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So schreitet Lexware ins Cloud-Zeitalter

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Haufe arbeitet eifrig daran, etwa Mitte 2018 mit einem cloud-basierten ERP auf den Markt zu kommen.
Haufe arbeitet eifrig daran, etwa Mitte 2018 mit einem cloud-basierten ERP auf den Markt zu kommen. (Bild: © wladimir1804/ Fotolia.com)

Noch ist das Brot- und Buttergeschäft im On-Premise-Bereich angesiedelt, bei Lexware. Aber die Zeichen der Zeit stehen bereits auf Cloud. Mitte 2018 kommt mit einem Cloud-ERP ein großer Schritt in diese Richtung.

So genannte „ewige Lizenzen“ hat es bei Lexware noch nie gegeben. Neben den reinen Cloud-Produkten Lexoffice und Smartsteuer setzt der Software-Hersteller auf zwei Bereitstellungsvarianten im On-Premise-Bereich: die Abo-Version und die Einmalkauf-Version. Die Abo-Version (Subscription) kann im jährlichen Turnus gekündigt werden und verlängert sich ansonsten automatisch.

Marco Coriand, Bereichsleiter Software und IT-Channel der Haufe Gruppe
Marco Coriand, Bereichsleiter Software und IT-Channel der Haufe Gruppe (Bild: Haufe)

„Solange das Abo läuft, so lange werden auch die in unserem Bereich so wichtigen inhaltlichen und gesetzlichen Updates eingespielt. Das ist wichtig, um bei einer immer komplexer werdenden Gesetzgebung als Anwender auch stets rechtssicher unterwegs zu sein“, so Marco Coriand, Bereichsleiter Software und IT-Channel bei der Haufe Gruppe.

Die Einmalkauf-Version oder auch Jahres-Version ist ein Box-Produkt und ein Jahr gültig. Es wird mit unterjährigen Updates in dieser Laufzeit versorgt. „Bisher war das Jahres-Modell weiterhin nutzbar, allerdings erhielten die Kunden nach einem Jahr keine Aktualisierungen mehr und konnte nach Ablauf 365 Tage keine Informationen via Elster weiterleiten. Künftig wollen wir es so handhaben, dass auf bestehende Daten voller Zugriff gewährleistet wird, aber zukunftsbezogene Tätigkeiten nur mit einer aktuellen Version möglich sind.“, lässt Coriand durchblicken.

Das Channel-Umfeld

Im Partnerbereich wird inzwischen zu 95 Prozent die Abo-Version verkauft. Das ist nachvollziehbar, denn sie ist im Vergleich zur Einmalkauf-Version rund 20 Prozent günstiger, was einen preislichen Anreiz hin zum Abo-Modell darstellt.

„On-Premise-Produkte repräsentieren die alte Welt und machen dennoch (noch) unser ‚Brot- und Buttergeschäft‘ aus“, so Coriand. Aber das wird sich ändern: „Aktuell stecken wir mitten in dem Spagat zwischen der Cloud- und On-Premise-Welt.“ Das muss aber auch im Channel ankommen. „Wir wollen unsere Reseller rechtzeitig in die Cloud bringen und sie auf dem Weg unterstützen. Auf dem Partnerkongress war das ein Riesenthema.“, erläutert der Bereichsleiter Software und IT-Channel. „Ich kann nur schätzen, wann der Vertrieb zugunsten der Cloud kippen wird. Ich rechne aber nicht damit, dass das innerhalb der nächsten fünf Jahre sein wird.“

Erste Cloud-Produkte

Mit Lexoffice als Beispiel hat das Unternehmen bereits ein reines Cloud-Produkt auf den Markt gebracht, welches keinen physikalischen Datenträger mehr aufweist – auch nicht, wenn es ladengerecht in einer Box vertrieben wird. Stattdessen findet sich dort ein Code auf einer Karte zum Einloggen via Browser.

Ergänzendes zum Thema
 
Arbeitstitel Topas

Dementsprechend landen auch die Daten in der Cloud. „Im Prinzip werden Dokumente abfotografiert und angegeben, um was es sich handelt – beispielsweise eine Rechnung für einen Wareneinkauf oder ein Geschäftsessen. Den Rest übernimmt eine OCR-Texterkennung. Gebucht wird automatisiert im Hintergrund.“

Neben Elster-Anbindung gibt es speziell für Steuerberater eine Datev-Schnittstelle. und gehostet werden die Daten in einem Rechenzentrum in Frankfurt, also in Deutschland. „Das ist vielen unserer Kunden zu Recht wichtig. Bei dem kommenden Cloud-ERP werden wir es ebenso handhaben“, so Coriand.

Cloud-basiertes ERP

Dieses Cloud-ERP wird ein richtig großer Schritt ins As-a-Service-Zeitalter. Das Unternehmen ist gerade dabei, ein Cloud-basiertes ERP zu lokalisieren (an den deutschen Markt anzupassen), um Mitte 2018 mit dem Vertrieb hierzulande zu starten. Noch läuft die Software des US-amerikanischen Anbieters Acumatica unter dem Arbeitstitel ‚Topas‘, aber der Name, unter dem es auf den Markt kommen wird, steht noch nicht fest (siehe Kasten „Artbeitstitel Topas“).

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