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Connectivity Benchmark Report 2020

Stillstand bei der Digitalen Transformation sorgt für Verluste

| Autor: Heidemarie Schuster

90 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass Integrationsprobleme das Tempo ihrer Digitalen Transformation verlangsamen.
90 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass Integrationsprobleme das Tempo ihrer Digitalen Transformation verlangsamen. (Bild: © Olivier Le Moal - stock.adobe.com)

MuleSoft hat den Connectivity Benchmark Report 2020 vorgestellt. Die Befragung unter 800 IT-Entscheidern aus Organisationen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern weltweit zeigt den Status quo der IT und der Digitalen Transformation.

Der Connectivity Benchmark Report 2020 von MuleSoft, einem Anbieter einer Application Network Plattform, zeigt, dass die Digitale Transformation bei so gut wie allen Unternehmen als strategisches Ziel weit oben auf der Agenda steht. Demnach betreiben oder planen 95 Prozent im laufenden Jahr entsprechende Initiativen. 90 Prozent stellen dabei insbesondere die Integration ihrer Systeme vor große Herausforderungen, was sich negativ auf Umsatz, Produkteinführungen und die Kundenwahrnehmung auswirken kann.

Der Report zeigt außerdem, dass Unternehmen bei der Digitalen Transformation immer mehr unter Druck geraten. Dreiviertel der Befragten erwarten Umsatzrückgänge, wenn sie ihre Initiativen nicht innerhalb der nächsten 12 Monate entscheidend voranbringen. Dabei treffen sie häufig auf eine große Hürde: Von durchschnittlich 837 verschiedenen Anwendungen in Unternehmen sind nur 30 Prozent miteinander integriert. Eine vollständige Sicht auf den Kunden ist dadurch nicht möglich. Wenig überraschend kann in der Folge auch mehr als die Hälfte keine durchgängige Kundenerfahrung bieten.

Budget-Probleme

Herkömmliche IT-Operations-Modelle funktionieren oft nicht mehr. Unternehmen müssen daher neue Wege finden, Projekte zu beschleunigen. Bei mindestens der Hälfte der Befragten steht einer gestiegenen Arbeitsbelastung um 38 Prozent (Vorjahr: 33 %) eine durchschnittliche Budgetsteigerung um weniger als 10 Prozent gegenüber. Gleichzeitig sind bei 77 Prozent der Unternehmen die IT-Teams für die vernetzte Kundenerfahrung verantwortlich. Es ist daher nicht verwunderlich, dass fast 60 Prozent ihre angestoßenen Digitalisierungsprojekte 2019 nicht wie geplant abschließen konnten und rund 70 Prozent der Arbeitszeit in den IT-Betrieb statt in Innovationen und Weiterentwicklung fließt.

Potenziale von APIs

Die überwältigende Mehrheit der Unternehmen weiß um die Stärken und Vorteile von APIs (Application Programming Interfaces). Bereits 80 Prozent nutzen offene oder private APIs. Dennoch verfügen nur wenige von ihnen (16 %) über eine Strategie für deren unternehmensweiten Einsatz. So nutzt mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen APIs für isolierte Projekte beziehungsweise nur innerhalb bestimmter Geschäftsbereiche. Entwickler in Unternehmen können nur 44 Prozent der Software-Assets und -Komponenten mehrfach nutzen; 80 Prozent können APIs nicht ohne weiteres weitergeben.

Eine API-Strategie, die Self-Service und Wiederverwendung von Programmierschnittstellen ermöglicht, beschleunigt Innovation, steigert Produktivität und erschließt neue Umsatzströme. Über die Hälfte (56 Prozent) bestätigt, dass die IT den größten Mehrwert für ihre Unternehmen durch wiederverwendbare Integrationen schafft. Denn dadurch lässt sich viel Zeit und Geld in Folgeprojekten sparen. Dennoch nutzen nur 50 Prozent der Befragten APIs, um ihre Prozesse bei der Anwendungsentwicklung effizienter zu gestalten. Nutzer von APIs berichten hingegen von gesteigerter Produktivität (56 %, schnelleren Innovationen (48 %) sowie verbesserter Agilität und Self-Service-Möglichkeiten im IT-Betrieb (50 %).

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