Netzwerksicherheit Sechs Schutzmaßnahmen für Router

Autor Ann-Marie Struck

Ob Saug- oder Mähroboter – smarte Geräte erfreuen sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Jedoch wird der Schutz der Netzwerke oft vernachlässigt, wie eine Studie von Avira aufzeigt. Im Folgenden finden Sie sechs Tipps zum Schutz des Heimnetzwerks.

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Im smarten Zuhause sollte das Netzwerk stets abgesichert werden.
Im smarten Zuhause sollte das Netzwerk stets abgesichert werden.
(Bild: © thanmano - stock.adobe.com)

Smart-Home-Geräte sind in deutschen Haushalten angekommen. Leider sorgen Anwender oft nur unzureichend für den Schutz ihres Netzwerks an dem die smarten Geräte angeschlossen sind. Das bestätigt eine Umfrage von Avira. Der Studie zufolge ergreifen nur 34 Prozent Maßnahmen, um die Sicherheit des Routers zum Schutz ihrer smarten Geräte zu verbessern. Weitere 32 Prozent verwenden einen Router mit eingebauter Sicherheits-Software. Jedoch glauben 24 Prozent der Befragten nicht, dass smarte Geräte ein Sicherheitsrisiko darstellen können.

Doch mit der steigenden Anzahl an smarten Geräten im Haushalt, wächst auch das Sicherheitsrisiko, denn die meisten vernetzten Geräte haben keine oder nur unzureichende Schutzfunktionen. Im Folgenden gibt Avira sechs Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz des Routers und somit des Heimnetzwerks. Die Maßnahmen lassen sich im Router-Menü vornehmen.

1. Passwörter ändern

„1234“, „passwort“ oder „admin“ sind keine sicheren Passwörter. Ähnlich einfach zu knacken sind auch die voreingestellten Standard-Passwörter in Routern. Daher sollten sowohl für den Router als auch das Menü sowie für das WLAN individuelle Passwörter festgelegt werden. Auch der voreingestellte Netzwerk- beziehungsweise WLAN-Name sollte geändert werden, da Hacker daran das Router-Modell leichter identifizieren und mögliche Sicherheitslücken ausnutzen können. Bei der Erstellung sicherer, komplexer Passwörter hilft ein Passwort-Manager.

2. Firewall aktivieren

Fast jeder Router verfügt heutzutage über eine Firewall. Diese muss jedoch oft erst aktiviert und regelmäßig aktualisiert werden. Außerdem empfiehlt es sich voreingestellte Funktionen, die nicht benötigt werden, zu deaktivieren, da jeder Dienst ein potenzielles Einfallstor für Hacker bildet.

3. WPA2-Verschlüsselung nutzen

Zudem sollte, sofern es möglich ist, die Verschlüsselungsstufe WPA2 ausgewählt werden. Wenn diese vom Router nicht unterstützt wird, kann auf die nächstsicherste WPA+-Verschlüsselung zurückgegriffen werden.

4. Updates

Wie der PC, Laptop oder das Smartphone, sollte auch die Firmware des Routers regelmäßig aktualisiert werden. Denn Updates schließen nicht nur Sicherheitslücken, über die Cyber-Kriminelle Malware einschleusen können, sondern stellen meist auch neue oder verbesserte Funktionen zur Verfügung.

5. Ports checken und schließen

Hacker suchen in der Regel gezielt nach offenen Ports, um über diese Malware einzuschleusen. Daher sollten nicht benötigte offene Ports geschlossen werden. Um diese zu finden, kann ein Port-Scanner verwendet werden. Er führt einen Sicherheits-Scan durch und listet im Anschluss alle Ports im Heimnetzwerk auf, die überprüft und gegebenenfalls geschlossen werden sollten. Im Router-Menü kann eingesehen werden, welche Standard-Ports geöffnet bleiben müssen, damit eine Internet- und Telefonverbindung aufgebaut werden kann.

6. Separates WLAN für Gäste

Insbesondere stellen die Geräte von Gästen, die das heimische Netzwerk nutzen, eine Gefahr für das Heimnetzwerk dar. Es lohnt sich daher, ein Gäste-WLAN einzurichten. Darüber hinaus können damit auch Smart-Home-Geräte verbunden werden. So wird der Schaden im Falle eines Angriffs auf das Netzwerk verringert.

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