Wie Reseller Komplett-Lösungen unter eigenem Brand per Flat-Rate anbieten können

So funktionieren White-Label-Angebote und Cloud-Services in der Praxis

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ITB: Wie kommt es zu diesem Risiko?

Meyer: Solange das Systemhaus dem Kunden regelmäßig die Zeit für die Prüfung der Datensicherung berechnet, stellt er quasi eine Art Versicherung dafür aus, dass die Datensicherung funktioniert und er als Dienstleister dafür gerade steht. Deshalb kann ich vor diesem Vorgehen nur warnen, für einen kleinen Betrag eine derart umfassende Garantie zu übernehmen. Diese Dienstleistung ist so wertvoll und mit einem so hohen Risiko verbunden, dass man sie von vornherein anders bewerten muss.

ITB: Was schlagen Sie als Alternative vor?

Meyer: Ich empfehle Systemhäusern, mit ihren Kunden folgende Vereinbarung zu treffen: „Ich biete Ihnen einen Backup-Service an, der Sie monatlich 100 oder 200 Euro kostet. Für diesen Betrag machen wir exakt das, was in der folgenden Leistungsbeschreibung definiert ist.“ Damit hat das Systemhaus für die Zusammenarbeit mit seinem Kunden eine saubere rechtliche Grundlage geschaffen, er hat eine Professionalisierung seiner Arbeit erreicht und verdient in der Regel deutlich mehr. Das ist eine unserer Ideen zur Umsetzung von Managed Services und der Leistungsverrechnung.

ITB: Wie helfen Sie Partnern konkret bei diesem Umstieg?

Meyer: Wir haben dazu ein fertiges Konzept: Es umfasst eine genaue Leistungsbeschreibung, Marketing-Flyer und die nötigen Tools für die automatische Backup-Kontrolle. Diese Tools ermöglichen es, den Zeitaufwand für diese Leistungen zu verringern. Doch bei aller Automatisierung: Tools ersetzen nicht den Menschenverstand.

ITB: Auf welchen Erfahrungswerten beruhen diese Leistungsbeschreibungen und Kalkulationsvorlagen?

Meyer: Diese Dokumente basieren auf den praktischen Erfahrungswerten eines Systemhauses – der MR Systeme. Mit wenigen Anpassungen kann jedes andere Systemhaus diese Leistungen an seine Kunden vermarkten, damit signifikant höhere Roherträge erwirtschaften und sich gegenüber dem Kunden besser absichern. Die nächste Entwicklungsstufe des Monitoring ist die Automatisierung. Das heißt, die Systeme werden künftig nicht mehr nur erkennen, wenn beispielsweise der Exchange-Server an seine Kapazitätsgrenzen gelangt, sondern sie werden anhand eines Lösungs-Scripts automatisch dafür sorgen, dass dieser Server geleert oder umorganisiert wird.

ITB: Bieten Sie Partnern dazu auch Tools an, die ihnen die Abrechnung dieser Services erleichtern?

Meyer: Dafür haben wir aktuell noch keine Lösung. Wir sind allerdings dabei, eine Kooperation mit einem Hersteller von Abrechnungslösungen für Service-Management und Third-Ticket-Systeme einzugehen. Selbstverständlich ist auch dieses Tool gemäß der Acmeo-Ausrichtung eine SaaS-basierte Pay-per-Use-Lösung. Anfang nächsten Jahres soll dieses Abrechnungs-Tool auch in deutscher Sprache verfügbar sein. Aktuell suchen wir Systemhäuser, die daran interessiert sind, diese Software jetzt schon in der englischsprachigen Version zu nutzen, ihre Erfahrungen und Änderungswünsche an uns weiterzugeben und später auf die deutsche Variante umzusteigen. Während dieses Übergangszeitraums können sie das Tool kostenlos einsetzen.

Weshalb das Tool auch die Klassifizierung von Service-Aufträgen ermöglicht, und wer die Rechenzentren betreibt, die diese Lösungen hosten, erläutert Henning Meyer auf der folgenden Seite.

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