Qumulo expandiert nach Deutschland

Skalierbares File-System für große Datenmengen

| Autor: Klaus Länger

Das hochskalierbare File-System QFS2 von Qumulo läuft auch als Speicher-Cluster aus Standard-Servern und Cloud-Instanzen.
Das hochskalierbare File-System QFS2 von Qumulo läuft auch als Speicher-Cluster aus Standard-Servern und Cloud-Instanzen. (Bild: Qumulu)

Die US-Firma Qumulo bringt ihr Speichersystem QF2 auf den EMEA-Markt. Die Qumulo File Fabric (QF2) soll eine sehr große Anzahl einzelner Dateien sicher und skalierbar speichern. Gegründet wurde das Unternehmen von Isilion-Entwicklern. Auch Dr. Thore Rabe, EMEA-Chef des Unternehmens, bringt Erfahrungen mit dem EMC-Produkt mit.

Ein Dateisystem, das Milliarden von Files sowohl im Data Center als auch in der Cloud speichern kann und dabei auf Standard-Serverhardware läuft: Das soll Qumulo File Fabric (QF2) sein. Die 2012 in Seattle gegründete Firma wollte damit einen zeitgemäßen Nachfolger für das OneFS-File-System schaffen, auf der die Storage-Plattform Isilon von Dell EMC basiert. Peter Godman, Qumulo-Gründer und CTO, Neal Fachan, Gründer und Chefentwickler sowie Bill Richter, CEO und President, waren auch an der Entwicklung und Vermarktung von Isilon beteiligt. Die neue EMEA-Spitze von Qumulo blickt ebenfalls auf Isilon-Erfahrungen zurück: Dr. Thore Rabe, Vice President und General Manager für EMEA war zuvor EMEA Vice President für Dell EMC Isilon. Und Dr. Stefan Radtke, Qumolos EMEA-CTO, bekleidetete zuvor die selbe Position für Isilion bei Dell EMC.

Dr. Thore Rabe ist als Vice President und General Manager EMEA auch für die Expansion Qumulos auf den deutschen Markt verantwortlich.
Dr. Thore Rabe ist als Vice President und General Manager EMEA auch für die Expansion Qumulos auf den deutschen Markt verantwortlich. (Bild: Qumulu)

Universeller Ansatz

Laut Qumulo ist QF2 ein universelles File-System, das, im Gegensatz zu herkömmlichen Enterprise-NAS-Systemen, weder hinsichlich der Leistung noch bei der Kapazität limitiert ist. Es es läuft sowohl on Premises auf Nodes mit Standard-x86-Hardware als auch auf Cloud-Instanzen und kann Speicher-Clustern an unterschiedlichen Orten durch ein einheitliches File-System verbinden. Innerhalb der Qumolo File Fabric werden Daten zwischen unterschiedlichen Clustern kontinuierlich repliziert. Einzelne Cluster können einfach durch zusätzliche Nodes oder Instanzen erweitert werden.

Die Software, die auf den einzelnen Nodes oder Instanzen läuft, nennt sich Qumulo Core. Sie nutzt Linux als Basis, läuft aber komplett im User-Space und verwendet eigene Implementierungen von Protokollen wie SMB, NFS, LDAP und Active Directory. Bei der Hardware sind kostspielige Komponenten wie Infiniband oder proprietäre Flash-Laufwerke nicht nötig, als Speichermedien dienen handelsübliche SSDs und HDDs. QFS2 soll eine sehr große Anzahl von Snapshots ohne Leistungseinbußen und Echtzeit-Quotas bieten. Die Daten werden in einem virtualisierten Block-Layer, dem Qumulo Scalable Block Store (SBS) abgelegt, der Daten mittels Erasure Coding schützt und ein automatisches Tiering unterstützt. Clients können über Standard-Protokolle wie SMB und NFS auf die benötigten Daten zugreifen. Für die Verwaltung der Daten nutzt Qumulo eine B-Tree-Struktur für die Index-Daten und die im File-System integrierte Datenbank QumuloDB für die Verwaltung und Echtzeitanalyse der Metadaten. Für die Steuerung nutzt Qumulo ein grafisches Web-Interface und ein REST API für DevOps.

Zusammenarbeit mit HPE

Für das Rechenzentrum bietet Qumulo drei verschiedene Appliance-Typen auf Intel-Xeon-Basis mit 1U-, 2U- und 4U-Bauhöhe und unterschiedlichen Kapazitäten an. Die 2U-Appliance ist ein All-Flash-Node, die anderen nutzen SSDs und HDDs als Speichermedien. Zusätzlich ist Qumolo Core auch auf dem HPE Apollo 4200 Gen 9 erhältlich. Das System wird über das HPE-Complete-Program direkt über HPE und seine Partner vertrieben.

Als Cloud-Plattform dient derzeit AWS. Allerdings ist laut Rabe eine Ausweitung auf andere Anbieter geplant. Dabei denkt der EMEA-Manager nicht nur an die großen Hyperscaler, sondern auch an kleinere regionale Anbieter. Hier sieht Rabe speziell bei Kunden aus dem deutschen Mittelstand Interesse.

Ausschließlich indirekt

Der Vertrieb von Qumolo-Produkten soll ausschließlich über den Channel laufen. Zur Unterstützung der Partner eröffnet der Hersteller Niederlassungen in der Bundesrepublik und in Großbritannien. Dort soll auch ein Support-Zentrum mit 24/7-Betrieb entstehen. Bei Problemen können Partner und Kunden via Slack direkt mit Qumolo-Ingenieuren kommunizieren, wie Rabe betont. Zu den ersten Partner in Deutschland gehören Concat und Qvest Media.

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