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Mobile Device Management Soti One: MDM mit ­Aussicht auf IoT

Autor: Dr. Stefan Riedl

Mit den Tools von Soti kann Mobile Device Management über die komplette Gerätelandschaft hinweg betrieben werden. Die modulare Plattform „Soti One“ geht aber tiefer und schließt auch IoT-Anwendungen ein. Nun werden neue Partner gesucht.

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Das Management mobiler Devices steht bei Soti im Mittelpunkt.
Das Management mobiler Devices steht bei Soti im Mittelpunkt.
(Bild: elenabsl - stock.addobe.com)

Soti zählt zu den Werkzeugmachern unter den Software-Herstellern und ist im Bereich Mobility Management unterwegs. Angefangen hat das Mitte der 90er mit Windows-Mobile-Geräten und entsprechenden PDAs. Inzwischen deckt das Unternehmen hier die ganze Bandbreite an Betriebssystemen ab. Mit „Soti One“ bietet das Unternehmen mit Hauptsitz in Toronto eine modulare Plattform, die zudem einige ­verwandte Bereiche abdeckt und – via MQTT-Protokoll auch im IoT-Bereich beheimatet ist.

Hardware-Zoo verwalten

Stefan Mennecke, Vice President of Sales Central and Eastern Europe beim Unternehmen, fasst zusammen: „Inzwischen ist es möglich, dass Firmen ihren kompletten Hardware-Zoo über unsere Lösungen managen: Angefangen mit den alten Windows-Versionen Mobile oder Win95, später kam Android hinzu sowie iOS, MacOS, dann Windows 10 oder Windows Holo­lense und auch Linux.“ Soti ist nach wie vor gründergeführt – der Gründer ist der CEO – und selbstfinanziert, ist also nicht an der Börse gelistet oder von Venture Capital abhängig. Insgesamt sind die IT-Management-Tool-Macher weltweit mit etwa 1.000 Mitarbeitern aufgestellt. Eine Niederlassung in Deutschland ist in Hamburg angesiedelt.

Werkzeugkasten

Das Kernprodukt, die Plattform „Soti One“, ist modular aufgebaut und beinhaltet neben dem klassischen MDM weitere Werkzeuge. Da wäre Snap, ein Low-Code-Tool, mit dem Apps für iOS und Android erstellt und manuelle „Klemmbrett-Prozesse“ ­digitalisiert werden können. Beispiele dafür wären: Apps zum Abarbeiten von Checklisten für Techniker im Außendienst, ­Inventur-Apps, Preisfindungsunterstützungs-Tools, Workflow-Info-App oder eine Zeiterfassungs-App.

„Soti Insight“ dient dazu, Zustände von Endgeräten auszulesen, beispielsweise um die Mobilabdeckung auf einem ­Firmen-Campus auszuwerten oder die Netzverfügbarkeit in den Regionen, in ­denen Mitarbeiter des Außendienstes oder Lieferdienstes arbeiten. „Auch Akkulaufzeiten lassen sich so auf dem Schirm ­behalten und Gegenmaßnahmen einleiten, zum Beispiel bei stark stromziehenden Apps oder als Prophylaxe für Geräte, deren Akku in Kürze keinen vollen Arbeitstag mehr durchhalten werden“, führt Men­necke aus.

Internet der Dinge

MQTT hat sich als Protokoll des Internet of Things etabliert.
MQTT hat sich als Protokoll des Internet of Things etabliert.
(Bild: TAW4 - stock.adobe.com)

„Soti Connect“ verfolgt einen IoT-Ansatz und managed Geräte, die das „Message Queuing Telemetry Transport“-Protokoll (Kasten) sprechen, darunter mobile Drucker, Scanner, Wearables, Etikettendrucker et cetera. Mennecke nennt zwei Beispiele: „Angenommen in einer Produktionsstätte wird ein Produkt mit einem Barcode versehen. Wenn hier das Band ausgeht, steht die Produktion. Über Soti Connect lassen sich bereits im Vorfeld Events antriggern, beispielsweise Warnungen, dass in Laufe dieser Schicht die Barcode-Rolle ausgehen wird. Oder nehmen Sie das Thema Beacons. Mit dieser Sensorik im MQTT-Bereich kann beispielsweise die konsequente Einhaltung der Kühlkette in der Lebensmittelversorgung überwacht werden“, sagt Mennecke.

Weil Soti Connect mit einem „if this, then that“-Konzept arbeitet, können bei Erkennen bestimmter Zustände, die außerhalb einer definierten Norm liegen – beispielsweise die Außentemperatur oder den gegenwärtigen Gerätezustand betreffend – automatisch bestimmte ­Alarme ausgelöst oder Tickets an die Verantwortlichen geschickt werden, um zu dokumentieren und um Gegenmaßnahmen einzuläuten.

Apps für den Außendienst

„Soti Assist“ ist ebenfalls ein Modul von „Soti One“ und hilft im Support-Bereich, um Ausfallzeiten zu reduzieren oder um sehr gehaltvolle Tickets zu erstellen. Admins stehen oft vor dem Problem, dass es schlichtweg heißt „App funktioniert nicht“ oder ähnliches. „Mit diesem Tool können Helpdesk-Mitarbeiter – die beispielsweise für einen Außendienstkollegen ein technisches Problem lösen wollen – auf das Endgerät des Kollegen zugreifen und helfen, oder auch ein kurzes Video drehen, das genau zeigt, was konkret nicht funktioniert, indem das Problem praktisch gefilmt wird. So kann das Helpdesk der App-Entwicklung eine sehr konkrete Problembeschreibung übergeben“, so Mennecke.

Partner „in der Breite“ gesucht

Soit hat in Deutschland etwa 40 Partner. „Viele davon sind stark spezialisiert und beispielsweise in Retail, Logistik oder Fertigung verwurzelt. Vor diesem Hintergrund suchen wir weitere Partner und wollen unseren indirekten Vertriebskanal im klassischen MDM-Bereich ausbauen, also etwas mehr in die Breite gehen“, so der Vertriebsleiter zur Channel-Strategie. Soti hat ein vierstufiges Partnerprogramm mit den Kategorien Bronze, Silber, Gold und Platin, bei denen Umsatzzielen gestaffelte Rabatte entgegenstehen. Partner können auf ein Extranet zugreifen und finden dort zahlreiche Ressourcen wie Webcasts, Produktinfos und NFR-Lizenzen (Not for Resale) für den eigenen Gebrauch und für Demozwecke.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

Dr. Stefan Riedl

Leitender Redakteur