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Integrationsprojekt physikalische Sicherheit

Profitable Zusatzgeschäfte für Security-Dienstleister

28.04.2010 | Redakteur: Andreas Bergler

IP-Kameras haben sich als wichtige Komponente der physikalischen Sicherheit etabliert.
IP-Kameras haben sich als wichtige Komponente der physikalischen Sicherheit etabliert.

Wer an IT-Security denkt, beschränkt seinen Ideenhorizont meist auf die Absicherung der Informationen innerhalb der Datenkabel. Aber auch außerhalb der Kabel warten lukrative Security-Projekte.

Wirksame IT-Security-Strategien erfordern mehr als nur die fachgerechte Implementierung entsprechender Soft- und Hardware. Die Grundlage jeder Compliance-gerechten Security-Strategie liegt auf der Ebene der materiellen Dinge. Hier tut sich ein ebenso breites wie lukratives Geschäftsfeld für den Fachhandel auf. Denn oft wird die physikalische Sicherheit von vielen noch allzu gerne außen vor gelassen. Das mag daher rühren, dass dieses Thema extrem weitreichend ist und sich längst ein eigener Markt hierfür etabliert hat.

Physikalische Sicherheit erstreckt sich unter anderem auf die Bereiche:

  • Gebäudesicherheit und Brandschutz: Facility Management, Brandmelde- und Sprinkleranlagen, sonstige Meldesysteme (Gas, Rauch, Wasser)
  • Mechanische Sicherheitstechniken: Zutrittskontrollsysteme (auch biometrische Kontrollsysteme), Schranken, Schleusen, Datensicherungsschränke
  • Notruf- und Objektschutz-Systeme
  • Videoüberwachungssysteme
  • Planung, Beratung und Ausbildung.

Dienstleister, die bis dato ausschließlich im klassischen, analogen Bereich tätig waren, werden ihre Zurückhaltung der IT gegenüber aufgeben und sich zusätzliches Know-how aneignen müssen, meint Gregor Schnitzler, Bereichsleiter Technik bei Abus Security-Center. Und gerade hierin liegt die große Chance für den IT-Fachhandel: Dieser kann sich ein ebenso vielfältiges wie Erfolg versprechendes neues Geschäftsfeld erschließen. Nur sollten Fachhändler jetzt schneller auf die aktuellen Entwicklungen am Markt reagieren als die in der physikalischen Sicherheit angestammten Unternehmen und Dienstleister. Durch ihren Informationsvorsprung auf dem Gebiet der IT haben Reseller in puncto Konvergenz zwischen digitalen und analogen Welten die besten Karten.

Beispiel Videomarkt

Beispielsweise steigen in Bereich der Videoüberwachung namhafte Hersteller mit ein. So hat D-Link das Portfolio an IP-Kameras soeben erweitert, und H3C installiert bereits fleißig Videoüberwachung over IP an vielen Orten der Welt. Laut H3C zeichen sich IP-basierte Überwachungssysteme gegenüber einer Überwachung mit analogen Kameras durch eine größere Funktionsvielfalt, einfache Erweiterbarkeit und Zukunftssicherheit aus. IP-basierte Videoüberwachung kann ohne großen Aufwand mit weiteren Sicherheitskomponenten wie Zugangskontroll-Systemen, Alarm-Systemen oder dem Asset Management zusammengeführt werden. Der kürzlich ratifizierte PoE-Standard 802.3at (s. Kasten) ermöglicht die Installation von Netzwerk-Kameras selbst an entlegenen Orten. Auch hinsichtlich der Performance stehen IP-basierte Systeme den analogen in nichts mehr nach: Ihre Zoomfunktion ist laut H3C mittlerweile leistungsfähiger als die herkömmlicher Modelle. Hinzu kommen die Vorteile aller netzwerk-basierten Geräte: Die übertragenen Daten können verschlüsselt werden, sind also vor dem Zugriff Unbefugter sicherer als bei analogen Systemen, und lassen sich leicht in Storage-Systeme überführen. Konfiguration, Fehlerbehebung und Wartung ist in vielen Fällen komfortabel aus der Ferne möglich. Im Rahmen von Managed Security Services können Dienstleister Videoüberwachung mit IP-Kameras als zusätzlichen Baustein im Sicherheitsportfolio anbieten.

WLAN als Alternative

Als noch flexiblere Variante zu den drahtgebundenen Systemen bieten praktisch alle Hersteller von IP-Kameras auch WLAN-Modelle. Drahtlose Alarmanlagen lassen sich jederzeit umbauen, erweitern oder bei einem Umzug einfach mitnehmen. Bei der Planung von Funkalarmanlagen müssen allerdings die baulichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Beispielsweise verringert Beton den Empfang um bis zu 70 Prozent. Vor der Montage muss die Reichweite der Signale getestet werden. Hersteller wie Abus Security-Center bieten hierzu Funktestboxen, mit deren Hilfe die Signalstärke gemessen werden kann.

Zu den Chancen der Reseller im Bereich physikalische Sicherheit und Videoüberwachung befragte IT-BUSINESS drei Branchen-Experten. Das Statement von Gregor Schnitzler, Bereichsleiter Technik bei Abus Security-Center, lesen sie auf der nächsten Seite.

 

PoE: Der neue Standard

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