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Lenovo TruScale

Server als Service statt in der Cloud

| Autor: Klaus Länger

Mit TruScale bietet Lenovo ThinkSystem- und ThinkAgile-Hardware als Service für das eigene Rechenzentrum an.
Mit TruScale bietet Lenovo ThinkSystem- und ThinkAgile-Hardware als Service für das eigene Rechenzentrum an. (Bild: Lenovo)

Mit TruScale verspricht Lenovo die Quadratur des Kreises: Das Hardware-as-a-Service-Angebot für das eigene Rechenzentrum soll Flexibilität und Skalierbarkeit der Public Cloud mit der Kontrolle über die eigenen Daten auf der eigenen Server-Hardware verbinden.

Der Trend geht zu As-a-Service: Musik und Filme werden nicht mehr auf Silberscheibe gekauft, sondern auf beliebigen Geräten als Stream konsumiert und statt des eigenen Autos nutzen viele Carsharing. Auch in der IT gibt es diesen Trend: Statt eigener Hardware wird die Public Cloud genutzt und nur die Rechenleistung sowie Speicherkapazität bezahlt, die tatsächlich verwendet wird. Laut IDC geben immerhin 63 Prozent aller IT-Einkäufer an, dass Pay-per-Use-Lösungen für sie sehr wichtig sind. Die Kehrseite der Flexibilität und Skalierbarkeit ist allerdings der Verlust der Kontrolle über die eigenen Daten und Prozesse.

Server- und Storage-Hardware als monatliches Abo

Mit Lenovo TruScale bekommen die Kunden dagegen Zugriff auf das gesamte Lenovo-Hardware-Portfolio für das eigene Rechenzentrum sowie die zugehörigen Services, bezahlen aber auf Basis eines flexiblen Abo-Modells nur die von ihren Workloads tatsächlich genutzten Ressourcen. Deren Ermittlung erfolgt über eine Metering-Lösung, die ohne Zugriff auf Daten des Nutzers auskommt, da sie den Stromverbrauch auswertet. TruScale deckt Installation, Bereitstellung, Verwaltung, Wartung und Rückgabe der Hardware ab, die in einer monatlichen Rechnung enthalten sind. Für einen störungsfreien Betrieb sollen eine Fernwartung rund um die Uhr und ein proaktives Management sorgen. Während der Vertragslaufzeit ist zudem ein Upgrade auf neuere Hardware möglich. Damit soll das Hardware-as-a-Service-Angebot die Flexibilität einer Cloud-Lösung mit der vollständigen Herrschaft über die eigenen Daten verbinden.

Über ein Dashboard können die Kunden oder ihr Systemhaus den Ressourcenverbrauch in Echtzeit überprüfen. Die Kunden haben die Möglichkeit, ähnlich wie bei der Public Cloud, die vertraglich vereinbarten Leistungen entsprechend den eigenen Anforderungen flexibel zu erhöhen oder zu verringern. Diese Möglichkeit hätten sie bei den bisherigen Finanzierungslösungen für Datacenter-Hardware nicht, so Dieter Stehle, General Manager Datacenter Group Central Region. Zudem seien diese oft nur ab einem gewissen Investitionsvolumen verfügbar, während es bei TruScale keine Grenze nach unten gibt.

Eine Webanwendung liefert dem TruScale-Kunden oder dem Systemhaus Informationen über den aktuellen Ressourcenverbrauch, die installierte Hardware und aufgetretene Fehler.
Eine Webanwendung liefert dem TruScale-Kunden oder dem Systemhaus Informationen über den aktuellen Ressourcenverbrauch, die installierte Hardware und aufgetretene Fehler. (Bild: Lenovo)

Vertrieb über die Partner

Der Verkauf von TruScale erfolgt laut Stehle komplett über die Partner und die Abwicklung über die Distribution. Das konkrete Angebot wird für jeden Kunden gemeinsam mit dem Partner individuell in einem Workshop-Modus erstellt und an dessen Anforderungen angepasst. Die Hardware kann entsprechend der Erfordernisse der Kunden konfiguriert werden. Je nach den vorhandenen Workloads kann es für eine hohe Rechenleistung, einen hohen Speicherbedarf oder hyperkonvergent ausgelegt werden. Dabei wird auch darauf geachtet, dass die vereinbarten Leistungen und die tatsächlichen Workloads nicht zu weit voneinander abweichen, so Stehle. Die Vertragslaufzeit liegt bei drei, vier, oder fünf Jahren. Die Wartung und Installation von Betriebssystem und Anwendungen werden durch das neue Hardware-as-a-Service-Angebot von Lenovo nicht abgedeckt. Allerdings können Daten- und Workload-Migrationsservices gebucht werden.

Neben dem Ansprechpartner beim Systemhaus bekommen die Kunden bei Lenovo einen individuellen Customer Success Manager zugeordnet, der das Onboarding übernimmt. Er erstellt für die Kunden einmal im Quartal ein Business Review, das als Basis für die weitere Kapazitätsplanung dient. Die Partner profitieren von kalkulierbaren monatlichen Einnahmen und können TruScale mit eigenen Service-Angeboten kombinieren.

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