifterkennung löst weiterhin mit 4.500 x 3.000 Bildpunkten auf, soll aber eine bessere Farbdarstellung liefern. Zu den weitere Verbesserungen gehören drei Thunderbolt-4-Ports und eine bessere Webcam für hybrides Arbeiten. Als Startpreis nennt der Hersteller hier 5.589 Euro (UVP).
Stand: 08.12.2025
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Zubehör für hybrides Arbeiten und für eingeschränkte Personen
Neues Zubehör für die Rechner stellt Microsoft ebenfalls vor. Das Audio Dock ist eine Kombination aus leistungsstarken Lautsprechern mit eigenem Tieftöner, einem Mikrofonarray und einem USB-C-Dock mit Ladefunktion für angeschlossene Rechner. Zudem unterstützt es den Anschluss von bis zu zwei Displays über USB-C und HDMI. Das Audio Dock kostet 289 Euro (UVP). Der Presenter+ für 99 Euro (UVP) ist eine Fernsteuerung für hybride Meetings. Neben der Kontrolle von Präsentationen via Bluetooth bietet es Microsoft-Teams-Funktionen wie eine Mute-Taste oder das virtuelle Heben der Hand.
Mit den Microsoft Adaptive Accessories bietet der Hersteller zudem eine breite Auswahl anpassbarer Eingabegeräte für Menschen körperlichen Einschränkungen. Außerdem hat Microsoft spezielle Griffe für den Classroom Pen 2 und den Business Pen als Vorlagen für 3D-Drucker vorgestellt. Microsoft Audio Dock und presenter+ sind ab dem 12. Oktober verfügbar, die Adaptive Accessories bietet der Hersteller an dem 25. Oktober über den Microsoft Store an.