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Channel Fokus: IT-Security Security braucht Fortschritt

| Autor: Ann-Marie Struck

Innovationen sind Treiber in der IT, insbesondere in der IT-Security. Denn Cybersecurity benötigt neue Lösungen, um weiterhin gegen Hacker gewappnet zu sein. Welche Trends derzeit das Security-Geschäft antreiben, zeigt das IT-BUSINESS-Panel.

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Mit unserem IT-BUSINESS Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
Mit unserem IT-BUSINESS Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
(Bild: apinan - stock.adobe.com)

Jeden Tag werden weltweit rund 313.000 neue Varianten von Malware entdeckt. ­Allein im Jahr 2019 wurden laut dem ­Sicherheitsreport 2019/ 2020 des Testinstituts AV 114 Millionen neue Schadprogramme entwickelt. Und für das laufende Jahr sieht die Prognose auch nicht rosig aus: 160 Millionen neue Schadprogramme sollen 2020 folgen. Kein Wunder also, dass Hacker-Angriffe laut des Weltwirtschaftsforums zu den Top 10 der weltweit schwerwiegendsten Risiken gehören. Immerhin sind rund 30 Prozent der Unternehmen ­davon betroffen. Grund dafür ist die zunehmende Digitalisierung der Unternehmen, vor allem bietet der Ausbau digitaler ­Arbeitsplätze zusätzliche Angriffsfläche. Gleichzeitig werden Hackerangriffe immer komplexer, sodass gängige Sicherheitspraktiken oft unwirksam sind. Hinzu kommt, dass in Unternehmen unzählige Mengen an Daten bei der Entdeckung von Vorfällen oder bei Malware-Protokollen anfallen, die Sicherheitsanalysten manuell nicht verarbeiten können.

Retter in der Not sind hier neue Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML). KI- und ML-basierte Algorithmen können täglich Millionen von Ereignissen überwachen. So können mithilfe von KI nicht nur Anomalien schneller erkannt, sondern auch Risiko­bereiche vorhergesagt werden. Und das mit Erfolg. Einer Studie des Capgemini ­Research Institutes zufolge setzen bereits 51 Prozent der befragten Unternehmen KI zur Erkennung von Cyberbedrohungen ein. Darüber hinaus sind fast zwei Drittel der Ansicht, kritische Bedrohungen nicht ohne deren Einsatz identifizieren zu können. Daher wird auch Einsatz von neuen Technologien wie KI, ML und Security-Automation im Security-Markt immer wichtiger, wie die Ergebnisse des IT-BUSINESS-­Panels bestätigen. 75 Prozent der Hersteller und Distributoren bewerten neue Technologien als „wichtig“. Dieser Ansicht sind auch 54 Prozent der befragten ITK-Fachhändler / Systemintegratoren. Doch eine umfassende Security bedarf auch einer ­guten Zusammenarbeit. Im Channel scheint sie zu funktionieren, immerhin sind 64 Prozent der befragten Partner ­„zufrieden“ mit den Leistungen der Distribution.

Umsatztreiber Security

Das Geschäft mit IT-Security boomt im Channel. Mit welchen Lösungen aktuell die besten Geschäfte zu machen sind, darüber sind sich die befragten Akteure uneinig. Derzeitiger Bestseller ist für 66 Prozent der befragten ITK-Fachhändler und Systemintegratoren Network Security. Das sehen nur 43 Prozent der befragten Distributoren / Hersteller so. Ihre Nummer eins sind mit 60 Prozent Endpoint / Mobile Security / IAM. Mit 49 Prozent nur Platz drei der Partner. Den zweit größten Umsatz machen die Partner mit E-Mail-Security (54 %). Dieser Ansicht schließen sich nur 39 Prozent der befragten Hersteller und Distributoren an, ihr Platz drei. Mit Threat Detection / Analysis machen 35 Prozent der befragten Systemintegratoren aktuell Geschäfte (Distributoren / Hersteller: 20 %).

Blick in die Zukunft

Auf Platz eins der Security-Lösungen mit dem größten Wachstumspotenzial steht bei den befragten ITK-Fachhändlern / Systemintegratoren mit 63 Prozent Threat Detection / Analysis. Das sehen nur 47 Prozent der befragten Hersteller und Distributoren so. Ihr Platz eins der künftigen Bestseller belegt mit 56 Prozent Endpoint / Mobile Security und IAM. Mit 48 Prozent der zweite Platz der ITK-Fachhändler und Systemintegratoren. Bei dem dritten Platz sind sich die Umfrageteilnehmer wiederum einig: Governance, Risk & Compliance (ITK-Fachhändler / Systemintegratoren: 42 %; Distributoren / Hersteller: 34 %), gefolgt von Network Security (ITK-Fachhändler / Systemintegratoren: 40 %; Distributoren / Hersteller: 30 %) und E-Mail-Security (ITK-Fachhändler / Systemintegratoren: 32 %; Distributoren / Hersteller: 21 %).

Ursachen für Sicherheitslücken

Bei der Frage, was derzeit die größten Herausforderungen sind, wenn es um Unternehmenssicherheit geht, sind sich die befragten Teilnehmergruppen einig. Auf Platz eins steht das mangelnde Security-Bewusstsein der Belegschaft (ITK-Fachhändler / Systemintegratoren: 74 %; Distributoren / Hersteller: 66 %). Nicht verwunderlich, immerhin gilt der Mensch weiterhin als die größte Schwachstelle der IT-Security. Den zweiten Platz der Hindernisse belegt Remote Work (ITK-Fachhändler / Systemintegratoren: 57 %; Distributoren /  Hersteller: 58 %), gefolgt von IoT / OT.

IT-BUSINESS-Panel: IT-Security
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 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin