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Von der Kamera zum Digital Workplace Ricoh übernimmt Datavision

Autor: Sylvia Lösel

Traditionell in den Segmenten Drucker und Kameras unterwegs, bricht nun auch bei Ricoh eine neue Etappe in der Unternehmensausrichtung an. Mit der Übernahme des Dienstleisters Datavision verschiebt sich der Fokus weiter in Richtung Audio/Video- sowie Workplace-Integration.

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Hersteller kauft Integrator: Ricoh wandelt sich zur Services Company.
Hersteller kauft Integrator: Ricoh wandelt sich zur Services Company.
(Bild: © metamorworks - stock.adobe.com)

Mit dem Erwerb von Docuware vor gut einem Jahr hatte sich schon angedeutet, dass Ricoh eine neue Rolle sucht. Das traditionsreiche japanische Unternehmen, das sich jahrzehntelang vor allem als Kamera- und Druckerhersteller einen Namen gemacht hat, wird mit der Übernahme von Datavision mehr und mehr zu einer Digital Services Company.

Die Ausstattung von Konferenzräumen, Arbeitsplätzen und die Schaffung von Möglichkeiten zu digitaler Zusammenarbeit stehen im Zentrum der künftigen Ausrichtung, die durch die Datavision-Übernahme möglich werden soll.

Wer ist Datavision?

Der Integrator Datavision wurde 1995 gegründet und beschäftigt über 100 Mitarbeiter an acht Standorten in Deutschland. Der Hauptsitz befindet sich in Düsseldorf. Datavision ist spezialisiert auf die Konzeption und Integration von Konferenzraum- und Arbeitsplatzlösungen, einschließlich Unified Communications & Collaboration (UCC), audiovisuelle Technologien (AV) und Lösungen für das Workplace- und Meetingroom-Management. Das Unternehmen hat über 1.300 Kunden und betreut neben 15 der 30 DAX-Unternehmen in Deutschland zahlreiche Ministerien. Darüber hinaus verfügt Datavision über strategische Partnerschaften, wie zum Beispiel für Microsoft Teams Rooms Premium.

Von der Übernahme sollen Ricoh-Kunden in ganz Europa profitieren, da sie Zugang zu einem noch größeren Portfolio an Produkten, Software und Services erhalten.

Aber auch für Datavision-Kunden ergeben sich durch die Übernahme Vorteile. Sie sollen von der globalen Reichweite, der Finanzstärke sowie der Service-Infrastruktur von Ricoh profitieren, erhalten außerdem Zugang zu den Produkten und Lösungen aus dem Portfolio der Communication Services sowie weiterer Geschäftsbereiche von Ricoh, wie beispielsweise Managed Document Services, IT Services, Business Process Services oder Production Printing Services.

Welche Gründe gab es für die Übernahme?

Datavision wird unter dem bestehenden Firmennamen als hundertprozentige Tochtergesellschaft von Ricoh fortgeführt. Edward Hamilton, Vice President Communication Services, Ricoh Europe, sagt: „Für unsere Entscheidung, Datavision zu übernehmen, waren eine Reihe von Faktoren ausschlaggebend. Hierzu zählen ihre führende Marktposition, ihre weitreichende Expertise und Erfahrung sowie unsere Synergien im Hinblick auf unseren Kundenstamm, unsere Unternehmenskultur und unsere Strategie. Diese Akquisition schafft eine starke Basis für unser weiteres Wachstum in Europa und bildet eine tragende Säule innerhalb unseres Wandels zu einer Digital Services Company. Am wichtigsten ist, dass sie uns helfen wird, unsere Kunden noch effektiver bei ihrer eigenen digitalen Transformation zu unterstützen.“

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin