Channel Fokus Managed Services Ohne Managed Security kein Geschäftserfolg?

Von Sylvia Lösel

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Immer mehr Angriffe, immer mehr Angriffspunkte, datengetriebene Geschäftsprozesse, höhere Anforderungen der Versicherungen und ein eklatanter Fachkräftemangel: Das ist der Stoff, für den Managed Security Services wie gemacht sind.

Security in Zeiten der Cloud.
Security in Zeiten der Cloud.
(Bild: Thomas Reimer - stock.adobe.com )

„Ich wüsste nicht, wie Unternehmen wachsen und skalieren können, ohne Managed Security zu implementieren.“ Auch wenn Cato Networks per se natürlich ein eigenes Interesse an der Platzierung von Security Services hat, spricht Etay Maor, Senior Strategist beim amerikanischen Anbieter, hiermit einen Punkt abseits der allgegenwärtigen Hacker-Bedrohungs-Abwehr an, der für Unternehmen künftig immer wichtiger wird. Wer Geschäftsprozesse digitalisiert, Mitarbeiter remote arbeiten lässt, die Produktion vernetzt, der schafft es angesichts eines eklatanten Fachkräftemangels nicht, das alles On-Prem umzusetzen, geschweige denn abzusichern. Und so kommt dem Managed-Security-Markt in den kommenden Jahren eine hohe strategische Bedeutung zu. Darauf weisen auch die Marktzahlen von Statista hin. Die Umsatzprognose für den gesamten Cybersecurity-Markt wird dieses Jahr etwa 5,75 Milliarden US-Dollar betragen. Mit einem prognostizierten Marktvolumen von 3,25 Milliarden Dollar sind Security Services dabei das größte Segment des Marktes. Es wird erwartet, dass der Umsatz eine jährliche Wachstumsrate von 11,71 Prozent aufweist, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von 10,01 Milliarden Dollar im Jahr 2027 führt, der Anteil der Managed Security Services wird dann mit 4,53 Milliarden Dollar vorhergesagt.

Ich wüsste nicht, wie Unternehmen wachsen und skalieren können, ohne Managed Security zu implementieren.

Etay Maor, Senior Strategist bei Cato Networks

Je komplexer das Netzwerk, desto wichtiger Security

Bestätigen kann diesen Trend beispielsweise Sven Janssen, Senior Director Channel Sales bei Sophos. „Im vergangenen Jahr hatten wir im Schnitt 65 Prozent Wachstum bei MSP in Deutschland.“ Seiner Wahrnehmung nach geben meist die Kunden selbst den Ausschlag dafür, dass Partner sich mit Managed Services beschäftigen. Auch das Kundenklientel habe sich geändert. „Früher waren das große Kunden. Jetzt merken wir einen extremen Zuwachs im Mittelstand", so der Manager und führt das auf den Fachkräftemangel zurück. Auch für Partner lohnt es sich dank planbarer Kosten und einer deutlich höheren Marge als im reinen Lizenzverkauf, ins MSP-Geschäft einzusteigen. Zudem kann man sich von der Konkurrenz differenzieren, indem man eigene Services anbietet. Praktisch kein Security-Anbieter mehr, der nicht neben dem Produkt- und Lizenzgeschäft seine Plattformstrategie weiter treibt. So haben etwa Trend Micro oder Eset unlängst MSPs in ihre Partnerprogramme integriert. „MSP-Partner sind bereits seit längerem das am stärksten wachsende Segment“, erklärt Peter Neumeier, Esets Channel Sales Director für die DACH-Region. Dabei sind die traditionellen Endpoint-Security-Anbieter nicht mehr allein auf weiter Flur. Auf dem Markt tummeln sich auch andere Anbieter, meist aus dem Netzwerksegment, in diesen Gefilden. Sei es Palo Alto, Juniper oder Fortinet, um nur einige zu nennen. Denn je komplexer das Netzwerk wird, desto wichtiger wird eine Security-Integration.

Versicherung ist nicht die alleinige Lösung

Und noch ein Thema treibt den Managed Security Markt: Versicherungen. Nachdem diese in den vergangenen Jahren hohe Schadenssummen auszahlen mussten, gehen Versicherer dazu über, höhere Sicherheitsstandards zu fordern. Schnelles Patch-Management, schnelle Reaktionszeiten bei Vorfällen und ein sauberes Security-Konzept sind nur einige Bausteine, die dafür sorgen, dass sich Unternehmen Gedanken über ihre IT-Sicherheit machen müssen. Schnell reift dann die Erkenntnis, dass ein Managed-Services-Konzept eine sinnvolle Investition ist und man sich dafür einen Dienstleister ins Boot holt. Haben letztere selbst nicht die Kapazitäten oder das tiefe Knowhow, greifen sie auf Managed-Angebote der Hersteller oder der Distribution zurück.

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