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Verkaufspläne

Scansource trennt sich von Teilen des Europageschäfts

| Autor: Michael Hase

Mike Baur, CEO von Scansource, trimmt den Distributor auf profitables Wachstum.
Mike Baur, CEO von Scansource, trimmt den Distributor auf profitables Wachstum. (Bild: Scansource)

Der Distributor Scansource stellt das Geschäft mit physischen Produkten in Europa und einigen Ländern Amerikas zum Verkauf. Die Pläne sind Teil einer Neuausrichtung des Unternehmens auf „wachstums- und margenstärkere Geschäfte“.

Scansource treibt den Strategiewandel voran. Der Distributor aus dem US-Bundesstaat South Carolina hat in dieser Woche bekanntgegeben, dass er den Verkauf des „nicht-digitalen Distributionsgeschäfts“ in Europa und in einigen Ländern Lateinamerikas plant. Mit „nicht-digital“ ist der Vertrieb physischer Produkte gemeint. Zum Portfolio von Scansource gehören Angebote aus den Anwendungsfeldern Unified Communications (UC), Data Capture / PoS sowie Networking und Security. Die aktuellen Pläne bezeichnet der VAD als Teil einer Neupositionierung des Portfolios, mit der er sich auf „wachstums- und margenstärkere Geschäfte“ ausrichtet.

Scansource forciert seit etwa drei Jahren das Geschäft mit Cloud-Diensten, insbesondere aus dem Segment UC as a Service. 2016 akquirierte das Unternehmen den US-amerikanischen Spezialdistributor Intelisys Communications. Im Juli dieses Jahres kaufte es zudem den britischen Distributor Inty, der eine Cloud-Plattform betreibt und darüber Services von Acronis, Microsoft, Symantec und anderen vermarktet. Das Geschäft mit solchen nicht-physischen Produkten soll offenbar künftig in Europa und den anderen Ländern, aus denen sich Scansource nicht komplett zurückziehen will, im Mittelpunkt stehen.

Ziel: Profitables Wachstum

„Nach Prüfung unserer strategischen Optionen haben wir entschieden, dass die geplanten Veräußerungen uns Möglichkeiten bieten, unser profitables Wachstum und unseren Cashflow zu beschleunigen", erläutert Mike Baur, CEO von Scansource, die Pläne. „Diese Maßnahmen werden es uns ermöglichen, unsere Investitionen auf unsere wachstums- und margenstärkeren Geschäfte in den USA, Kanada und Brasilien sowie auf unsere digitalen Geschäfte weltweit zu konzentrieren.“

Die zu veräußernden Geschäftsfelder standen im Fiskaljahr 2019, das am 30. Juni endete, für ein Volumen von 623 Millionen Dollar. Die Summe entspricht etwa 16 Prozent des Jahresumsatzes in Höhe von 3,91 Milliarden Dollar. Scansource beschäftigt in den betroffenen Regionen derzeit rund 490 Mitarbeiter. Das Unternehmen werde regelmäßig mit dem Personal über den Verkaufsprozess kommunizieren, heißt es in der Ankündigung.

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